Kogler zu Hypo Alpe-Adria: Für Johannes Ditz gilt die Misstrauensvermutung

Katze aus dem Sack: Hypo-Rettung wird noch teurer

Wien (OTS) - Aufsichtsratschef Johannes Ditz von der Hypo
Alpe-Adria gibt nun zu, dass das Abenteuer "Hypo Alpe-Adria Rettung" für die SteuerzahlerInnen ein Verlust wird. Ditz meinte, er könne keine Garantie dafür abgeben, dass das ganze Steuergeld zurückkommt. Noch vor Kurzem hat dagegen Finanzminister Pröll beteuert, die Staatshilfe sei ein gutes Geschäft für die Republik. Behauptet wurde auch, die Hypo würde die Dividenden regelmäßig bedienen bzw. die Haftungen des Landes Kärnten für die Bank hätten keine Auswirkungen auf das Bundesbudget.

"Ditz lässt die Katze nun aus dem Sack: 1,5 Mrd. Euro hat der Staat schon zugeschossen. 20 Mrd. Euro an Haftungen drohen schlagend zu werden. Und jetzt deutet Ditz an, dass weitere Mittel gebraucht werden könnten", zeigt sich Werner Kogler, stv. Bundessprecher der Grünen, besorgt.
Wenn Ditz weiter behauptet, die Bank solle nicht zerschlagen werden, um gleich darauf den Verkauf der Österreichtochter - und zwar möglichst schnell - anzukündigen, dann kann man nur sagen: "Für Johannes Ditz gilt die Misstrauensvermutung. Es kann nicht sein, dass jetzt die einzigen werthaltigen Teile der Bank schnellschnell innerhalb des notorischen österreichischen Finanzklüngels verschoben werden und die SteuerzahlerInnen mit einer Bad Bank, nämlich dem unverkäuflichen Rest und allen Schulden übrig bleiben." Die Grünen fordern bei Teilverkäufen eine faire, nicht überhastete Ausschreibung mit internationaler Beteiligung, um die Interessen der SteuerzahlerInnen zu schützen.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003