Sozial Global: Gewerkschaft fordert Rücknahme des AMS-Frühwarnsystems

vida startet Online-Unterstützungsaktion für die Beschäftigten

Wien (OTS/vida/ÖGB) - Das Wiener Unternehmen Sozial Global, eines der größten Anbieter von Pflege- und Betreuungsleistungen in Wien, hat am 21. Februar 2011 insgesamt 385 langjährig Beschäftigte beim AMS-Frühwarnsystem zur Kündigung angemeldet. Die BetriebsrätInnen von Sozial Global und die Gewerkschaft vida fordern eine Rücknahme des AMS-Frühwarnsystems und der angekündigten Änderungskündigungen. "Die langjährigen Beschäftigten sind das Rückgrat des Unternehmens. Wir fordern einen fairen Umgang der Geschäftsführung und des Eigentümers mit den MitarbeiterInnen", sagt vida-Landesgeschäftsführer Thomas Stöger. Als nicht haltbar bezeichnet vida die Aussage von Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely im heutigen Mittagsjournal, wonach Sozial Global der einzige Betrieb mit Beschäftigten im alten Lohn- und Gehaltsschema sei.++++

Nicht nur Sozial Global, auch Volkshilfe Wien, Wiener Hilfswerk, Arbeiter-Samariter-Bund Wien und viele mehr haben Beschäftigte im alten Lohnschema. "Der BAGS-Kollektivvertrag gilt schon jetzt grundsätzlich für alle Beschäftigten. In diesem Kollektivvertrag ist für ArbeitnehmerInnen, die vor Einführung des Kollektivvertrages mit Juli 2004 bereits in den Betrieben beschäftigt waren, das alte Lohn-und Gehaltsschema verankert. Und genau um dieses geht es", erklärt vida-Bundesfachgruppensekretärin Michaela Guglberger.

Offensichtlich wolle die Politik dieses "Altschema" weghaben. "Unser Zugang ist ein anderer. Wir wollen nicht, dass die langjährig Beschäftigten auf das absolute Minimum gedrückt werden, sondern dass für die wichtige und schwierige Arbeit in Pflege und Betreuung faire Einkommen gezahlt werden", sagt Thomas Stöger, Wiener Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft vida.

"Uns haben zahlreiche Gewerkschaftsmitglieder und sonstige politisch Interessierte gefragt, wie sie die langjährig Beschäftigten bei Sozial Global unterstützen können", so Thomas Stöger weiter. vida bietet deshalb ab sofort die Möglichkeit, sich online mit den Beschäftigten zu solidarisieren und so ein Zeichen des Protests gegen die unsoziale Vorgangweise bei Sozial Global zu setzen.

"Wir lassen neben dem Vorstand der Sozial Global AG, Susanne Schaefer-Wiery, auch weiterhin die politisch Verantwortlichen nicht aus ihrer Pflicht", sagt Stöger.

Mehr zu der Online-Unterstützungsaktion finden Sie ab sofort auf www.vida.at.

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