• 11.04.2011, 10:33:52
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Zukunftsprogramm der E-Wirtschaft stärkt Standort Österreich

Investitionen und Innovationen für ein zukunftsfähiges Energiesystem sichern tausende Arbeitsplätze und bringen zusätzliches Wachstum im Inland

Wien (OTS) - Die Zukunft der Energieversorgung ist nachhaltig,
effizient und smart und sie basiert vorwiegend auf Strom. Das sind
die tragenden Pfeiler des Zukunftsprogramms der österreichischen
E-Wirtschaft. "Österreichs E-Wirtschaft investiert aktuell jährlich
rund 1,6 Milliarden Euro in den Ausbau der Erzeugung und der
Leitungsnetze und sichert damit über 14.000 Arbeitsplätze", erklärte
Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie,
anlässlich des "Energiefrühstücks", der regionalen
Kommunikationsplattform für Stakeholder der Interessenvertretung der
E-Wirtschaft in Linz.

Im Rahmen des Energiefrühstücks diskutierten Landeshauptmann Josef
Pühringer, Landesrat Rudolf Anschober und der Linzer Bürgermeister
Franz Dobusch mit dem Präsidenten von Oesterreichs Energie,
VERBUND-Vorstandsvorsitzendem Wolfgang Anzengruber, Leo Windtner,
Vizepräsident von Oesterreichs Energie und Generaldirektor der
ENERGIE AG Oberösterreich sowie Wolfgang Dopf, Vorstand der LINZ AG
und mit Stakeholdern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft den Weg
in die Energiezukunft. Oberösterreichs E-Wirtschaft ist bereits voll
auf Zukunftskurs, das beweisen die Projekte der größten
E-Wirtschaftunternehmen des Landes.

Investitionen und Innovationen in nachhaltiges Energiesystem
Zehn Jahre nach dem Beginn der Liberalisierung des europäischen
Strommarktes investiert die österreichische E-Wirtschaft hohe Summen
in den Ausbau einer nachhaltigen Elektrizitätsversorgung. Der
aktuelle Investitionstest der E-Wirtschaft zeigt seit 2006 eine
Steigerung der Mittel für den Ausbau der Stromproduktion und der
Leitungsnetze um durchschnittlich 20 Prozent jährlich. 2008
investierte die E-Wirtschaft 1,3 Mrd. Euro und 2009 waren es bereits
1,6 Mrd. Euro. Bis 2020 sollen die Investitionen in dieser Höhe
weiter gehen, die auch Investitionen in anderen Branchen stimulieren.
"Bis 2020 werden durch die österreichische Elektrizitätswirtschaft
damit mehr als zwei Milliarden Euro an Investitionen in Österreichs
Volkswirtschaft pro Jahr erfolgen, mit denen zusätzliche
Nachfrageeffekte bis zu einer weiteren Milliarde ausgelöst werden
können", so Schmidt. Sie sieht nach einem Jahrzehnt der
Liberalisierung nun eine neue Ära der Investitionen und Innovationen
in der E-Wirtschaft. Das Zukunftsprogramm zeigt die Zukunftskonzepte
in den traditionellen Geschäftsfeldern der
E-Wirtschaft auf und enthält zusätzlich zahlreiche Denk- und
Handlungsimpulse für neue Bereiche, beispielsweise bei der
E-Mobilität oder intelligentem Energiemanagement.

Effizienz und Elektrizität weisen den Weg in die Energiezukunft
Wichtigste Maßnahme für die Zukunft wird sein, die Effizienz des
Energieeinsatzes in Österreich zu verbessern. Mit aktuell bereits
verfügbaren Technologien lässt sich bis 2050 der Energieverbrauch
Österreichs auf etwa 150 Mrd. Kilowattstunden halbieren. Mit
hocheffizienten Gas- und Dampfkraftwerken und
Kraft-Wärme-Kopplungstechnik, mit energieautonomen Gebäuden sowie mit
innovativen Mobilitätskonzepten samt voll-elektrischen Antrieben
sollte bis 2050 der dann erforderliche Bedarf an
Energie-Dienstleistungen mit der Hälfte der derzeitigen Energiemengen
erfüllbar sein. Schmidt: "Bei einer Halbierung des Energieverbrauchs
würde sich der derzeitige Anteil der Elektrizität am Energieverbrauch
von rund 20 auf 40 Prozent verdoppeln. Mit einer Ausweitung der
aktuellen Elektrizitätsmengen um ein Viertel würde Strom 50 Prozent
am Gesamtenergieverbrauch ausmachen."

