- 07.04.2011, 10:32:25
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BIO AUSTRIA: BIO-Fleisch wird ohne Klonen produziert
Obmann Vierbauch bedauert das Scheitern der Verhandlungen zur Kennzeichnungspflicht von Klonfleisch
Wien (OTS) - BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch betont angesichts
gescheiterter EU-Verhandlungen zur Regelung von Klonfleisch, dass in
der biologischen Landwirtschaft das Klonen als Zuchtmethode untersagt
ist. Rudi Vierbauch: "Wir bedauern das Scheitern der Verhandlungen
für gesetzliche Regelungen von Klonfleisch. Wie schon in der Frage
genmanipulierter Pflanzen wurde dem mehrheitlichen Willen der
EU-BürgerInnen nicht entsprochen und Transparenz und
Nachvollziehbarkeit von Herkunft und Produktionsart von Lebensmitteln
nicht gesetzlich verankert. Mit Bio steht den Konsumenten allerdings
eine Alternative zur Verfügung, die das Klonen verbietet und durch
unabhängige Kontrollen und Rückverfolgbarkeit den Konsumenten
höchstmögliche Sicherheit bietet."
Bio-Richtlinie untersagt Klonen
Strenge Standards und unabhängige Kontrollen sichern hohes
Vertrauen in Bio. In der EU-Bio-Verordnung 834/2007 ist in Art. 14
zur Tierzucht festgelegt, dass "Andere Formen der künstlichen
Fortpflanzung, wie zum Beispiel Klonen und Embryonentransfer"
untersagt sind. Die Verhandlungen über eine EU-weite, allgemein
gültige gesetzliche Regelung für Klonfleisch sind dieser Tage
gescheitert. Nach jahrelangen Verhandlungen konnten sich die
EU-Kommission, der Ministerrat und das Europaparlament weder auf ein
generelles Verbot, noch auf eine Kennzeichnungspflicht einigen.
BürgerInnen lehnen Klonen ab
Die 2008 erhobenen Daten* über die Meinung der EU-BürgerInnen zur
Frage des Klonens sprechen eine eindeutige Sprache: 83% verlangen
eine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, die von Nachkommen von
Klontieren stammen. Die Mehrheit der EU-BürgerInnen, 63%, gab an,
dass es unwahrscheinlich sei, dass sie Milch oder Fleisch von
geklonten Tieren kaufen würde.
61% der Befragten halten das Klonen für moralisch falsch. 69% der
Befragten befürchten, dass das Klonen von Tieren dazu führt, Tiere
mehr als Objekte denn als Lebewesen wahrzunehmen. 58% sprachen sich
klar dafür aus, dass die Lebensmittelproduktion das Klonen niemals
rechtfertigen sollte. Nach Einschätzung von 86% der Befragten, ist
die Lebensmittelindustrie Nutznießerin des Klonverfahrens, der Nutzen
für Bauern und KonsumentInnen wurde in Zweifel gezogen. Die Akzeptanz
des Klonens erreichte in Österreich mit 9% im Allgemeinen und mit 3%
für die Lebensmittelproduktion die niedrigsten Werte in der EU.
* Flash Eurobarometer, European Commission: Europeans' attitudes
toward animal cloning. Analytical Report. Fieldwork: July 2008,
Publication October 2008. Im Internet verfügbar unter
http://www.ots.at/redirect/eurobarometer
Rückfragehinweis:
Eva Straka, Pressesprecherin BIO AUSTRIA
Tel: 0676/842 214 214
E-Mail: [email protected]
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