• 21.03.2011, 10:00:09
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Umweltdachverband an Bundeskanzler Faymann: Stellen Sie den Handel mit Atomstrom sofort ab!

- Offener Brief an BK Faymann: Schluss mit dem Ökoschwindel! - Atomstromimporte von Verbundtochter müssen gestoppt werden - Energiesparen und Effizienzsteigerungen sind die Zukunft!

Wien (OTS) - Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Werner Faymann,

Wir begrüßen Ihre zuletzt angekündigten Initiativen für einen
Ausstieg aus der Atomkraft. Wir freuen uns auch darüber, dass Sie
Schulter an Schulter gegen die Atomindustrie und deren Lügengebäude
kämpfen und die Menschen gegen die Atomlobby mobilisieren wollen.
Wenn Österreich seinen Anti-Atom-Kurs wirklich ernst meint, muss es
jetzt auch Schluss mit dem subventionierten Atom-Dumpingstrom machen.
Allein für den österreichischen Endkundenmarkt fällt jährlich
umgerechnet rund 7,2 Tonnen radioaktiver Abfall an, der direkt von
den Atomstromanbietern wie der Verbund Power Sales, der MyElectric &
Co. mitverschuldet wird. Die Bundesregierung darf die
unverantwortliche Stromhandelspraxis von heimischen
Energieversorgern, die überwiegend im öffentlichen Mehrheitseigentum
stehen, nicht länger hinnehmen! Der Ökoschwindel jener Unternehmen,
die dreckigen Strom der großen Atom-Konzerne und deren
Schrottreaktoren in unser Land schleusen, weiterverkaufen und in
großem Stil an den Strombörsen handeln, nach außen aber nur mit
Erneuerbaren werben, darf nicht länger toleriert werden.

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, wir erwarten uns von Ihnen klare
Anweisungen an jene Energieversorger, die mit Atomstrom handeln,
diese Praxis offenzulegen und auch in ihrem Außenauftritt
einzugestehen, oder diesen Handel abzustellen. Insbesondere muss die
Direktive an Verbundchef Wolfgang Anzengruber gehen, die
Billigstromwerbeschiene unverzüglich zu stoppen und keinen Atomabfall
mehr für Österreich zu produzieren. Von der Bundesregierung erwarten
wir klare Anweisungen an die Verbundgesellschaft, die im
Mehrheitseigentum der Republik Österreich steht.

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, wir appellieren an Sie, zu aller
erst eine Energiesparoffensive zu starten. Setzen sie
Effizienzsteigerung und die Optimierung bestehender Anlagen durch und
fördern Sie den naturverträglichen Ausbau von Solar, Photovoltaik,
Biomasse und Wind und naturverträgliche Wasserkraft. Der Fokus muss
jetzt aber ganz klar auf Energieeinsparung liegen. Das mag zwar
unpopulär sein, ist aber der einzige Weg aus der Sackgasse!

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes
Michael Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes

Rückfragehinweis:

Umweltdachverband
   Dr.in Sylvia Steinbauer
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: (++43-1)40113/21
   mailto:[email protected]
   http://www.umweltdachverband.at

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