WKÖ-Pichler: "Wirtschafts-Grundwissen in allen Ausbildungszweigen besser verankern"

Kreditwirtschaft begrüßt die "Initiative Wirtschaftswissen" der OeNB

Wien (OTS/PWK236) - "Die heimische Kreditwirtschaft begrüßt die von der Österreichischen Nationalbank ins Leben gerufene Initiative Finanzwissen , für die der Startschuss heute, Freitag, gefallen ist", unterstrich Herbert Pichler, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), bei der Auftaktveranstaltung in der OeNB.

Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten sei ein diesbezügliches Basiswissen umso wichtiger. "Die Wirtschaft, insbesondere die Kredit- und Versicherungswirtschaft in Österreich, ist an einer Verbesserung des finanziellen Allgemeinwissens und einem verantwortungsvollen Umgang mit Geld besonders interessiert und hat vielfache Initiativen in diese Richtung gesetzt". Als Beispiel nennt Pichler etwa die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Schule, an der Wirtschaftskammer Österreich, Sparkassenverband sowie die gesamte Kredit- und Versicherungswirtschaft maßgeblich mitwirken. "Wir wollen auch weiterhin einen Beitrag dazu leisten. Das Grundwissen über Finanzwirtschaft und Wirtschaft, insbesondere über Notwendigkeiten und Abläufe, muss in allen Ausbildungszweigen besser verankert werden."

"Ich war stets und bin auch weiterhin überzeugt, dass aber nur eine Gesamtkonzeption, hinter der alle Bereiche, die einen Beitrag zu einer objektiven Information und zur Verbesserung des finanziellen Basiswissens beitragen können, stehen, Erfolg haben kann", so Pichler.

Zahlreiche Beispiele zeigen, dass unabhängige fachliche Unterstützung vor allem der Lehrer in ihrer Unterrichtsarbeit durch Einbringen von Fachwissen bei der Entwicklung didaktisch aufbereiteter Unterrichtsmaterialien geleistet wurde. "Wie die Zugriffe bzw. Downloads zeigen, erfreuen sich die Unterrichtsmaterialien einer hohen Akzeptanz bei den Lehrern. Die Zugriffe auf der entsprechenden Website liegen 2010 bei 65.000 und die Downloads bei den verschiedenen Publikationen in Summe bei 20.000. Große Nachfrage besteht etwa für das neue Medienpaket Banken und Versicherungen , für die Informationen rund um den richtigen Umgang mit Geld sowie die themenspezifische Lehrunterlage für Volksschulen", führte Pichler aus.

Er sprach sich dafür aus, dass in einem Gesamtkonzept Finanz- und Wirtschaftswissen Bestandteil der Allgemeinbildung seien und im Lehrplan ebenso wie im Rahmen der Ausbildung zu Geographie- und Wirtschaftskundelehrerinnen und -lehrern in Österreich stärker als bisher berücksichtigt werden müsse. Pichler betonte auch, dass Finanz- und Wirtschaftswissen in allen Lehrplänen in Kombination mit klaren Lern- und Zielvorgaben verankert sein sollte. "Eine weitere wichtige Zielgruppe ist jene der Lehrlinge: Diese verfügen als erste Jugendliche über ein regelmäßiges eigenes Einkommen. Nicht nur deshalb wäre ein verstärkter Einbau von Lehrinhalten zum Finanzwissen in den Lehrplan der Berufsschulen und des Polytechnikums sinnvoll."

Genauso vehement trat Bundessparten-Geschäftsführer Pichler für die mediale Anerkennung eines Gesamtkonzeptes in Sachen Wirtschaftswissen als Allgemeinbildung in Form von Unterstützung ein. Eine entscheidende Rolle komme dabei dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu, so der Vertreter der heimischen Kredit- und Versicherungswirtschaft. (JR)

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