• 13.04.2011, 08:00:19
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Wozu auf ASVG-Reformkommission aufspringen?

Machen Sie bitte Ihre Hausaufgaben, Herr Mag. Zakostelsky!

Wien (OTS) - Der Sprecher des Fachverbandes der Pensionskassen,
Mag. Zakostelsky, möchte die ASVG-Reformkommission "auf alle drei
Säulen ausweiten" (OTS0063 v. 8.4.2011). Eine solche "Reformfusion"
der sogenannten 3 Säulen ist jedoch abzulehnen! Wenn jede Säule für
sich zur Reform unfähig ist, soll eine gemeinsame Behandlung Erfolg
bringen?

Natürlich wäre ein funktionierendes Pensionskassensystem eine
sinnvolle Ergänzung zum ASVG, nicht aber das österreichische, welches
europaweit das schlechteste ist.

Um die nötigen Voraussetzungen jedoch zu erfüllen, müssten die
Sozialpartner, vor allem aber auch die Pensionskassen(PK) endlich
einmal "Nägel mit Köpfen machen":

Zur Erinnerung: In der Schublade von StSekr Lopatka liegt seit 2
Jahren ein Reformentwurf auf Eis. Sein Mangel: wenn auch von
Sozialpartnern und PK ausverhandelt, bleiben die PK nach wie vor
auch für neue PK-Verträge in der Ansparphase von jeglicher
Ergebnisverantwortung befreit; einzig kosmetische Korrekturen
zugunsten der PK werden berücksichtigt. Die 60.000 derzeitigen
Pensionisten und etwa die Hälfte der 700.000
Anwartschaftsberechtigten, die in sog. Hochzinsverträgen geknebelt
sind, bleiben dabei unberücksichtigt und ihre kalte Enteignung, die
bisher bereits fast die Hälfte der PK-Pensionen und
-Pensionsansprüche aufgefressen hat, geht in die Prolongation.

Diese "Hochzinsverträge" wurden seinerzeit zwischen Dienstgebern
und Pensionskassen ausgehandelt. Für die Dienstgeber hieß es: je
höher der Rechenzins, desto weniger muss eingezahlt werden, man
konnte sich auf Kosten der Mitarbeiter sanieren bzw. sogar üppige
Gewinne lukrieren: die ursprünglichen Firmenpensionsansprüche der
"Begünstigten" wurden zum überwiegenden Teil künftigen (zu hoch
angenommenen, unerzielbaren) Erträgen überantwortet. Seitens der PK
hieß es: wir akzeptieren diese Bedingung, um das für uns lukrative
Geschäft an Land ziehen zu können. Dass das auf dem Rücken der
Betroffenen passiert ist, war beiden Vertragspartnern egal!

Die Pensionskassen glauben nun, den Imageverlust, den sie durch
das Nichterreichen der von ihnen zugesagten Erträge erlitten haben,
damit zudecken zu können, dass sie auf den Zug der
ASVG-Reformkommission aufspringen und sich als Retter der
Altersvorsorge präsentieren wollen. Da können wir nur sagen:
"Schuster, bleib` bei Deinem Leisten!"

Rückfragehinweis:
Günter Braun, Pressesprecher des PEKABE - Schutzverband der Pensionskassenberechtigten
Mailto: [email protected]
Tel. 0699 111 58 699

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