• 11.04.2011, 12:40:50
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KV-Runde Elektro-/Elektronikindustrie: Betriebsversammlungen beschlossen

Betriebsratskonferenz: Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp erhöhen Druck vor nächster Verhandlungsrunde am 15. April

Wien (OTS) - (PRO-GE/GPA-djp) - Sehr schwierig laufen heuer die
Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 50.000 Beschäftigten in
der heimischen Elektro- und Elektronikindustrie. Die Verhandlungen
wurden in der zweiten Runde unterbrochen. Der Termin für die nächste
Verhandlung ist der 15. April. Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp
fordern angesichts des starken Wirtschaftswachstums ein kräftiges
Lohn- und Gehaltsplus für die Beschäftigten. Am 11. April fand daher
in Wien eine Konferenz von mehr als 250 Betriebratsvorsitzenden und
ihren StellvertreterInnen statt, bei der die weitere Vorgangsweise
festgelegt wurde. So wurde einstimmig beschlossen, am 18. und 19.
April Betriebsversammlungen in ganz Österreich durchgeführt.++++

Die verhandelnden Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp fordern heuer
ein kräftiges Lohn- und Gehaltsplus für die ArbeitnehmerInnen. "Die
Auftragsbücher sind voll, die Exporte boomen. Die im Jahr 2010 von
den Unternehmen getätigten Ausschüttungen an die Eigentümer waren
enorm. Die Wachstumsprognose für 2011 wurde erneut erhöht und steht
aktuell bei 2,5 Prozent. "Die Beschäftigten haben sich einen
ordentlichen Anteil am Erfolg mehr als verdient. Und angesichts der
massiv steigenden Inflation muss jetzt unbedingt wieder die Kaufkraft
gestärkt werden", fordern PRO-GE-Vorsitzender Rainer Wimmer und der
Vize-Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Karl Proyer.

Die Arbeitgeber haben zuletzt eine Erhöhung der Löhne und Gehälter
um 2,3 Prozent plus eine "vorstellbare Einmalzahlung" angeboten. Dies
wird von den verhandelnden Gewerkschaften sowie von den
Betriebsrätinnen und Bertriebsräten als unzureichend abgelehnt: "Das
derzeitige Angebot ist schlicht unannehmbar", betonen Wimmer und
Proyer. Denn bei einer durchschnittlichen Inflationsrate der letzten
zwölf Monate von 2,1 Prozent entspricht dieses Angebot einer
Reallohnerhöhung von lediglich 0,2 Prozent. "Wir verlangen daher für
die kommende Kollektivvertragsrunde am 15. April von den Arbeitgebern
ein Angebot, mit dem sowohl dauerwirksam die Kaufkraft der Einkommen
als auch eine gerechte Beteiligung am Wirtschaftswachstum gesichert
wird. "Die Betriebsratsvorsitzenden und -stellvertreterInnen
beschließen daher, umgehend für den 18. bzw. 19. April
Betriebsversammlungen in den Betrieben einzuberufen, die
Beschäftigten über den aktuellen Verhandlungsstand zu informieren und
die notwendigen Beschlüsse für die Durchsetzung unserer Forderungen
zu fassen", heißt es in der beschlossenen Resolution.

Rückfragehinweis:

PRO-GE    
   Mathias Beer    
   T: 01 53 444 69035   
   M: 0664 6145 920   
   [email protected]  
   www.proge.at 
   
   GPA-DJP
   Mag. Martin Panholzer
   T: 050301 21 511
   M: 0676 817111 511
   [email protected]
   www.gpa-djp.at

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