- 22.04.2011, 10:39:54
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KORRIGIERTE NEUFASSUNG der OTS0037 von HEUTE: 50 Jahre WWF: Jubiläum für den Schutz unseres Planeten
Zahlreiche Erfolge für die Natur weltweit und in Österreich
Wien (OTS) - Am 29. April, feiert die bekannteste
Umweltorganisation der Welt, der World Wide Fund For Nature, ihr
50-jähriges Bestehen und blickt auf zahlreiche Erfolge in fünf
Jahrzehnten zurück. "Der WWF wurde nicht nur international sondern
auch in Österreich zu einem der wichtigsten Sprachrohre für Natur und
Umwelt", so Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin des WWF
Österreich. Gleichzeitig warnt der WWF aber vor dem weiteren Rückgang
der Arten, dem Klimawandel und dem Verlust von Lebensräumen auf allen
Kontinenten.
Der WWF wurde am 29. April 1961 mit dem so genannten
"Morges-Manifest" von Naturliebhabern und bekannten Persönlichkeiten
in der Schweiz gegründet, wo die Organisation auch heute noch ihren
Sitz hat. Heute ist der WWF eine weltumspannende Umwelt- und
Naturschutzorganisation mit fünf Millionen Unterstützern in Hundert
Ländern der Welt. Der WWF arbeitete mit zahlreichen Regierungen,
NGO-Partnern, Unternehmen und einflussreichen Berühmtheiten wie Prinz
Philip von Großbritannien, Prinz Bernhard von den Niederlanden und
Unternehmern wie Luc Hoffmann zusammen. Dieser Weg war
ausschlaggebend für die Erfolge der Organisation in den letzten fünf
Jahrzehnten.
Seit 1961 hat der WWF zahlreiche Erfolge im Umwelt- und
Naturschutz vorzuweisen. Bis heute arbeitete der WWF wesentlich daran
mit, dass mehr als eine Milliarde Hektar Natur unter Schutz gestellt
wurden - das entspricht etwa ein Prozent der Erdoberfläche. Besonders
engagiert war der WWF beim Schutz der Galápagos-Inseln, bei der
Rettung der Tierwelt in Afrika und der Bewahrung der Regenwälder in
Südamerika, im Kongo und in Südostasien. Allein in Brasilien ist der
WWF seit zehn Jahren aktiv um 600.000 Quadratkilometer
Amazonas-Regenwald unter dauerhaften Schutz zu stellen. Die noch
intakten 80 Prozent des Waldes sollen für die kommenden Generationen
bewahrt werden. In den 70er Jahren engagierte sich der WWF für die
Einrichtung der RAMSAR-Konvention zum Schutz der Feuchtgebiete.
Inzwischen gibt es 1.900 solcher wertvollen Regionen mit einer
Gesamtfläche von knapp 190 Millionen Hektar. Zusammen mit der
Weltnaturschutzunion (IUCN) gründete der WWF das Programm TRAFFIC,
durch das heute mehr als 30.000 Pflanzen- und Tierarten in 175
Ländern Schutzstatus genießen. Der WWF ist auch bis heute auf allen
wichtigen internationalen Umwelt- und Klimakonferenzen vertreten.
In weiteren Kampagnen kämpfte die Umweltorganisation für das
Überleben der Tiger, der Wale und setze sich für eine EU-weite
Regelung von giftigen Chemikalien ein. Nicht zuletzt sorgte der WWF
für eine überlebensfähige Population von heute 1.600 Exemplaren
seines Wappentieres, des Großen Panda in China. Weitere
Errungenschaften waren die Einführung des FSC-Zertifikats ("Forest
Stewardship Council") zum Schutz der Wälder und des MSC-Zertifikats
("Marine Stewardship Council") für nachhaltigen Fischfang. Seit 1998
veröffentlicht der WWF mit seinen Partnern den "Living Planet
Report", in dem der Rückgang der Arten und der ökologische Fußabdruck
des Menschen auf den Planeten Erde detailliert beschrieben wird. Seit
2007 organisiert der WWF die globale "Earth Hour", die weltweit
größte Aktion für das Klima. 2012 beteiligten sich daran Hunderte
Millionen Menschen in 135 Ländern. Heute sind es vor allem der
Klimawandel, die Überfischung der Meere und das Artensterben, die im
Zentrum der WWF-Arbeit stehen. "Zwischen 1970 und 2012 wurden 30
Prozent der Arten von uns Menschen ausgerottet. Ohne den WWF und
seine Partner würde diese Zahl mit Sicherheit noch viel höher sein",
ist Aichberger überzeugt.
Der WWF Österreich wurde 1963 gegründet. Zu den wichtigsten
Erfolgen in Österreich zählen die Rettung des Vogelparadieses "Lange
Lacke", der Nationalpark Neusiedlersee, das WWF-Reservat Marchegg mit
der noch heute bestehenden Storchenkolonie. In den 80er Jahren
kämpfte der WWF gegen das Kraftwerk Hainburg und für den späteren
Nationalpark Donauauen. Seit Jahrzehnten arbeitet der WWF Österreich
am Schutz der in unserem Land bedrohten Arten, Feuchtgebiete, Flüsse
und Wälder, ist aber auch international vor allem im Amazonas, in den
Mekongländern, im Pazifik und in Osteuropa aktiv. "Wir hoffen auch
für die nächsten 50 Jahre, dass uns unsere Spender und Partner aus
Wirtschaft, Politik und Kultur auch weiterhin unterstützen, denn die
Aufgabe könnte größer nicht sein - es geht um die Bewahrung unseres
Planeten für eine Welt in der auch die künftigen Generationen eine
lebenswerte Welt vorfinden", appelliert Hildegard Aichberger an die
Unterstützer des WWF.
Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Leiter Medien WWF,
Tel. 01-48817-231 oder 0676-83488231,
Email: [email protected]
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