Bundesministerin Heinisch-Hosek: "Jede Frau hat ein Recht auf Bildung"

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek eröffnet den internationalen Frauengipfel "WIENERIN Summit 2011"

Wien (OTS) - "Der Weg zur Gleichstellung von Männern und Frauen
ist noch lange nicht zu Ende. Ein wesentlicher Schlüssel dabei ist der Zugang von Mädchen und Frauen zu Bildung und die Möglichkeit, das Erlernte auch anzuwenden", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute in ihrer Eröffnungsrede anlässlich des internationalen Frauengipfels "WIENERIN Summit 2011" in der Wiener Hofburg. Die Zeitschrift "WIENERIN" hatte zu einem Kongress mit internationalen Expertinnen und Experten eingeladen, um neue Impulse zum Thema "Frauenbildung für eine bessere Welt" zu geben.

"Bildung ist ein Garant für das Wohlergehen einer Gesellschaft. Frauenbildung lohnt sich doppelt, denn als Multiplikatorinnen geben Frauen ihr Wissen an ihre Kinder und die Gesellschaft insgesamt weiter", sagte die Frauenministerin, die auch als Schirmherrin der Veranstaltung fungiert. Bildung sei wesentlich, um sein Leben selbstbestimmt gestalten zu können und Armut zu überwinden. "Sein erworbenes Wissen anwenden zu können, ist letztlich auch ein Garant für eine funktionierende Demokratie", so Heinisch-Hosek. Bei den jüngsten Umbrüchen in Ägypten hätten Frauen sich maßgeblich beteiligt. Jetzt müsse dafür Sorge getragen werden, dass sie auch in der künftigen Gestaltung des Landes gleichberechtigt mitentscheiden können.

"Wir haben weltweit noch keine gleichen Ausgangsbedingungen beim Zugang zu Bildung. Daher ist es notwendig, das Recht auf Bildung für Frauen und Mädchen weiterhin einzufordern", sagte die Frauenministerin. Auf internationaler Ebene habe sich hier mit Jahresbeginn einiges bewegt, indem die Vereinten Nationen eine eigene Einheit für Gleichstellung und Frauenrechte, die UN Women, gegründet haben. "UN Women wird eine starke Stimme für die Rechte von Frauen weltweit sein", so Heinisch-Hosek.

"Die Welt ist auch in Österreich noch nicht in Ordnung. Trotz eines hohen Bildungsniveaus von Frauen gibt es immer noch markante Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen. Wir haben zwar eine hohe Frauenerwerbsquote in Österreich, aber darunter sind viele Teilzeitarbeitsplätze. Und Teilzeitarbeit bedeutet weniger Gehalt und oft geringere Karrierechancen", sagte die Frauenministerin. Obwohl rund 270 verschiedene Lehrberufe in Österreich zur Auswahl stünden, würde sich weiterhin mehr als die Hälfte der Mädchen für nur drei Ausbildungen entscheiden, nämlich Friseurin, Verkäuferin oder Sekretärin. "Ich würde mir wünschen, dass sich mehr Mädchen auch in technische und naturwissenschaftliche Berufe vorwagen, die meist ein höheres Einkommensniveau ermöglichen. Wir müssen sie hier weiterhin unterstützen und motivieren", sagte Heinisch-Hosek.

"Die Bundesregierung hat diese Woche einen wichtigen Schritt gesetzt, indem sie sich eine Frauenquote für die Aufsichtsräte staatsnaher Unternehmen verordnet hat. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber noch nicht das Ende des Weges zu einer tatsächlichen Gleichstellung", sagte die Frauenministerin. Die heutige Konferenz sei ein wichtiger Impuls, um die Partizipation von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen voran zu bringen. "Ich danke allen, die heute ihre Erfahrungen einbringen und damit einen wichtigen Beitrag leisten, unseren Weg zur Gleichberechtigung frei zu machen", so Heinisch-Hosek abschließend.

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