Tierschutzprozess: Richterin kündigt vorzeitiges Ende an

Schlussplädoyers Anfang April, Urteilsverkündung Ende April - alle ZeugInnen der Verteidigung werden nicht gehört

Wien (OTS) - In der heutigen Verhandlung im Tierschutzprozess im Landesgericht Wr. Neustadt ließ Richterin Mag. Sonja Arleth eine Bombe platzen. Sie werde dieses Verfahren nicht mehr länger weiterführen und möchte es raschest möglich abschließen. Offenbar sollen auch jene Zeugen und Zeuginnen der Anklage, die von der Verteidigung noch nicht befragt worden sind, nicht mehr erneut in den Zeugenstand gerufen werden. Stattdessen werden die polizeilichen Abschlussberichte an verschiedenen Tagen bis 21 Uhr verlesen, auch für die Schlussplädoyers Anfang April sollen die Gerichtstage bis 21 Uhr verlängert werden. Danach gibt es Ende April nur noch die Unteilsverkündung.

Seit Anfang Februar 2011 waren bereits keine PolizeischülerInnen mehr im Gerichtssaal. Heute wurde bekannt gegeben, dass auch die BesucherInnen keine Ausweise mehr vorweisen müssen. Selbst die erhöhte Polizeibewachung wurde abgezogen.

Hauptangeklagter VGT Obmann DDr. Martin Balluch kommentiert: "Wir sind sehr erfreut zu hören, dass dieser Prozess jetzt endlich ein Ende nehmen wird. Der Spuk mit den PolizeischülerInnen im Gerichtssaal ist ja schon seit einem Monat vorbei. Jetzt wo die BesucherInnen keine Ausweise mehr zeigen müssen kehrt endlich wieder Normalität ein. Es war höchst an der Zeit, dass jemand in diesem absurden Theater eine Notbremse zieht. Für das Urteil reicht dem Gericht offenbar die Präsentation der Anklage. Es hat sich gezeigt:
Ein Indizienprozess ohne jedes Indiz. Dass der Prozess bereits nach der Anklagepräsentation endet, ohne dass die Verteidigung ihre Argumente vorzubringen braucht, sagt wohl alles."

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DDr. Martin Balluch, Tel.: 0676-7203954, Email: martin.balluch@vgt.at

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