Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek: "Väterkarenz ist machbar"

Präsentation des Projekts "Väterkarenz"

Wien (OTS) - "Väterkarenz ist ein Profit für die Männer. Es bedeutet, sich Zeit mit den Kindern zu gönnen und Bindungen aufzubauen. Wir wissen, dass zwei Drittel der Männer bereit sind, in Väterkarenz zu gehen. Viele tun es schon, aber andere zögern noch, denn derzeit gehen erst fünf Prozent der Männer in Karenz. Das einkommensabhängige Kindergeld ist dabei eine wichtige Grundlage für mehr Väterbeteiligung: Über elf Prozent der BezieherInnen dieser Variante sind Männer. Unser Ziel ist es, den Anteil der Väterbeteiligung auf 20 Prozent zu steigern", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek gestern bei der Eröffnung des Diskurs-Cafés "Papa ist der Beste, aber wie Papa-fit ist Ihr Unternehmen?" Die Veranstaltung fand im Rahmen der Väterkarenz-Informationsoffensive für die Wirtschaft in Wien statt.

Die relativ niedrige Väterbeteiligung wäre auf den Gegenwind aus dem persönlichen und beruflichen Umfeld zurückzuführen. Darum würde das "Projekt Väterkarenz" Unternehmen unterstützen, "ein gutes Karenzmanagement zu betreiben und Wege zu finden, mit den Anforderungen umgehen zu können", so Heinisch-Hosek. Es habe zudem viele Vorteile, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für einige Zeit den Arbeitsplatz verlassen und damit einen Perspektivenwechsel vornehmen würden. "Diese kommen als zufriedene, ausgeglichene und hoch motivierte Mitarbeiter zurück", so die Frauenministerin.

In Betrieben und Unternehmen müsse mehr Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass Väterkarenz immer mehr zur gesellschaftlichen Realität werde. Es gehe darum, gemeinsam mit der Wirtschaft eine neue Unternehmenskultur zu entwickeln, die Männer motiviert, eine Väterkarenz in Anspruch zu nehmen. "Denn Väterkarenz ist eine Win-win-Situation: Sie ist gut für die Väter, die ihre privaten Interessen mit den betrieblichen Erfordernissen vereinbaren können. Sie ist gut für die Mütter, die früher wieder in den Arbeitsmarkt einsteigen können und sie ist gut für die Kinder, die zu beiden Eltern eine stärkere Bindung aufbauen können. Väterkarenz ist aber auch gut für die Unternehmen, deren Mitarbeiter motiviert und mit einem neuen Blick auf die Welt zurückkommen. Wir werben mit dieser Aktion dafür, dass Männer ihr eigenes Selbstbild positiv überdenken, denn die Väterkarenz stellt einen Mehrwert dar", so die Frauenministerin abschließend.

Im Auftrag der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz sowie in Kooperation mit dem ÖGB, der Wirtschaftskammer, der Arbeiterkammer, der Landwirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung veranstaltet das abz*austria in den kommenden Monaten in allen Bundesländern zahlreiche kostenlose Workshops zu Väterkarenz und Elternteilzeit. Diese richten sich vor allem an PersonalistInnen in Klein- und Mittelbetrieben. Darin werden Informationen über die rechtlichen Rahmenbedingungen, ein aktives Karenzmanagement und diverse Umsetzungsmöglichkeiten geboten. Ziel ist es, den Unternehmen Instrumente in die Hand zu geben, wie sie am besten mit den entstehenden betrieblichen Herausforderungen umgehen können.

Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at, kostenfrei abrufbar.

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Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
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