Nationales Programm für Infrastrukturausbau gefordert
Österreichs Elektrizitätswirtschaft leistet einen überproportionalen
Beitrag zur Erreichung der für 2020 gesetzten Energie- und
Klimaziele. Erstes Ziel ist eine Steigerung der Stromerzeugung aus
erneuerbaren Energien um ein Viertel von 48 Mrd. Kilowattstunden auf
über 60 Mrd. Kilowattstunden. Schmidt: "Die Unternehmen der
österreichischen E-Wirtschaft sind bereit, gemeinsam mit der Politik
und allen interessierten Stakeholdern eine Energie-Roadmap für die
Zukunft zu verwirklichen. Dazu erforderlich ist ein nationales
Programm zur Umsetzung der Energiestrategie, das alle
Gebietskörperschaften und beteiligten Ministerien einbezieht und das
planbare Rahmenbedingungen für die langfristig zu tätigenden
Investitionen schafft." Zum Aufbau von Smart Grids plädieren
E-Wirtschaft und Österreichs Technologieunternehmen für einen
nationalen Schulterschluss.

Elektrizitätswirtschaft in Oberösterreich auf Zukunftskurs
ENERGIE AG: 100.000 intelligente Stromzähler
Die Energiezukunft Oberösterreichs braucht zur Integration von
dezentralen Erzeugungsanlagen intelligente Stromnetze. Mit dem
flächendeckenden Ausbau der Smart Meter gehört die ENERGIE AG zu den
Vorreitern in Europa. Mehr als 23.000 Zähler sind bereits montiert,
nun startet der Roll-out von weiteren 100.000 Stück. "Smart Metering
und Smart Grids sind die Basis für die Einführung nachhaltiger
Energiesysteme wie erneuerbare Energien oder Elektromobilität",
erklärt Generaldirektor der ENERGIE AG Leo Windtner.

Fernwärmeoffensive der LINZ AG als Beitrag zum Klimaschutz
Als moderne Stadt verfügt Linz über ein innovatives und sauberes
Energiesystem. Mit modernen Kraftwerksanlagen und
Kraft-Wärme-Kopplungstechnik erzeugt die LINZ AG Strom und Fernwärme
gleichzeitig umweltfreundlich und hocheffizient. "Die LINZ AG
steigert mit der Fernwärmeoffensive bis 2015 den Anteil an Fernwärme
versorgten Wohnungen auf 65 Prozent. Mit der höchsten Anschlussdichte
und dem niedrigsten Fernwärmepreis ist Linz die Fernwärmehauptstadt
Österreichs", so Vorstandsdirektor der LINZ AG Wolfgang Dopf. Bis
2015 soll der Anteil an fernwärmeversorgten Wohnungen im Rahmen einer
Investitionsoffensive um weitere 40 Prozent auf 70.000 gesteigert
werden.

VERBUND forciert Wasserkraft und Pumpspeicher
In Oberösterreich setzt VERBUND mit dem Energiespeicher Riedl und der
Modernisierung von Kraftwerken und Netzen alles daran, um die
Umstellung auf erneuerbare Energien zu beschleunigen. "Es wäre
fahrlässig, die Ausbaumöglichkeiten bei Wasserkraft und
Pumpspeicherkraftwerken nicht zu nutzen", so der Vorstandsvorsitzende
der VERBUND AG Wolfgang Anzengruber. "Mit dem Energiespeicher Riedl
sichern wir in Zukunft die saubere Stromversorgung und die
nachhaltige Reduktion der CO2-Emissionen." Im Ausgleich zur
schwankenden Erzeugung von dezentralen erneuerbaren Quellen wie Wind-
und Solarkraft gibt es im Pumpspeicherbereich weiteres hohes
Potenzial.

Rückfragehinweis:

Oesterreichs Energie
   Ernst Brandstetter
   Pressesprecher
   Tel.: 0043 1 50198 - 260
   mailto:[email protected]
   www.oesterreichsenergie.at

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