BIO AUSTRIA: BIO-Fleisch wird ohne Klonen produziert

Obmann Vierbauch bedauert das Scheitern der Verhandlungen zur Kennzeichnungspflicht von Klonfleisch

Wien (OTS) - BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch betont angesichts gescheiterter EU-Verhandlungen zur Regelung von Klonfleisch, dass in der biologischen Landwirtschaft das Klonen als Zuchtmethode untersagt ist. Rudi Vierbauch: "Wir bedauern das Scheitern der Verhandlungen für gesetzliche Regelungen von Klonfleisch. Wie schon in der Frage genmanipulierter Pflanzen wurde dem mehrheitlichen Willen der EU-BürgerInnen nicht entsprochen und Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Herkunft und Produktionsart von Lebensmitteln nicht gesetzlich verankert. Mit Bio steht den Konsumenten allerdings eine Alternative zur Verfügung, die das Klonen verbietet und durch unabhängige Kontrollen und Rückverfolgbarkeit den Konsumenten höchstmögliche Sicherheit bietet."

Bio-Richtlinie untersagt Klonen

Strenge Standards und unabhängige Kontrollen sichern hohes Vertrauen in Bio. In der EU-Bio-Verordnung 834/2007 ist in Art. 14 zur Tierzucht festgelegt, dass "Andere Formen der künstlichen Fortpflanzung, wie zum Beispiel Klonen und Embryonentransfer" untersagt sind. Die Verhandlungen über eine EU-weite, allgemein gültige gesetzliche Regelung für Klonfleisch sind dieser Tage gescheitert. Nach jahrelangen Verhandlungen konnten sich die EU-Kommission, der Ministerrat und das Europaparlament weder auf ein generelles Verbot, noch auf eine Kennzeichnungspflicht einigen.

BürgerInnen lehnen Klonen ab

Die 2008 erhobenen Daten* über die Meinung der EU-BürgerInnen zur Frage des Klonens sprechen eine eindeutige Sprache: 83% verlangen eine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, die von Nachkommen von Klontieren stammen. Die Mehrheit der EU-BürgerInnen, 63%, gab an, dass es unwahrscheinlich sei, dass sie Milch oder Fleisch von geklonten Tieren kaufen würde.

61% der Befragten halten das Klonen für moralisch falsch. 69% der Befragten befürchten, dass das Klonen von Tieren dazu führt, Tiere mehr als Objekte denn als Lebewesen wahrzunehmen. 58% sprachen sich klar dafür aus, dass die Lebensmittelproduktion das Klonen niemals rechtfertigen sollte. Nach Einschätzung von 86% der Befragten, ist die Lebensmittelindustrie Nutznießerin des Klonverfahrens, der Nutzen für Bauern und KonsumentInnen wurde in Zweifel gezogen. Die Akzeptanz des Klonens erreichte in Österreich mit 9% im Allgemeinen und mit 3% für die Lebensmittelproduktion die niedrigsten Werte in der EU.

* Flash Eurobarometer, European Commission: Europeans' attitudes toward animal cloning. Analytical Report. Fieldwork: July 2008, Publication October 2008. Im Internet verfügbar unter
http://www.ots.at/redirect/eurobarometer

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