• 28.04.2011, 13:16:43
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Jeder verunglückte Bauarbeiter ist einer zu viel!

GBH gedenkt der jährlich rund 40 verunfallten Bau- und Holzarbeitern!

Wien (OTS/ÖGB) -
Anlässlich des heutigen Welttages für Sicherheit und Gesundheit am
Arbeitsplatz (Workers\x{2588} Memorial Day) gedenkt die Gewerkschaft
Bau-Holz (GBH) der jährlich rund 40 verunfallten Bau- und
Holzarbeiter in Form einer Kranzniederlegung und erinnert an ihre
Forderungen für mehr Gesundheitsschutz und Sicherheit am
Arbeitsplatz. ++++

"Täglich erleiden Bauarbeiter bei Unfällen schwere Verletzungen. An
jedem fünften Arbeitstag stirbt ein Bauarbeiter bei der Ausübung
seiner Tätigkeit. Das ist nicht zu akzeptieren. Das Thema Sicherheit
und Gesundheitsschutz darf nicht auf die leichte Schulter genommen
werden!" fordert GBH-Bundesvorsitzender Johann Holper mehr
Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen für Bau- und Holzarbeiter.
Jedes Jahr sterben rund 40 Menschen am Bau. Durchschnittlich gibt es
doppelt so viele Unfälle, längere Arbeitsunfähigkeiten,
Berufskrankheiten wie Lärmschwerhörigkeit, Muskel- und
Skeletterkrankungen oder Asbestose sowie eine immer stärker werdende
UV-Belastung. Mehr als 7 von 10 Bauarbeiter müssen aus
gesundheitlichen Gründen in die Invaliditätspension "flüchten".

Holper: "Als Dank für ihren lebenslangen, beinharten Job müssen
Bauarbeiter zusätzlich auf Teile Ihrer wohlverdienten Pension
verzichten. Die jahrelangen körperlichen Anstrengungen machen es fast
unmöglich, die gesetzlich vorgeschriebenen Pensionszeiten zu
erreichen. Deshalb fordern wir die Überstundenarbeit zu beschränken,
Bauzeiten zu verlängern, Baustellenkontrollen zu verstärken,
Unterweisungen zu verbessern und Arbeitspausen einzuhalten".

"Baubeschäftigte leisten ihre Arbeit unter widrigsten
Witterungsbedingungen, schwerster körperlicher Arbeit, hohen
Belastungen wie zum Beispiel Staub und Lärm und enormen Zeitdruck,
meist auf weitentfernten Arbeitsplätzen. Sie haben ein Recht auf
körperliche Unversehrtheit und menschengerechte Arbeit. Auf die immer
stärker werdende UV-Belastung im Freien reagieren wir bereits seit
Jahren mit der UV-Schutz- und Infokampagne. Gemeinsam mit unserem
Bausozialpartner und mit Unterstützung der AUVA setzen wir präventive
Maßnahmen. Alleine heuer stehen uns dafür 35.000 UV-Schutzbrillen,
2.500 Sonnencreme-Spender, 1.500 T-Shirts für Lehrlinge sowie
Infomaterial zur Verfügung", so der Leitende Sekretär der GBH und 1.
Obmannstellvertreter der AUVA Wolfgang Birbamer.

"Gemeinsam konnten wir als Gewerkschaft mit der AUVA und der
Geschäftsstelle BAU die Unfälle in den letzten 10 Jahren minimieren.
20.000 Unfällen alleine in unseren Branchen im Jahr 2010 sind aber
immer noch zu viele, deshalb werden wir in Zukunft noch stärker und
intensiver an Präventivmaßnahmen arbeiten", zieht Rudolf Silvan,
GBH-Landesgeschäftsführer NÖ sowie Vorsitzender des
Landesstellenausschusses der AUVA Landesstelle Wien Bilanz.

"Die Arbeitgeber müssen in aller Deutlichkeit daran erinnert werden,
dass sie gesetzlich verpflichtet sind, für Schutzmaßnahmen zu sorgen,
um Arbeitsunfälle und berufsbedingte Erkrankungen bzw.
Berufskrankheiten vorzubeugen. Wir sehen es als unserer Kernaufgaben,
Aufklärungsarbeit zu leisten - bei den Arbeitnehmern ebenso wie bei
den Arbeitgebern", ergänzt Andreas Huss, Leitender Sekretär der GBH
abschließend.

Rückfragehinweis:
GBH-Presse, Thomas Trabi, 0664/614 55 17, [email protected]

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