- 11.04.2011, 12:50:19
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Kogler zu Hypo Alpe-Adria: Für Johannes Ditz gilt die Misstrauensvermutung
Katze aus dem Sack: Hypo-Rettung wird noch teurer
Wien (OTS) - Aufsichtsratschef Johannes Ditz von der Hypo
Alpe-Adria gibt nun zu, dass das Abenteuer "Hypo Alpe-Adria Rettung"
für die SteuerzahlerInnen ein Verlust wird. Ditz meinte, er könne
keine Garantie dafür abgeben, dass das ganze Steuergeld zurückkommt.
Noch vor Kurzem hat dagegen Finanzminister Pröll beteuert, die
Staatshilfe sei ein gutes Geschäft für die Republik. Behauptet wurde
auch, die Hypo würde die Dividenden regelmäßig bedienen bzw. die
Haftungen des Landes Kärnten für die Bank hätten keine Auswirkungen
auf das Bundesbudget.
"Ditz lässt die Katze nun aus dem Sack: 1,5 Mrd. Euro hat der Staat
schon zugeschossen. 20 Mrd. Euro an Haftungen drohen schlagend zu
werden. Und jetzt deutet Ditz an, dass weitere Mittel gebraucht
werden könnten", zeigt sich Werner Kogler, stv. Bundessprecher der
Grünen, besorgt.
Wenn Ditz weiter behauptet, die Bank solle nicht zerschlagen werden,
um gleich darauf den Verkauf der Österreichtochter - und zwar
möglichst schnell - anzukündigen, dann kann man nur sagen: "Für
Johannes Ditz gilt die Misstrauensvermutung. Es kann nicht sein, dass
jetzt die einzigen werthaltigen Teile der Bank schnellschnell
innerhalb des notorischen österreichischen Finanzklüngels verschoben
werden und die SteuerzahlerInnen mit einer Bad Bank, nämlich dem
unverkäuflichen Rest und allen Schulden übrig bleiben." Die Grünen
fordern bei Teilverkäufen eine faire, nicht überhastete Ausschreibung
mit internationaler Beteiligung, um die Interessen der
SteuerzahlerInnen zu schützen.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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