VKI: Energiesparende Lampen im Vergleichstest - LED vor ESL

LED-Technologie grundsätzlich überlegen, aber noch nicht ausgereift und zu teuer

Wien (OTS/VKI) - Halogen-, LED- oder Energiesparlampe? Noch nie
war der Kauf einer Lampe für Konsumenten so kompliziert - aber auch so emotional - wie heute. Welche Alternativen es zur Glühlampe gibt, hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) getestet. Erstmals wurden Halogen-, LED- und Energiesparlampen (ESL) in einem Langzeittest direkt miteinander ins Rennen geschickt. Im Wettstreit der Lichtsysteme haben zwar LED-Lampen grundsätzlich die Nase vorne -allerdings ist diese Technologie noch nicht vollends ausgereift. Dazu kommt der relativ hohe Anschaffungspreis, der diese für Normalverbraucher unattraktiv macht. Damit ist in der Praxis für viele der Griff zur Energiesparlampe nach wie vor ein notwendiges Übel. Zumindest gibt es aber auch hier mittlerweile einige Verbesserungen, so etwa beim Einsatz im Außenbereich. Mängel gibt es dagegen - bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Conrad Full Spiral) - noch hinsichtlich Helligkeit nach dem Einschalten oder der Schaltfestigkeit. Gleich wie man gegenüber Energiesparlampen eingestellt ist - deren Einsatz lohnt sich nicht nur für die Umwelt, sondern auch finanziell: Während eine 100-Watt-Glühbirne 120 Euro an Stromkosten verursacht, zahlt man bei Energiesparlampen im Schnitt nur rund 25 Euro. Der vergleichsweise hohe Kaufpreis von Energiesparlampen - die "Guten" kosten zwischen sieben und rund 18 Euro - macht sich damit schnell bezahlt.

Im direkten Vergleich können die beiden getesteten Halogenlampen mit LED- und Energiesparlampen nicht mithalten: deren Lichtausbeute ist zu gering, die Lebensdauer zu kurz und die Stromkosten bei vergleichbarer Leistung mit 79 bzw. 93 Euro wesentlich höher als bei LED oder ESL. Lediglich bei den lichttechnischen Eigenschaften sind Halogenlampen konkurrenzlos.

In puncto Lebensdauer überzeugen hingegen die Energiesparlampen:
Acht der zwölf getesteten Produkte leuchteten auch noch nach 6.000 Stunden im Dauerbetrieb, was bei einer realistischen Nutzung von drei Stunden pro Tag einer Lebensdauer von annähernd sechs Jahren entspricht. Nach wie vor ist die Helligkeit der Energiesparlampen nach dem Einschalten aber nur mäßig. "Wo es sofort nach dem Einschalten hell sein soll, etwa im Treppenhaus, sind eher LED- und Halogenglühlampen geeignet - nur mit Ausnahmen auch Energiesparlampen", erläutert VKI-Experte Mirko Bernhard. "Die einzig wahre, umfassend einsetzbare Energiesparlampe können wir nicht empfehlen. Je nach Verwendungszweck kann man aber durchaus gute und geeignete Produkte finden." So überzeugten in puncto Schaltfestigkeit insbesondere die getesteten Lampen von Megaman, bei der Farbwiedergabe wiederum Produkte von Megaman, Conrad oder Philips.

Immer wieder wird in Zusammenhang mit Energiesparlampen der Quecksilbergehalt diskutiert. "Der derzeit sicherste Weg wäre, Amalgam statt flüssiges Quecksilber zu verwenden und zusätzlich eine verstärkte Schutzhülle einzusetzen, die Zerbrechen oder Zersplittern verhindert", so Bernhard. Dies war im Test nur bei drei Lampen der Fall (Osram Dulux Superstar Mini Ball, Megaman Compact 1 Classic, Philips T65 Softone). Wünschenswert wäre für VKI-Experte Bernhard zudem eine einheitliche Kennzeichnung auf den Verpackungen. "Zwar werden auf neueren Verpackungen gemäß EU-Richtlinie relevante Informationen wie beispielsweise Leistungsaufnahme, Lebensdauer, Farbtemperatur, Schaltfestigkeit und Quecksilbergehalt angegeben -eine einheitlichere Darstellung würde die Orientierung für Konsumenten mit Sicherheit aber erleichtern."

Weitere Informationen zum Test gibt es auf www.konsument.at sowie im März-Konsument.

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Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
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