• 25.03.2011, 09:56:24
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Wirtschaftswachstum bleibt zu Jahresbeginn kräftig

Ergebnisse des OeNB-Konjunkturindikators vom März 2011

Wien (OTS) - Die österreichische Wirtschaft expandiert derzeit -
angetrieben von einer robusten Auslandsnachfrage - vergleichsweise
kräftig. Die Ergebnisse des OeNB-Konjunkturindikators zeigen im
Vergleich zum Vorquartal für das erste Quartal 2011 ein Wachstum des
realen BIP von 0,6% (saison- und arbeitstägig bereinigt) an. Im
zweiten Quartal 2011 ist mit einer geringfügigen Abschwächung des
Wachstums auf 0,5% zu rechnen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal
ergibt sich damit im ersten Quartal 2011 ein Wachstum von 3,5% und im
zweiten Quartal 2011 von 3,0%.

Der Aufschwung der letzten Quartale ist vor allem auf die Erholung
der Weltwirtschaft zurückzuführen, die sich besser als noch vor
wenigen Monaten erwartet entwickelte. Im vierten Quartal schwächte
sich die Exportkonjunktur zwar vorübergehend ab; dies ist vor dem
Hintergrund des rasanten Wachstums davor jedoch nicht überraschend.
Die Ergebnisse des auf Fahrleistungsdaten der ASFINAG basierenden
OeNB-Exportindikators zeigen für die Monate Jänner und Feber aber,
dass die Exporte weiter expandieren. Von der Katastrophe in Japan
sollten aufgrund der geringen Rolle Japans als Handelspartner
Österreichs (0,8% der österreichischen Güterexporte entfielen im Jahr
2009 auf Japan) nach derzeitigem Stand direkt keine dämpfenden
Effekte für die österreichische Wirtschaft ausgehen.

Die Einschätzung der Konjunkturlage gestaltet sich derzeit
schwierig, da die Konjunkturindikatoren teilweise widersprüchliche
Signale aussenden. Während die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
für das vierte Quartal ein starkes Wachstum von 0,8% ausweist, deuten
die Entwicklungen der Güterexporte sowie der Industrieproduktion auf
eine verhaltene Entwicklung der österreichischen Wirtschaft in diesem
Zeitraum hin.

Die zugrundeliegende Wachstumsdynamik erscheint trotz temporär
dämpfender Faktoren für die Konjunktur aber intakt. Nach einer Phase
der expansiven Fiskalpolitik belasten die erforderlichen
Konsolidierungsmaßnahmen das verfügbare Haushaltseinkommen der
privaten Haushalte. In Verbindung mit den stark steigenden Energie-
und Rohstoffpreisen gehen davon dämpfende Effekte für den privaten
Konsum aus.

Die derzeit sehr günstige Lage am Arbeitsmarkt wirkt sich hingegen
positiv auf die Einkommenssituation der privaten Haushalte aus. Die
Beschäftigung wächst wieder kräftig und führt zu rückläufigen
Arbeitslosenzahlen. Diese Entwicklung dürfte auch in den nächsten
Monaten anhalten. Darauf deuten sowohl der starke Anstieg der
gemeldeten offenen Stellen wie auch der massive Rückgang der Zahl der
beabsichtigten Kündigungen hin. Positive Impulse werden in der
nächsten Zeit vor allem von den Exporten und Investitionen kommen.
Auch dürfte die Phase des Lageraufbaus noch nicht zum Stillstand
gekommen sein und das Wachstum stützen.

Die nächste Veröffentlichung des OeNB-Konjunkturindikators ist für
Juli 2011 vorgesehen.

Grafiken und Tabellen siehe www.oenb.at

Rückfragehinweis:
Oesterreichische Nationalbank
Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43-1 404 20/6666
http://www.oenb.at

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