- 22.02.2011, 10:50:00
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Neues Buch stellt europäische Agrar- und Lebensmittelpolitik zur Diskussion
"Ernährungssouveränität - Für eine andere Agrar- und Lebensmittelpolitik in Europa" / von Attac und ÖBV-Via Campesina
Wien (OTS) - Die gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union
(GAP) steht im Kreuzfeuer der Kritik. Der Großteil der öffentlichen
Gelder fließt in die Hände von GroßgrundbesitzerInnen und an die
exportorientierte Lebensmittelindustrie. Die fortschreitende
Industrialisierung und Überproduktion in Europa ist nicht nur
verantwortlich für massive Umweltprobleme - sie zerstört auch die
Landwirtschaft des globalen Südens. Gleichzeitig verzeichnen
Agromultis und Supermarktketten steigende Profite und erhöhen ihre
Preisspannen. Mit der Explosion der Lebensmittelpreise wird
offensichtlich, wie problematisch unser Lebensmittelsystem
organisiert ist.
Das neue Buch "Ernährungssouveränität" von Attac und ÖBV-Via
Campesina stellt die europäische Agrar- und Lebensmittelpolitik zur
Diskussion - denn noch heuer wird die EU-Kommission Vorschläge für
die anstehende GAP-Reform 2013 vorlegen. Es geht nicht weniger als
die Frage, wie wir uns in Zukunft ernähren werden (können).
Brauchen wir heute noch eine Landwirtschaftspolitik? Wenn ja,
warum?
Braucht es Subventionen für die Landwirtschaft in dieser Art und
Weise?
Brauchen wir überhaupt noch Bauern und Bäuerinnen, um Europa zu
ernähren?
Ist es die Aufgabe Europas, die Welt zu ernähren?
Das Buch leistet einen Beitrag zu einem besseren Verstehen der GAP
und stellt eine zivilgesellschaftliche Alternative vor. Im Zentrum
steht das Konzept der Ernährungssouveränität, welches sich an einem
ökologisch und sozial nachhaltigen Landwirtschafts- und
Lebensmittelsystem orientiert. Es wird von einer bäuerlichen
Landwirtschaft getragen, erzeugt gesunde Lebensmittel für alle und
sichert den Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, ein
gerechtes Einkommen.
Ernährungssouveränität - Für eine andere Agrar- und
Lebensmittelpolitik
CHOPLIN, Gérard / STRICKNER, Alexandra / TROUVÉ, Aurélie (Hg.)
Mandelbaum Verlag, 120 Seiten. Format 12 x 19, 9.90 Euro,
ISBN: 978385476-346-8
Gérard Choplin ist Agronom und Mitarbeiter der Europäischen
Koordination von Via Campesina. Alexandra Strickner ist Ökonomin und
Vorsitzende von Attac Österreich. Aurélie Trouvé ist Assistentin für
Agrarökonomie bei Agrosup Dijon und Co-Präsidentin von Attac
Frankreich.
Rückfragehinweis:
Rezensionsexemplare:
David Walch, Attac-Pressesprecher
Tel.: 01/544 00 10, 0650/544 00 10
mailto:[email protected], www.attac.at
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