• 07.04.2011, 13:56:10
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Weltgesundheitstag - Oberhauser: Bakterien immer häufiger resistent gegen Antibiotika

Bester Schutz ist Prävention und vernünftiger Antibiotika-Einsatz

Wien (OTS/SK) - "Wir sind heute mit einem sich ausbreitenden
Phänomen konfrontiert: Bakterien, die häufig vorkommen und
lebensbedrohliche Infektionen verursachen, entwickeln zunehmend
Resistenzen gegen Antibiotika. Das bedeutet, krankmachende Bakterien
reagieren nicht mehr auf eine bestimmte Wirkstoffgruppe. Alleine in
der EU sterben jährlich 25.000 Menschen an Infektionen mit
resistenten Bakterien", so SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine
Oberhauser anlässlich des heutigen Weltgesundheitstages gegenüber dem
Pressedienst der SPÖ. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den
Weltgesundheitstag daher heuer auch unter das Motto "Tackling
antimicrobial Resistance" ("Antibiotikaresistenzen bekämpfen"
gestellt. ****

Diese Resistenz sei oft auf den übermäßigen Einsatz - auch als
Futterzusatz in der Tierfütterung - von Antibiotika bzw. deren
unsachgemäßen Gebrauch zurückzuführen, so Oberhauser. Ziel ist es,
die Wirkung von Antibiotika, aber auch von Medikamenten zur
Behandlung von Malaria und HIV/AIDS für weitere Generationen zu
erhalten.

"Der beste Schutz vor Infektionskrankheiten ist die Prävention. Egal,
ob es sich dabei um Impfungen oder wie im Falle von AIDS um
geschützten Verkehr handelt. Das müssen wir verstärkt ins Bewusstsein
der Bevölkerung bringen. Zwar verfügen wir in Österreich über das
beste Gesundheitssystem der Welt, aber wir müssen auch positiv auf
andere Staaten einwirken, denn Bakterien kennen bekanntlich keine
Grenzen", so Oberhauser.

Oberstes Ziel muss die Sensibilisierung der Patientinnen und
Patienten für die Risiken von Gebrauch und Missbrauch von Antibiotika
sein. "Die Bestrebungen, der Resistenzentwicklung durch vernünftigen
Antibiotika-Einsatz entgegenzuwirken, müssen weiter verfolgt werden.
Aber auch die verschreibenden Ärzte, die Pharmaindustrie und die
Viehwirtschaft dürfen wir dabei nicht aus der Verantwortung nehmen",
betont Oberhauser. (Schluss) bj/sl/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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