- 14.03.2011, 11:01:12
- /
- OTS0079 OTW0079
WWF, Greenpeace und GLOBAL 2000 wollen Spendenabsetzbarkeit ab 2011
Voller Einsatz gegen Atomkraft und für die Natur: Appell an Bundesregierung
Wien. (OTS) - Die Umweltorganisationen WWF, Greenpeace und GLOBAL
2000 begrüßen die gestrige Entscheidung der Bundesregierung Umwelt-
Natur- und Tierschutzorganisationen in den Kreis der begünstigen
Organisationen für die Spendenabsetzbarkeit aufzunehmen. Die
Umweltschutzorganisationen appellieren an Finanzminister Josef Pröll
die Spendenabsetzbarkeit rückwirkend zum 1. 1. 2011 einzuführen.
Angesichts der Nuklearkatastrophe in Japan wird das Jahr 2011 das
Jahr der Entscheidung über die Rückkehr der Atomkraft oder deren
weltweite Ablehnung. "Angesichts der Atomkatastrophe in Japan
brauchen die Umweltorganisationen jetzt im Jahr 2011 jeden
Spenden-Euro um den Kampf gegen Atomreaktoren und die Zerstörung
unserer Natur erfolgreich führen zu können", so die Geschäftsführer
von Greenpeace, WWF und GLOBAL 2000. Alle drei großen
Umweltorganisationen würden sich wünschen, dass das Gesetz sobald wie
möglich in Kraft tritt, damit die Aufnahme in die Liste der
begünstigten Organisationen stattfinden kann.
Die drei Umweltorganisationen kritisieren, dass die
Spendenabsetzbarkeit trotz ausreichender Finanzierungsbasis erst ab
dem Jahr 2012 gelten soll und fordern eine rückwirkende Gültigkeit ab
Anfang 2011. "Es wäre vollkommen unverständlich und inakzeptabel,
wenn der Umweltschutz ein weiteres Jahr auf Spenden verzichten
müsste. Wir hoffen, dass es im Zuge des parlamentarischen Prozesses
und dem für heute angekündigten Start der Begutachtung zu einer
Vorverlegung auf Jänner 2011 kommt", fordern WWF-Geschäftsführerin
Hildegard Aichberger, Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit und
GLOBAL 2000 Geschäftsführer Klaus Kastenhofer übereinstimmend. "Seit
der nuklearen Kettenkatastrophe in Japan ist der Kampf gegen die
Atomkraft dringender denn je."
Die Absetzbarkeit von Spenden wurde im Jahr 2009 für karitative
Organisationen eingeführt und damals auch rückwirkend bis
Jahresbeginn 2009 beschlossen. Nach zwei Jahren wurde im Zuge einer
Evaluation festgestellt, dass von den ursprünglich bis zu Hundert
Millionen Euro, die für die Spendenabsetzbarkeit vorgesehen waren,
nur 20 Millionen Euro benötigt worden sind. Daraus ergibt sich, dass
ein mehr als ausreichender finanzieller Spielraum besteht, um Spenden
für Umweltschutz schon ab Anfang 2011 absetzbar zu machen.
Rückfragehinweis:
Franko Petri, WWF Pressesprecher, Tel. 01-48817-231 oder 0676-83488231.
Alexander Egit, Geschäftsführer Greenpeace, Tel: 0664-3262555.
Klaus Kastenhofer , Geschäftsführer GLOBAL 2000, Tel: 0699-14200032.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WWF






