• 31.03.2011, 12:00:19
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LH Dörfler: Innenministerium muss Ausbildung von Exekutivbeamten sicherstellen

Ausbildungsstopp von Jungpolizisten ist klar abzulehnen - Resolution an Innenministerium bei nächster Regierungssitzung

Klagenfurt (OTS/LPD) - Für Sicherheitsreferent Landeshauptmann
Gerhard Dörfler ist der heute, Donnerstag, bekannt gewordene
Ausbildungsstopp für angehende Polizisten ein Anschlag auf das
Polizei- und Sicherheitsgefüge in Kärnten. "Dass bereits in Kärnten
durch Aufnahmetests ausgewählte Frauen und Männer nicht mit der
Ausbildung beginnen dürfen, ist ein reines politisches Kräftemessen
seitens des Innenministeriums und strikt abzulehnen. Ich fordere die
Innenministerin auf, diesen Ausbildungsstopp umgehend wieder zurück
zu nehmen und den in Kärnten dringend benötigten zusätzlichen
Polizisten eine Ausbildung zu ermöglichen", erklärt Dörfler.

Nur wenn im eigenen Bundesland regelmäßig Ausbildungslehrgänge
stattfinden, haben die jungen Einsatzkräfte die Möglichkeit, auch in
ihrer Heimat Dienst zu versehen. Wenn nämlich junge Menschen
beispielsweise in Wien oder Niederösterreich zu Polizisten
ausgebildet werden, müssen sie auch in ihrem Ausbildungsbundesland
Dienst versehen und eine Dienstversetzung nach Kärnten sei nur
schwierig möglich.

Außerdem zeige das derzeitige Durchschnittsalter von Kärntner
Polizisten mit 46 Jahren, dass dringend junge, frisch ausgebildete
Exekutivbeamte benötigt werden. "Betrachtet man allein die Zahl der
Pensionierungen von 150 Beamten bis zum Jahr 2013, müssen bei
Innenministerin Maria Fekter die Alarmglocken schrillen. Wer soll
diese Beamten nachbesetzen, wenn keine frisch ausgebildeten Kräfte
dazu kommen. Allein über Dienstversetzungen aus anderen Bundesländern
ist das Pensionierungsproblem nicht zu lösen, auch wenn ich ständig
bemüht bin, über Verhandlungen mit dem Innenministerium Kärntner
Polizisten aus anderen Bundesländern zurück nach Kärnten zu holen",
stellt der Landeshauptmann klar. Jene 45 Polizisten, die mit Sommer
den aktuell laufenden Ausbildungslehrgang beenden, können die
bevorstehenden Pensionierungen nicht kompensieren.

Aus diesem Grund wird der Landeshauptmann in der Regierungssitzung am
kommenden Dienstag eine Resolution einbringen und darin die
Innenministerin auffordern, die Ausbildungslehrgänge in Kärnten
langfristig sicherzustellen. "Seitens des Innenministeriums ist
rasches Handeln gefordert. In einem ersten Schritt muss der
Ausbildungslehrgang für 2012 sichergestellt werden und danach müssen
schon jetzt die Ausbildungsmöglichkeiten für Jungpolizisten für die
nächsten Jahre fixiert werden", so Dörfler, der nochmals daran
erinnert, dass sich eine ständige Abnahme der Anzahl von Polizisten
zu einem massiven Sicherheitsproblem für die Bevölkerung entwickeln
könnte. "Kärnten braucht eine ausreichende Zahl an Polizisten, um die
Sicherheit im Land zu gewährleisten und der organisierten
Kriminalität entgegen zu treten", so Dörfler.

(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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