- 11.03.2011, 09:40:28
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Österreich kann bei Weltbank- und IDB-Projekten punkten
AWO führte Unternehmen zu internationalen Finanzinstitutionen - Weltbank vergibt jährlich rund 70 Mrd. Dollar an Krediten für Entwicklungsprojekte
Wien (OTS/PWK170) - Im Rahmen einer Marktsondierungsreise der
Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ konnten diese Woche
österreichische Unternehmen die Geschäftschancen bei Weltbank und
Inter-Amerikanischer Entwicklungsbank (IDB) in Washington D.C.
ausloten. "Immerhin vergibt die Weltbank rund 70 Mrd. US-Dollar pro
Jahr an Krediten für Entwicklungsprojekte in der ganzen Welt, die IDB
für den lateinamerikanischen Raum rund 13 Mrd. US-Dollar. Wir wollen
österreichischen Unternehmen dabei helfen, an diese Projekte
heranzukommen", betont Gerrit Hengstler, österreichische
Wirtschaftsdelegierte in Washington. Die Marktsondierungsreise wurde
im Rahmen der Exportoffensive "go international" abgehalten.
Die teilnehmenden Unternehmen spiegelten das gesamte Spektrum der
Entwicklungsschwerpunkte dieser beiden Banken wieder. Angefangen mit
Ausbildung (Jugend und eine Welt/Don Bosco) und sozialem Wohnbau
(Prilhofer Consulting) über Eisenbahninfrastruktur (Plasser &
Theurer), Landwirtschaft (ADCON Telemetry, Wintersteiger AG),
Klimaschutz und Umwelt (ALLPLAN), Wasserversorgung (Elin
Wasserwerkstechnik GmbH, Martinek Watermanagement GmbH) bis hin zu
neuen Bezahlsystemen via Handy (Net1 Universal Technologies) und
sicherheitskritischen Kommunikationssystemen (Frequentis AG).
Hengstler: "Obwohl alle Teilnehmer umfassende Exporterfahrung, auch
in Entwicklungsländern, haben, war es für viele der erste Besuch bei
Weltbank und IDB. Voraussichtlich wird es aber nicht der letzte sein,
da dieses Geschäft eine intensive Kontaktpflege und Betreuung
erfordert."
Wie es funktionieren kann, zeigt Klaus Reisinger vom
Beratungsunternehmen ALLPLAN auf: "Dies war unser dritter Besuch bei
beiden Institutionen. Der erste Besuch diente der Vorstellung des
Unternehmens. Nach dem zweiten Besuch konnten wir einen kleinen
IDB-finanzierten Beratungsauftrag im Energieeffizienzbereich in der
Karibik an Land ziehen und jetzt haben wir die erste
Weltbank-Ausschreibung gewonnen." Ein Projekt in Kolumbien bei dem
ALLPLAN die kolumbianische Papierindustrie zum Thema Energieeffizienz
berät. "Sobald man die ersten Referenzen hat, wird es leichter", ist
Reisinger überzeugt.
Österreichische Unternehmen verdienen im Jahr durchschnittlich 81
Mio. Dollar mit Weltbank-finanzierten Aufträgen. "Hierbei handelt es
sich nur um die Direktaufträge über einem gewissen Schwellenwert, die
an Unternehmen mit Hauptsitz in Österreich vergeben werden. Rechnet
man kleinere Aufträge, sowie Zulieferungen und Aufträge von
ausländischen Tochterunternehmen hinzu kommt man auf ein vermutlich
mindestens doppelt so hohes Ergebnis", sagt Wirtschaftsdelegierte
Hengstler. Schwerpunkte der Weltbank finden sich genau in jenen
Bereichen, in denen Österreich Spezialwissen vorzuweisen hat, wie
z.B. Infrastruktur, erneuerbare Energien, Umwelttechnik, Klimaschutz,
Wasser und Landwirtschaft. Einige Unternehmen nutzen diese
Geschäftschancen bereits erfolgreich. Für andere ist die unbekannte
Institution Weltbank noch eine Hürde, die es zu überwinden gilt.
Deshalb hat sich die Außenwirtschaft Österreich auch das Ziel
gesetzt, den österreichischen Exporteuren diesen Geschäftsbereich
zugänglicher zu machen. "Auch im laufenden Jahr wird es daher
zahlreiche Veranstaltungen in Österreich und im Ausland zum Thema
Entwicklungsbanken und internationales Projektgeschäft geben", so
Hengstler abschließend. (BS)
Rückfragehinweis:
AußenwirtschaftsCenter Washington
Mag. Gerrit Hengstler
Telefon: +1 202 537 50 47
E-Mail: [email protected]
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