• 12.04.2011, 15:14:20
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ÖBB zu Lopatka: Wieder Ideologie statt Fakten

"ÖBB-Schulden" entstehen durch Infrastrukturinvestitionen der Bundesregierung

Wien (OTS) - Rund 90% der "ÖBB-Schulden" sind Schulden aus
Infrastrukturprojekten, die die ÖBB im Auftrag der Bundesregierung
aufnehmen. Die Regierung bedient sich dabei der ÖBB als
Finanzierungsvehikel. Diese bisher ausgelagerten Staatsschulden nun
in der öffentlichen Diskussion als Ergebnis vermeintlichen
Missmanagements der ÖBB darzustellen, ist eine klare Verdrehung der
Tatsachen.

Die Bundesregierung hat am 01. Februar 2011 einstimmig den Rahmenplan
mit einem Infrastrukturinvestitionsvolumen von 12,8 Mrd. Euro für die
Jahre 2011 bis 2016 im Ministerrat beschlossen hat. Dies wurde auch
von der ÖVP, Finanzminister Pröll und Staatssekretär Lopatka
mitgetragen. Die ÖBB fordern Staatssekretär Lopatka auf, sich zu
seiner Verantwortung für diese Investitionen und auch die Schulden,
die aus den Beschlüssen der Regierung entstehen, zu bekennen.

Erst am 25. Februar 2011 hat sich Lopatka in einem Interview mit der
Tageszeitung die Presse zu diesen Infrastrukturinvestitionen und den
daraus entstehenden Schulden bekannt.
Lopatka gab folgendes zu Protokoll: "Meine Hauptkritik bezieht sich
nicht auf die Schulden im Zusammenhang mit der Infrastruktur "Wenn in
dieser Regierung Beschlüsse gefasst werden, fühle ich mich gebunden.
Dann halte ich mich daran" Was bisher modernisiert wurde, etwa die
Bahnhöfe, das halte ich für eine wichtige Zukunftsinvestition". Diese
Aussagen waren ein neues Signal in der aktuellen Debatte rund um das
Unternehmen ÖBB. Der neuerliche Schwenk von Lopatka ist für das
Management der ÖBB unverständlich. Aussagen wie diese behindern die
Führung des Unternehmen bei der eigentlichen Aufgabe - der Sanierung
der ÖBB.

Neues ÖBB-Management mit Sanierungsprogramm am richtigen Weg
Das forcierte Turn-Around Programm der ÖBB, zeigt bereits Erfolge am
Weg der Sanierung. Die Mitarbeiterzahl wurde 2010 um 1.123 auf 42.482
Mitarbeiter (inkl. Lehrlinge 44.188 / 2009: 43.605 exkl. Lehrlinge,
gesamt 45.186) reduziert. Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter
wurde um ein Jahr auf 53,5 Jahre angehoben. Wenn jene Mitarbeiter
ausgenommen werden, die aus Krankheitsgründen in Pension gingen,
liegen die ÖBB im Schnitt bei 54,8 Jahren, im ASVG-Bereich beträgt
die vergleichbare Zahl laut Hauptverband der
Sozialversicherungsträger durchschnittlich 58,1 Jahre. Gleichzeitig
haben die ÖBB mit 1.174 die geringste Zahl von Pensionierungen seit
zehn Jahren erreicht. Neben einer Reihe weiterer Initiativen ist auch
die RCA Sanierung ist auf dem Weg, die Neustrukturierung defizitärer
Geschäftsfelder und Tarifanpassungen zählen dazu ebenso wie die
Halbierung der RCA-Beteiligungen. Die Produktionsgesellschaft soll in
den nächsten 5 Jahren 80 Millionen Euro einsparen, auch der
Konzerneinkauf mit einem Volumen von 2 Mrd. Euro ist seit Ende 2010
zentral gesteuert, was Einsparungen von 100 Mio. Euro bringt. Der
moderate Lohnabschluss 2010 mit einer Nulllohnrunde der
Führungskräfte hat dem Konzern 2010 ein Kostenminus von fast 20 Mio.
Euro im Vergleich zum Vorjahr gebracht. Ein weiterer wichtiger
Schritt ist die Zusammenlegung der Informations- und
Kommunikationstechnologie (IKT)-Agenden im Konzern, sowie der Abbau
von 1.000 Verwaltungs- und 100 Führungsjobs. Eine Vielzahl weiterer
Maßnahmen befinden sich derzeit in Umsetzung. Durch
Produktivitätssteigerungen im Betrieb lassen sich jedoch niemals
Beträge im Ausmaß der Infrastrukturinvestitionen einsparen.

Rückfragehinweis:
ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation
Sonja Horner
Pressesprecherin
Tel.: 01 93000-44087, Mobil: 0664/6170809
mailto:[email protected]

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