- 08.03.2011, 11:05:25
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Einladung zur Pressekonferenz: ExpertInnen gegen "verordnete gemeinsame Obsorge"
"Sorgerechte nur bei geteilten Sorgepflichten"
Wien (OTS) - Bereits im letzten Jahr hat der Vorschlag von
Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, die bestehende
Obsorgeregelung zu verschärfen, eine heftige Debatte ausgelöst.
InteressensvertreterInnen und ExpertInnen verschiedener Bereiche
warnen seit Monaten vor den Gefahren und Konsequenzen der geplanten
Neuregelung. Jetzt wurde der Entwurf zum
Kindschaftsrechtsänderungsgesetz 2012 vorgelegt, ohne die massiven
Bedenken der ExpertInnen zu berücksichtigen - und er ist höchst
umstritten.
Am 10. März lädt die Arbeitsgruppe Sorgepflicht für Kinder (SOPKI)
aus aktuellem Anlass zu einer Pressekonferenz mit ExpertInnen aus den
Bereichen Gewaltschutz, Kinderschutz, Alleinerziehende, Justiz und
Familienrecht. Sie alle sprechen sich gegen die von der
Justizministerin geplante Reform der Obsorge aus.
Es wird befürchtet, dass das geplante Gesetz Auseinandersetzungen
zwischen den Eltern verschärft und somit zu Lasten des Kindeswohls
geht. Im derzeitigen Entwurf bleibt die Berücksichtigung von Gewalt
im Zusammenhang mit der Obsorgeregelung äußerst unklar. Zudem sind
geplante Regelungen bezüglich Wohnsitz und Besuchskontakt aus Sicht
der PraktikerInnen umstritten.
Die Arbeitsgruppe Sorgepflicht für Kinder (SOPKI) hat sich 2010
vor dem Hintergrund der Debatte über eine automatische gemeinsame
Obsorge zusammengeschlossen. Wir sprechen explizit von
"Obsorgepflichten", um im Interesse der Kinder die elterlichen
Pflichten vor die elterlichen Rechte zu stellen.
Die Arbeitsgruppe zählt derzeit folgende Mitglieder:
Männerberatung Wien, Netzwerk österreichischer Frauen- &
Mädchenberatungsstellen, Österreichischer Kinderschutzbund & Verein
für gewaltlose Erziehung, Österreichische Plattform für
Alleinerziehende (ÖPA), Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
(AÖF), Verein Wiener Frauenhäuser, White Ribbon und Wiener
Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie.
Die Arbeitsgruppe Sorgepflicht für Kinder (SOPKI) nimmt Stellung zum
geplanten Kindschaftsrechtsänderungsgesetz 2012
ExpertInnen am Podium:
- Andrea Brem, Geschäftsführerin Verein Wiener Frauenhäuser
- Gert Czermak, Stv. Obmann Österreichischer Kinderschutzbund
- Ursula Hubacek, Rechtsanwältin, Verein Frauen-Rechtsschutz
- Rosa Logar, Geschäftsführerin Wiener Interventionsstelle gegen
Gewalt in der Familie
- Doris Pettighofer, Österreichische Plattform für Alleinerziehende
(ÖPA)
- Petra Smutny, Richterin, Oberlandesgericht Wien
- Barbara Stekl, Juristin, Verein Frauen beraten Frauen
Moderation: Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin Verein Autonome
Österreichische Frauenhäuser (AÖF)
Datum: 10.3.2011, um 11:00 Uhr
Ort: Café Prückel (Luegerplatz)
Stubenring 24, 1010 WienRückfragehinweis:
Maria Rösslhumer | Tel: 0664 7930789 |
Email: [email protected]
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