• 25.02.2011, 15:10:03
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ÖBB begrüßen ÖVP-Kurswechsel bei Republik-Schulden

Lopatka-Bekenntnis zur Infrastruktur-Verschuldung wichtiges Signal ÖBB-Management arbeitet konsequent an der Unternehmenssanierung

Wien (OTS) - Die ÖBB begrüßen das neue Bekenntnis von
Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka zu den Regierungsbeschlüssen
für Infrastrukturinvestitionen und den daraus entstehenden Schulden.
In einem heute erschienenen Interview mit der Tageszeitung "Die
Presse" gibt Lopatka Folgendes zu Protokoll: "Meine Hauptkritik
bezieht sich nicht auf die Schulden im Zusammenhang mit der
Infrastruktur "Wenn in dieser Regierung Beschlüsse gefasst werden,
fühle ich mich gebunden. Dann halte ich mich daran" Was bisher
modernisiert wurde, etwa die Bahnhöfe, das halte ich für eine
wichtige Zukunftsinvestition". Diese Aussagen seien ein neues Signal
in der aktuellen Debatte rund um das Unternehmen ÖBB und deren
Schulden im Auftrag der Republik. Als jenes Unternehmen, das die von
der Republik beschlossenen staatlichen
Eisenbahn-Infrastrukturprojekte umsetzen soll und die entstehenden
Schulden zu tragen hat, bewerten die ÖBB den Richtungswechsel der ÖVP
in der öffentlichen Diskussion als sehr positiv. Als
Finanzierungsvehikel der Bundesregierung ist für die ÖBB die klare
Trennung von Staats- und Unternehmensverantwortung wichtig. Rund 90%
der ÖBB-Schulden sind Schulden aus Infrastrukturprojekten, im Auftrag
der Bundesregierung. Bisher hatte das Finanzministerium zwar die
Beschlüsse mitgefasst, aber im Gegenzug die "Schulden der ÖBB"
beklagt, die ja in Wahrheit Schulden im Auftrag der Republik sind.

Neues ÖBB-Management mit Sanierungsprogramm am richtigen Weg
Das forcierte Turn-Around Programm der ÖBB zeigt bereits Erfolge am
Weg der Sanierung. Die Mitarbeiterzahl wurde 2010 um 1.123 auf 42.482
Mitarbeiter (inkl. Lehrlinge 44.188 / 2009: 43.605 exkl. Lehrlinge,
gesamt 45.186) reduziert. Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter
wurde um ein Jahr auf 53,5 Jahre angehoben. Wenn jene Mitarbeiter
ausgenommen werden, die aus Krankheitsgründen in Pension gingen,
liegen die ÖBB im Schnitt bei 54,8 Jahren, im ASVG-Bereich beträgt
die vergleichbare Zahl laut Wirtschaftsforschungsinstitut 59 Jahre.
Gleichzeitig haben die ÖBB mit 1174 die geringste Zahl von
Pensionierungen seit zehn Jahren erreicht. Neben einer Reihe weiterer
Initiativen ist auch die RCA- Sanierung auf dem Weg, die
Neustrukturierung defizitärer Geschäftsfelder und Tarifanpassungen
zählen dazu ebenso wie die Halbierung der RCA-Beteiligungen. Die
Produktionsgesellschaft soll in den nächsten 5 Jahren 66 Millionen
Euro einsparen, auch der Konzerneinkauf mit einem Volumen von 2 Mrd.
Euro ist seit Ende 2010 zentral gesteuert, was Einsparungen von 100
Mio. Euro bringt. Der moderate Lohnabschluss 2010 mit einer
Nulllohnrunde der Führungskräfte hat dem Konzern 2010 ein Kostenminus
von fast 20 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr gebracht. Ein weiterer
wichtiger Schritt ist die Zusammenlegung der Informations- und
Kommunikationstechnologie (IKT)-Agenden im Konzern, sowie der Abbau
von 1.000 Verwaltungs- und 100 Führungsjobs.

Pünktlichkeit hoch wie nie
Insgesamt sind 95,3 % aller Züge pünktlich, im Nahverkehr sind die
Ergebnisse noch besser: Bei der S-Bahn liegt die Pünktlichkeit bei
beeindruckenden 98,3 Prozent - das ist Schweizer Niveau.

Rückfragehinweis:
ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation
Sonja Horner
Pressesprecherin
Tel.: 01 93000-44087, Mobil: 0664/6170809
mailto:[email protected]

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