Umweltdachverband an Bundeskanzler Faymann: Stellen Sie den Handel mit Atomstrom sofort ab!

- Offener Brief an BK Faymann: Schluss mit dem Ökoschwindel! - Atomstromimporte von Verbundtochter müssen gestoppt werden - Energiesparen und Effizienzsteigerungen sind die Zukunft!

Wien (OTS) - Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Werner Faymann,

Wir begrüßen Ihre zuletzt angekündigten Initiativen für einen Ausstieg aus der Atomkraft. Wir freuen uns auch darüber, dass Sie Schulter an Schulter gegen die Atomindustrie und deren Lügengebäude kämpfen und die Menschen gegen die Atomlobby mobilisieren wollen. Wenn Österreich seinen Anti-Atom-Kurs wirklich ernst meint, muss es jetzt auch Schluss mit dem subventionierten Atom-Dumpingstrom machen. Allein für den österreichischen Endkundenmarkt fällt jährlich umgerechnet rund 7,2 Tonnen radioaktiver Abfall an, der direkt von den Atomstromanbietern wie der Verbund Power Sales, der MyElectric & Co. mitverschuldet wird. Die Bundesregierung darf die unverantwortliche Stromhandelspraxis von heimischen Energieversorgern, die überwiegend im öffentlichen Mehrheitseigentum stehen, nicht länger hinnehmen! Der Ökoschwindel jener Unternehmen, die dreckigen Strom der großen Atom-Konzerne und deren Schrottreaktoren in unser Land schleusen, weiterverkaufen und in großem Stil an den Strombörsen handeln, nach außen aber nur mit Erneuerbaren werben, darf nicht länger toleriert werden.

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, wir erwarten uns von Ihnen klare Anweisungen an jene Energieversorger, die mit Atomstrom handeln, diese Praxis offenzulegen und auch in ihrem Außenauftritt einzugestehen, oder diesen Handel abzustellen. Insbesondere muss die Direktive an Verbundchef Wolfgang Anzengruber gehen, die Billigstromwerbeschiene unverzüglich zu stoppen und keinen Atomabfall mehr für Österreich zu produzieren. Von der Bundesregierung erwarten wir klare Anweisungen an die Verbundgesellschaft, die im Mehrheitseigentum der Republik Österreich steht.

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, wir appellieren an Sie, zu aller erst eine Energiesparoffensive zu starten. Setzen sie Effizienzsteigerung und die Optimierung bestehender Anlagen durch und fördern Sie den naturverträglichen Ausbau von Solar, Photovoltaik, Biomasse und Wind und naturverträgliche Wasserkraft. Der Fokus muss jetzt aber ganz klar auf Energieeinsparung liegen. Das mag zwar unpopulär sein, ist aber der einzige Weg aus der Sackgasse!

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes
Michael Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes

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