- 29.03.2011, 12:08:15
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Umweltdachverband: Lob für LH-Stv. Brenner - nun steigt auch Salzburg aus Atomstromhandel aus!
- UWD: Konkreter Atomstrom-Ausstiegsplan für Salzburg AG-Tochter MyElectric soll im Landtag behandelt werden
Wien (OTS) - - UWD an LH Burgstaller: Heimische Flüsse jetzt nicht
der Kraftwerkslobby opfern
"LH-Stv. David Brenner hat heute bekannt gegeben, dass die Tochter
der landeseigenen Salzburg AG, MyElectric, die 2010 die größte
Atomstrom-Dreckschleuder der Republik war und dafür vom
Umweltdachverband kürzlich die "dirtiest" Atom-Birne bekam, aus den
Atomstromgeschäften aussteigen werde. Brenner, der auch
Aufsichtsratsvorsitzender der Salzburg AG ist, hat sich nach den
Enthüllungen des UWD gemeinsam mit dem Vorstand der Salzburg AG klar
festgelegt: Die MyElectric muss so rasch wie möglich weg vom
UTCE-Stromanteil, in dem auch 30 % Atomstrom enthalten ist. Wir
begrüßen diesen verantwortungsvollen Schritt Brenners, mit dem die
MyElectric künftig in eine saubere Anbieter-Zukunft geht und damit
endlich der Salzburg AG folgt, die ja heute bereits einen Anteil von
0 % UTCE-Mix im Stromabsatz hat", sagt Gerhard Heilingbrunner,
Präsident des Umweltdachverbandes.
UWD fordert: Aus des Billig-Atomstromhandels auch für Verbundchef
Anzengruber
"Der Billigatomstrom aus dem europäischen UCTE-Mix wird nicht wegen
der Versorgungssicherheit Österreichs importiert, sondern
ausschließlich nur, um neue KundInnen mit billigerem Strom zum
Lieferantenwechsel zu ködern. Die Werbeaktionen zum
Stromanbieterwechsel von Verbundchef Wolfgang Anzengruber, wo mit
einem Bonus von zwei Monaten Gratisstrom geworben wird, sind
ungeheuerlich. In der Vorwoche hat der Tiroler LH Platter
versprochen, dass die TIWAG aus dem Atomstromhandel austeigen wird,
nun steigt Salzburg aus, bleibt die offene Frage: Wann wacht endlich
Bundeskanzler Werner Faymann auf und stoppt den Billigatomstromhandel
der staatlichen Verbundgesellschaft?", so Heilingbrunner.
UWD an LH Burgstaller: Energiespar- und Optimierungsinitiative in
Salzburg starten
"Das klare Nein von LH-Stv. Brenner zu Atomstromimporten darf jetzt
keinesfalls als Freibrief für einen ungezügelten Ausbau der
Wasserkraft in Salzburg interpretiert werden. Der letzte Woche vom
Landtag gefasste Grundsatzbeschluss zum Ausbau der Wasserkraft in
Salzburg, der von LH Gabi Burgstaller höchst persönlich massiv
gepusht wurde, kann auch bestehende Gesetze auf europäischer Ebene
aushebeln. Zudem ist das vollmundige beschwören von Arbeitsplätzen
durch den Bau der Anlagen Arbeitsplatzpolitik der 70er Jahre. Wenn
die Landeshauptfrau mit ihren Vorstellungen für eine Salzburger
Energiezukunft nicht Schiffbruch erleiden will, sollte sie jetzt
Maßnahmen in Richtung Energiesparen, Optimierung, Modernisierung und
Effizienzsteigerung mit einer gleichzeitigen Ökologisierung
bestehender Wasserkraftanlagen an die oberste Stelle setzen. Damit
sind weitaus höhere Wirkungsgrade möglich, ohne wertvolle Natur zu
zerstören", so Heilingbrunner, der an LH Burgstaller appelliert,
unverzüglich eine Energiespar- und Optimierungsoffensive in Salzburg
zu starten.
Rückfragehinweis:
Umweltdachverband Dr.in Sylvia Steinbauer Öffentlichkeitsarbeit Tel.: (++43-1)40113/21 mailto:[email protected] http://www.umweltdachverband.at
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