Heimische Gastronomie setzt immer mehr auf Herkunftssicherung

Trend zu Regionalität und Qualität mobilisiert auch den Großhandel

Wien (OTS) - Das AMA-Gastrosiegel gibt es nunmehr seit drei
Jahren. Über 1.200 Betriebe konnten mittlerweile diese Auszeichnung mit dem Siegel erlangen. Analysen der Stamm- und Kontrolldaten haben ergeben, dass sich das Einkaufsverhalten der teilnehmenden Gastronomen verändert hat: Sie kaufen immer mehr regionale Produkte, die herkunftsgesichert sind. Auch der Gastro-Großhandel hat sich auf diese neuen Bedingungen eingestellt und bietet zunehmend regionale Markenprogramme an.

AMA-Gastrosiegel: EU-weit einzigartig

Vor drei Jahren wurde auf Initiative des Kuratoriums Kulinarisches Erbe das AMA-Gastrosiegel ins Leben gerufen. Damit wird die Rohstoffherkunft in der Gastronomie sichergestellt. Mittlerweile nehmen bereits über 1.200 Betriebe in ganz Österreich an diesem EU-weit einzigartigen Herkunftssicherungssystem teil. Im Detail bedeutet dies, dass die Gastronomen aus fünf Produktkategorien individuell jene Produkte auswählen, deren Herkunft in der Speisekarte gekennzeichnet wird. Diese Kategorien umfassen Fleisch, Milch, Eier, Obst & Gemüse, Wild und Süßwasserfisch.

Das AMA-Gastrosystem ist einzigartig, weil es bislang weder auf nationaler noch auf EU-Ebene eine "Regelung zur Kennzeichnung und Dokumentation näherer Angaben bei zubereiteten landwirtschaftlichen Produkten in der Gastronomie und Hotellerie" gab. Die Betriebe, die das AMA-Gastrosiegel tragen, sind zudem auf allen modernen Kommunikationsschienen präsent. Dazu gehören das AMA-Icon auf Herold, die Website www.ama-gastrosiegel.at, eine iPhone-App und die Integration in das Navigationssystem von Wisepilot.

Immer mehr Fleisch aus regionaler Herkunft

Im AMA-Gastrosystem können sich die Gastronomen in der Kategorie Fleisch eine oder mehrere Sorten aussuchen, mit der sie am Zertifizierungsprozess teilnehmen. Am häufigsten wird dabei Rind gewählt, der Prozentsatz hat sich zwischen 2010 und 2011 von 80% auf 84% gesteigert. Bei Schwein, dem zweitwichtigsten Fleischsegment in diesem Ranking, ist dieser Prozentsatz innerhalb eines Jahres von 67% auf 74% gestiegen. Wie Vergleiche mit den früheren Jahren zeigen, wird Fleisch für die Gastronomie immer mehr in der örtlichen Fleischerei (29%) und direkt beim Landwirt aus der Region (22%) gekauft. Rund 15% werden vom Gastro-Großhandel bezogen. Der Rest kommt vom regionalen Händler.

Gastronomie zunehmend wichtiger Partner der Landwirtschaft

"Die heimische Gastronomie greift zunehmend zu Produkten, die in der Region verfügbar sind. Der lokale Fleischhauer und der Landwirt aus der unmittelbaren Nähe werden immer mehr zu beliebten Bezugsquellen. Nähe und Regionalität werden wichtiger in der Frage des Vertrauens und der Authentizität. Beides sind auch schwerwiegende Verkaufsargumente. Dass nun deutlich mehr herkunftsgesichertes Rind und Schwein am Einkaufszettel der Wirte steht, macht sie in Kombination mit unserer regionalen Herkunftssicherung zu immer wichtigeren Partnern der Landwirtschaft", betont Sabine Flöcklmüller, Geschäftsführerin des Kuratoriums Kulinarisches Erbe.

Gastro-Großhandel forciert Markenprogramme

Auch der Gastro-Großhandel hat die Chancen erkannt, die eine Herkunftssicherung der Produkte bietet. Erzeugnisse, die AMA-Gastrosiegel-tauglich sind, werden deshalb extra auf der Rechnung als solche ausgewiesen. Um eine attraktive Auswahl an geeigneten Produkten bieten zu können, setzt der Großhandel wiederum verstärkt auf regionale Markenprogramme mit Herkunftssicherung. In manchen C+C-Märkten sind bereits über tausend gesicherte Marken verfügbar. Besondere Bedeutung spielen die Großmärkte für die Gastronomie im Segment Milch und Milchprodukte.

Gemeinsame Chance: regionale Produkte mit Herkunftssicherung

"Landwirtschaft, Gastronomie und Handel bilden einen in sich geschlossenen kulinarischen Kreislauf. Je größer die Nachfrage nach heimischen und herkunftsgesicherten Produkten ist, umso mehr profitierten unsere Produzenten. Je mehr sich unser Land zur kulinarischen Destination entwickelt, umso mehr stehen Innovation und kulinarische Tradition im Interesse der Gäste und umso stärker profitieren Gastronomie und Hotellerie. Österreichs Wirtshauskultur-Initiativen haben erkannt, dass die Chancen nicht im Forcieren des globalen Einheitsgeschmacks liegen, sondern in den Gerichten mit Geschichte", erklärt Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der AMA Marketing.
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Rückfragen & Kontakt:

Mag. Sabine Flöcklmüller, GF Kuratorium Kulinarisches Erbe,
Tel. 01/33151-405, E-Mail: sabine.floecklmueller@ama.gv.at

Mag. Hermine Hackl, Unternehmenskommunikation,
Tel.01/33151-404, E-Mail: hermine.hackl@ama.gv.at

Mag. Birgit Mondl, Projektleiterin AMA-Gastrosytem,
Tel. 01/33151-4572, E-Mail: birgit.mondl@ama.gv.at

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