- 26.04.2011, 11:33:07
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ÖGfE-Schmidt: Junge stehen Arbeitsmarktöffnung zuversichtlich gegenüber
92 Prozent sehen keine Gefährdung ihres Jobs - 43 Prozent könnten sich vorstellen, in Nachbarland zu arbeiten
Wien (OTS) - "Junge Österreicherinnen und Österreicher (bis 35
Jahre) sehen die Arbeitsmarktöffnung für unsere Nachbarländer
Tschechien, die Slowakei und Ungarn positiver als die
Gesamtbevölkerung", sagt der Leiter der Österreichischen Gesellschaft
für Europapolitik (ÖGfE), Paul Schmidt. "Zwar wird damit gerechnet,
dass es zu einem Zuzug von Arbeitskräften kommen wird. Die Jungen
sehen aber die Arbeitsmarktöffnung auch als Chance".
Eine aktuelle Umfrage, die von der ÖGfE in Auftrag gegeben wurde,
zeigt, dass 46 Prozent der Jungen bis 35 mit einem starken Zuzug von
Arbeitskräften nach Österreich rechnen. Allerdings glaubt eine
Mehrheit von 56 Prozent nicht, dass dadurch heimische Arbeitsplätze
gefährdet sein werden. 92 Prozent sehen keine Gefährdung des eigenen
Arbeitsplatzes.
"Im Zuge der Diskussion wird ein Aspekt selten ins Gespräch
gebracht: Die Chancen und Möglichkeiten, die sich aus der
Arbeitsmarktliberalisierung ergeben könnten. Junge Befragte sehen
diese nämlich sehr wohl", analysiert Schmidt:
- 42 Prozent der Befragten bis 35 glauben, dass durch die Öffnung
des heimischen Arbeitsmarkts Arbeitsplätze in Österreich geschaffen
werden können (Österreich gesamt: 32 Prozent).
- 56 Prozent meinen, dass durch die Arbeitsmarktliberalisierung auch
für ÖsterreicherInnen Arbeitsplätze in den Nachbarländern entstehen
werden (Österreich gesamt: 51 Prozent).
- 55 Prozent der Befragten bis 35 glauben, dass die illegale
Beschäftigung zurückgehen wird, wenn Arbeitskräfte aus unseren
Nachbarländern legal in Österreich arbeiten können - dieser Ansicht
sind vor allem die Jüngsten bis 25. Im gesamtösterreichischen
Durchschnitt sind es 49 Prozent.
- Eine ähnliche Tendenz zeigt sich in der Frage, ob durch den
Arbeitskräftezuzug die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften
befriedigt werden könnte. Dies vermuten 59 Prozent der "Jungen",
während es österreichweit 51 Prozent sind.
- Für 43 Prozent der Jungen ist es vorstellbar, selbst in einem der
drei Nachbarländer zu arbeiten - je jünger die Befragten sind, desto
eher wird dies angegeben. Österreich gesamt können sich übrigens 23
Prozent eine Arbeit in einem der drei Nachbarländer vorstellen.
ÖGfE-Leiter Schmidt: "Österreich ist auf die Öffnung des
heimischen Arbeitsmarktes gut vorbereitet. Die gesetzten Maßnahmen
wie Übergangsfristen, Lohndumpinggesetz sowie verstärkte Kontrollen
zur Bekämpfung illegaler Beschäftigung und Einhaltung von
Kollektivverträgen tragen hierzu wesentlich bei. Übertriebene
Panikmache ist daher fehl am Platz, vielmehr ist eine realistische
Beurteilung der Arbeitsmarktöffnung gefragt."
Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen
Studiengesellschaft im Auftrag der ÖGfE durchgeführt. Befragt wurden
insgesamt 1.009 ÖsterreicherInnen per Telefon im Jänner und im
Februar 2011. Die Zahl der Befragten im Alter bis 35 Jahre betrug
N=304.
Das Gesamtergebnis der österreichweiten Umfrage finden Sie unter
folgendem Link:
http://www.oegfe.at/cms/uploads/media/Hauptaussagen_Arbeitsmarkt.pdf
Rückfragehinweis:
Österreichische Gesellschaft für Europapolitik Mag. Paul Schmidt Tel: (+43/1) 533 49 99 E-Mail: [email protected] www.oegfe.at
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