• 24.02.2011, 09:08:42
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VKI: Energiesparende Lampen im Vergleichstest - LED vor ESL

LED-Technologie grundsätzlich überlegen, aber noch nicht ausgereift und zu teuer

Wien (OTS/VKI) - Halogen-, LED- oder Energiesparlampe? Noch nie
war der Kauf einer Lampe für Konsumenten so kompliziert - aber auch
so emotional - wie heute. Welche Alternativen es zur Glühlampe gibt,
hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) getestet. Erstmals
wurden Halogen-, LED- und Energiesparlampen (ESL) in einem
Langzeittest direkt miteinander ins Rennen geschickt. Im Wettstreit
der Lichtsysteme haben zwar LED-Lampen grundsätzlich die Nase vorne -
allerdings ist diese Technologie noch nicht vollends ausgereift. Dazu
kommt der relativ hohe Anschaffungspreis, der diese für
Normalverbraucher unattraktiv macht. Damit ist in der Praxis für
viele der Griff zur Energiesparlampe nach wie vor ein notwendiges
Übel. Zumindest gibt es aber auch hier mittlerweile einige
Verbesserungen, so etwa beim Einsatz im Außenbereich. Mängel gibt es
dagegen - bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Conrad Full Spiral) - noch
hinsichtlich Helligkeit nach dem Einschalten oder der
Schaltfestigkeit. Gleich wie man gegenüber Energiesparlampen
eingestellt ist - deren Einsatz lohnt sich nicht nur für die Umwelt,
sondern auch finanziell: Während eine 100-Watt-Glühbirne 120 Euro an
Stromkosten verursacht, zahlt man bei Energiesparlampen im Schnitt
nur rund 25 Euro. Der vergleichsweise hohe Kaufpreis von
Energiesparlampen - die "Guten" kosten zwischen sieben und rund 18
Euro - macht sich damit schnell bezahlt.

Im direkten Vergleich können die beiden getesteten Halogenlampen
mit LED- und Energiesparlampen nicht mithalten: deren Lichtausbeute
ist zu gering, die Lebensdauer zu kurz und die Stromkosten bei
vergleichbarer Leistung mit 79 bzw. 93 Euro wesentlich höher als bei
LED oder ESL. Lediglich bei den lichttechnischen Eigenschaften sind
Halogenlampen konkurrenzlos.

In puncto Lebensdauer überzeugen hingegen die Energiesparlampen:
Acht der zwölf getesteten Produkte leuchteten auch noch nach 6.000
Stunden im Dauerbetrieb, was bei einer realistischen Nutzung von drei
Stunden pro Tag einer Lebensdauer von annähernd sechs Jahren
entspricht. Nach wie vor ist die Helligkeit der Energiesparlampen
nach dem Einschalten aber nur mäßig. "Wo es sofort nach dem
Einschalten hell sein soll, etwa im Treppenhaus, sind eher LED- und
Halogenglühlampen geeignet - nur mit Ausnahmen auch
Energiesparlampen", erläutert VKI-Experte Mirko Bernhard. "Die einzig
wahre, umfassend einsetzbare Energiesparlampe können wir nicht
empfehlen. Je nach Verwendungszweck kann man aber durchaus gute und
geeignete Produkte finden." So überzeugten in puncto Schaltfestigkeit
insbesondere die getesteten Lampen von Megaman, bei der
Farbwiedergabe wiederum Produkte von Megaman, Conrad oder Philips.

Immer wieder wird in Zusammenhang mit Energiesparlampen der
Quecksilbergehalt diskutiert. "Der derzeit sicherste Weg wäre,
Amalgam statt flüssiges Quecksilber zu verwenden und zusätzlich eine
verstärkte Schutzhülle einzusetzen, die Zerbrechen oder Zersplittern
verhindert", so Bernhard. Dies war im Test nur bei drei Lampen der
Fall (Osram Dulux Superstar Mini Ball, Megaman Compact 1 Classic,
Philips T65 Softone). Wünschenswert wäre für VKI-Experte Bernhard
zudem eine einheitliche Kennzeichnung auf den Verpackungen. "Zwar
werden auf neueren Verpackungen gemäß EU-Richtlinie relevante
Informationen wie beispielsweise Leistungsaufnahme, Lebensdauer,
Farbtemperatur, Schaltfestigkeit und Quecksilbergehalt angegeben -
eine einheitlichere Darstellung würde die Orientierung für
Konsumenten mit Sicherheit aber erleichtern."

Weitere Informationen zum Test gibt es auf www.konsument.at sowie
im März-Konsument.

Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:[email protected]
www.konsument.at

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