- 23.02.2011, 16:29:56
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Sozial Global: Gewerkschaft fordert Rücknahme des AMS-Frühwarnsystems
vida startet Online-Unterstützungsaktion für die Beschäftigten
Wien (OTS/vida/ÖGB) - Das Wiener Unternehmen Sozial Global, eines
der größten Anbieter von Pflege- und Betreuungsleistungen in Wien,
hat am 21. Februar 2011 insgesamt 385 langjährig Beschäftigte beim
AMS-Frühwarnsystem zur Kündigung angemeldet. Die BetriebsrätInnen von
Sozial Global und die Gewerkschaft vida fordern eine Rücknahme des
AMS-Frühwarnsystems und der angekündigten Änderungskündigungen. "Die
langjährigen Beschäftigten sind das Rückgrat des Unternehmens. Wir
fordern einen fairen Umgang der Geschäftsführung und des Eigentümers
mit den MitarbeiterInnen", sagt vida-Landesgeschäftsführer Thomas
Stöger. Als nicht haltbar bezeichnet vida die Aussage von
Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely im heutigen Mittagsjournal,
wonach Sozial Global der einzige Betrieb mit Beschäftigten im alten
Lohn- und Gehaltsschema sei.++++
Nicht nur Sozial Global, auch Volkshilfe Wien, Wiener Hilfswerk,
Arbeiter-Samariter-Bund Wien und viele mehr haben Beschäftigte im
alten Lohnschema. "Der BAGS-Kollektivvertrag gilt schon jetzt
grundsätzlich für alle Beschäftigten. In diesem Kollektivvertrag ist
für ArbeitnehmerInnen, die vor Einführung des Kollektivvertrages mit
Juli 2004 bereits in den Betrieben beschäftigt waren, das alte Lohn-
und Gehaltsschema verankert. Und genau um dieses geht es", erklärt
vida-Bundesfachgruppensekretärin Michaela Guglberger.
Offensichtlich wolle die Politik dieses "Altschema" weghaben. "Unser
Zugang ist ein anderer. Wir wollen nicht, dass die langjährig
Beschäftigten auf das absolute Minimum gedrückt werden, sondern dass
für die wichtige und schwierige Arbeit in Pflege und Betreuung faire
Einkommen gezahlt werden", sagt Thomas Stöger, Wiener
Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft vida.
"Uns haben zahlreiche Gewerkschaftsmitglieder und sonstige politisch
Interessierte gefragt, wie sie die langjährig Beschäftigten bei
Sozial Global unterstützen können", so Thomas Stöger weiter. vida
bietet deshalb ab sofort die Möglichkeit, sich online mit den
Beschäftigten zu solidarisieren und so ein Zeichen des Protests gegen
die unsoziale Vorgangweise bei Sozial Global zu setzen.
"Wir lassen neben dem Vorstand der Sozial Global AG, Susanne
Schaefer-Wiery, auch weiterhin die politisch Verantwortlichen nicht
aus ihrer Pflicht", sagt Stöger.
Mehr zu der Online-Unterstützungsaktion finden Sie ab sofort auf
www.vida.at.
Rückfragehinweis:
vida-Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martina Fassler
Tel: 0664/614 5732
[email protected]
www.vida.at
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