- 25.02.2011, 11:26:57
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Heimische Gastronomie setzt immer mehr auf Herkunftssicherung
Trend zu Regionalität und Qualität mobilisiert auch den Großhandel
Wien (OTS) - Das AMA-Gastrosiegel gibt es nunmehr seit drei
Jahren. Über 1.200 Betriebe konnten mittlerweile diese Auszeichnung
mit dem Siegel erlangen. Analysen der Stamm- und Kontrolldaten haben
ergeben, dass sich das Einkaufsverhalten der teilnehmenden
Gastronomen verändert hat: Sie kaufen immer mehr regionale Produkte,
die herkunftsgesichert sind. Auch der Gastro-Großhandel hat sich auf
diese neuen Bedingungen eingestellt und bietet zunehmend regionale
Markenprogramme an.
AMA-Gastrosiegel: EU-weit einzigartig
Vor drei Jahren wurde auf Initiative des Kuratoriums Kulinarisches
Erbe das AMA-Gastrosiegel ins Leben gerufen. Damit wird die
Rohstoffherkunft in der Gastronomie sichergestellt. Mittlerweile
nehmen bereits über 1.200 Betriebe in ganz Österreich an diesem
EU-weit einzigartigen Herkunftssicherungssystem teil. Im Detail
bedeutet dies, dass die Gastronomen aus fünf Produktkategorien
individuell jene Produkte auswählen, deren Herkunft in der
Speisekarte gekennzeichnet wird. Diese Kategorien umfassen Fleisch,
Milch, Eier, Obst & Gemüse, Wild und Süßwasserfisch.
Das AMA-Gastrosystem ist einzigartig, weil es bislang weder auf
nationaler noch auf EU-Ebene eine "Regelung zur Kennzeichnung und
Dokumentation näherer Angaben bei zubereiteten landwirtschaftlichen
Produkten in der Gastronomie und Hotellerie" gab. Die Betriebe, die
das AMA-Gastrosiegel tragen, sind zudem auf allen modernen
Kommunikationsschienen präsent. Dazu gehören das AMA-Icon auf Herold,
die Website www.ama-gastrosiegel.at, eine iPhone-App und die
Integration in das Navigationssystem von Wisepilot.
Immer mehr Fleisch aus regionaler Herkunft
Im AMA-Gastrosystem können sich die Gastronomen in der Kategorie
Fleisch eine oder mehrere Sorten aussuchen, mit der sie am
Zertifizierungsprozess teilnehmen. Am häufigsten wird dabei Rind
gewählt, der Prozentsatz hat sich zwischen 2010 und 2011 von 80% auf
84% gesteigert. Bei Schwein, dem zweitwichtigsten Fleischsegment in
diesem Ranking, ist dieser Prozentsatz innerhalb eines Jahres von 67%
auf 74% gestiegen. Wie Vergleiche mit den früheren Jahren zeigen,
wird Fleisch für die Gastronomie immer mehr in der örtlichen
Fleischerei (29%) und direkt beim Landwirt aus der Region (22%)
gekauft. Rund 15% werden vom Gastro-Großhandel bezogen. Der Rest
kommt vom regionalen Händler.
Gastronomie zunehmend wichtiger Partner der Landwirtschaft
"Die heimische Gastronomie greift zunehmend zu Produkten, die in
der Region verfügbar sind. Der lokale Fleischhauer und der Landwirt
aus der unmittelbaren Nähe werden immer mehr zu beliebten
Bezugsquellen. Nähe und Regionalität werden wichtiger in der Frage
des Vertrauens und der Authentizität. Beides sind auch schwerwiegende
Verkaufsargumente. Dass nun deutlich mehr herkunftsgesichertes Rind
und Schwein am Einkaufszettel der Wirte steht, macht sie in
Kombination mit unserer regionalen Herkunftssicherung zu immer
wichtigeren Partnern der Landwirtschaft", betont Sabine Flöcklmüller,
Geschäftsführerin des Kuratoriums Kulinarisches Erbe.
Gastro-Großhandel forciert Markenprogramme
Auch der Gastro-Großhandel hat die Chancen erkannt, die eine
Herkunftssicherung der Produkte bietet. Erzeugnisse, die
AMA-Gastrosiegel-tauglich sind, werden deshalb extra auf der Rechnung
als solche ausgewiesen. Um eine attraktive Auswahl an geeigneten
Produkten bieten zu können, setzt der Großhandel wiederum verstärkt
auf regionale Markenprogramme mit Herkunftssicherung. In manchen
C+C-Märkten sind bereits über tausend gesicherte Marken verfügbar.
Besondere Bedeutung spielen die Großmärkte für die Gastronomie im
Segment Milch und Milchprodukte.
Gemeinsame Chance: regionale Produkte mit Herkunftssicherung
"Landwirtschaft, Gastronomie und Handel bilden einen in sich
geschlossenen kulinarischen Kreislauf. Je größer die Nachfrage nach
heimischen und herkunftsgesicherten Produkten ist, umso mehr
profitierten unsere Produzenten. Je mehr sich unser Land zur
kulinarischen Destination entwickelt, umso mehr stehen Innovation und
kulinarische Tradition im Interesse der Gäste und umso stärker
profitieren Gastronomie und Hotellerie. Österreichs
Wirtshauskultur-Initiativen haben erkannt, dass die Chancen nicht im
Forcieren des globalen Einheitsgeschmacks liegen, sondern in den
Gerichten mit Geschichte", erklärt Stephan Mikinovic, Geschäftsführer
der AMA Marketing.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Mag. Sabine Flöcklmüller, GF Kuratorium Kulinarisches Erbe, Tel. 01/33151-405, E-Mail: [email protected] Mag. Hermine Hackl, Unternehmenskommunikation, Tel.01/33151-404, E-Mail: [email protected] Mag. Birgit Mondl, Projektleiterin AMA-Gastrosytem, Tel. 01/33151-4572, E-Mail: [email protected]
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