• 16.03.2011, 19:38:25
  • /
  • OTS0348 OTW0348

neues Volksblatt: "Begrenzt" (Von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 17. März 2011

Linz (OTS) - Wie viele Schreckensbilder und Horrornachrichten
verträgt der Mensch? Jedenfalls keine unbegrenzte Zahl. "Ich kann
davon nichts mehr hören! Ich kann diese Bilder nicht mehr sehen" -
das ist die Reaktion, die bei den Menschen nach einer gewissen Zeit
einsetzt. Nicht aus Teilnahmslosigkeit, sondern weil der Mensch eben
nur eine begrenzte Menge an negativen Informationen aushält, sich
dagegen sozusagen ""schützt", indem er die Informationsaufnahme
verweigert. Das wissen die Medien, daher ist zu beobachten, dass die
Intensität der Berichterstattung über Katastrophen nach einer
gewissen Zeit zurückgeht, auch wenn sich an deren Tragik nichts
geändert hat. Genau das ist die Problematik im jetzigen Fall Japan.
Es wird der Tag kommen, an dem die weltweite Aufmerksamkeit
nachlässt, Japans Tragödien nicht mehr die gesamte Medienwelt
dominieren. In dieser "post-sensationellen" Zeit wird es aber umso
wichtiger sein, dass Japan und die dort betroffenen Menschen nicht
allein gelassen werden, dass die Hilfe weitergeht, auch abseits der
TV-Kameras. Und ebenso wichtig wird sein, dass das Bewusstsein für
die eminenten Gefahren der Atomenergie erhalten bleibt, nicht nur in
Japan. Sonst könnte sich die Atomlobby ins Fäustchen lachen.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel