• 01.04.2011, 11:16:57
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WKÖ-Pichler: "Wirtschafts-Grundwissen in allen Ausbildungszweigen besser verankern"

Kreditwirtschaft begrüßt die "Initiative Wirtschaftswissen" der OeNB

Wien (OTS/PWK236) - "Die heimische Kreditwirtschaft begrüßt die
von der Österreichischen Nationalbank ins Leben gerufene \x{2588}Initiative
Finanzwissen\x{2588}, für die der Startschuss heute, Freitag, gefallen ist",
unterstrich Herbert Pichler, Geschäftsführer der Bundessparte Bank
und Versicherung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), bei der
Auftaktveranstaltung in der OeNB.

Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten sei ein
diesbezügliches Basiswissen umso wichtiger. "Die Wirtschaft,
insbesondere die Kredit- und Versicherungswirtschaft in Österreich,
ist an einer Verbesserung des finanziellen Allgemeinwissens und einem
verantwortungsvollen Umgang mit Geld besonders interessiert und hat
vielfache Initiativen in diese Richtung gesetzt". Als Beispiel nennt
Pichler etwa die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Schule, an der
Wirtschaftskammer Österreich, Sparkassenverband sowie die gesamte
Kredit- und Versicherungswirtschaft maßgeblich mitwirken. "Wir wollen
auch weiterhin einen Beitrag dazu leisten. Das Grundwissen über
Finanzwirtschaft und Wirtschaft, insbesondere über Notwendigkeiten
und Abläufe, muss in allen Ausbildungszweigen besser verankert
werden."

"Ich war stets und bin auch weiterhin überzeugt, dass aber nur
eine Gesamtkonzeption, hinter der alle Bereiche, die einen Beitrag zu
einer objektiven Information und zur Verbesserung des finanziellen
Basiswissens beitragen können, stehen, Erfolg haben kann", so
Pichler.

Zahlreiche Beispiele zeigen, dass unabhängige fachliche
Unterstützung vor allem der Lehrer in ihrer Unterrichtsarbeit durch
Einbringen von Fachwissen bei der Entwicklung didaktisch
aufbereiteter Unterrichtsmaterialien geleistet wurde. "Wie die
Zugriffe bzw. Downloads zeigen, erfreuen sich die
Unterrichtsmaterialien einer hohen Akzeptanz bei den Lehrern. Die
Zugriffe auf der entsprechenden Website liegen 2010 bei 65.000 und
die Downloads bei den verschiedenen Publikationen in Summe bei
20.000. Große Nachfrage besteht etwa für das neue Medienpaket \x{2588}Banken
und Versicherungen\x{2588}, für die Informationen rund um den richtigen
Umgang mit Geld sowie die themenspezifische Lehrunterlage für
Volksschulen", führte Pichler aus.

Er sprach sich dafür aus, dass in einem Gesamtkonzept Finanz- und
Wirtschaftswissen Bestandteil der Allgemeinbildung seien und im
Lehrplan ebenso wie im Rahmen der Ausbildung zu Geographie- und
Wirtschaftskundelehrerinnen und -lehrern in Österreich stärker als
bisher berücksichtigt werden müsse. Pichler betonte auch, dass
Finanz- und Wirtschaftswissen in allen Lehrplänen in Kombination mit
klaren Lern- und Zielvorgaben verankert sein sollte. "Eine weitere
wichtige Zielgruppe ist jene der Lehrlinge: Diese verfügen als erste
Jugendliche über ein regelmäßiges eigenes Einkommen. Nicht nur
deshalb wäre ein verstärkter Einbau von Lehrinhalten zum Finanzwissen
in den Lehrplan der Berufsschulen und des Polytechnikums sinnvoll."

Genauso vehement trat Bundessparten-Geschäftsführer Pichler für
die mediale Anerkennung eines Gesamtkonzeptes in Sachen
Wirtschaftswissen als Allgemeinbildung in Form von Unterstützung ein.
Eine entscheidende Rolle komme dabei dem öffentlich-rechtlichen
Rundfunk zu, so der Vertreter der heimischen Kredit- und
Versicherungswirtschaft. (JR)

Rückfragehinweis:

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