- 16.03.2011, 11:15:12
- /
- OTS0136 OTW0136
ÖGB-Achitz: Pflegefonds wichtiger Schritt zur Sozialmilliarde
Sachleistungsprinzip soll Frauen von Familienpflege entlasten
Wien (OTS/ÖGB) - "Die Einigung auf den Pflegefonds ist ein
wichtiger Schritt zur Sozialmilliarde, die der ÖGB vehement
eingefordert hat. Die Dotierung von derzeit 700 Millionen Euro muss
aber perspektivisch an die steigenden Bedürfnisse angepasst werden.
Bei der konkreten Umsetzung muss das Prinzip Sachleistungen vor
Geldleistungen umgesetzt werden. Mit dem Pflegefonds müssen die
Defizite bei Pflege und Betreuung beseitigt werden. Ganz wesentlich
ist für den ÖGB aber, dass damit zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen
werden", sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB.
"Mit dem Pflegefonds konnte Sozialminister Rudolf Hundstorfer
sicherstellen, dass die Pflege großteils durch die öffentliche Hand
finanziert wird", sagt Achitz. Zu verhindern gilt es, dass immer mehr
Menschen in private Pflegeversicherungen mit Prämienaufschlägen für
RisikopatientInnen abwandern, was automatisch zu
Zwei-Klassen-Versorgung führen würde.
Nun muss im gesamten Pflegesystem verstärkt von Geldleistungen auf
Sachleistungen umgeschichtet werden, um die Angehörigen zu entlasten,
vor allem die Frauen, bei denen 80 Prozent der innerfamiliären
Pflegearbeit hängenbleibt. "Das Sachleistungsprinzip soll aber auch
den Trend stoppen, dass immer mehr Pflegearbeit durch nicht dafür
qualifizierte Hilfskräfte durchgeführt wird", sagt Achitz.
Der ÖGB fordert bessere Ausbildung und adäquate Bezahlung der
Menschen, die im Pflegebereich arbeiten. "Nur wenn die
Arbeitsbedingungen passen, wird sich das Problem des Personalmangels
in Pflege und Betreuung lösen lassen", so Achitz.
Rückfragehinweis:
ÖGB Öffentlichkeitsarbeit
Florian Kräftner
(01)53 444-39 264
[email protected]
www.facebook.at/fairteilen
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB






