• 21.02.2011, 09:14:51
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ÖGfE-Schmidt: Österreicher sehen Arbeitsmarktöffnung skeptisch, aber angstfrei

47 % erwarten starken Zuzug - 89 % ohne Arbeitsplatzsorgen - 68% begrüßen geplantes Lohndumpinggesetz - Junge sehen Chancen

Wien (OTS) - "Die ÖsterreicherInnen sehen die Arbeitsmarktöffnung
für Tschechen, Slowaken und Ungarn ab 1. Mai weniger kritisch als
vermutet", sagt der Leiter der Österreichischen Gesellschaft für
Europapolitik (ÖGfE) Paul Schmidt. Das zeigt auch eine heute
veröffentlichte Umfrage der ÖGfE: Nur 8 % der Befragten glauben, das
ihr Arbeitsplatz durch Arbeitnehmer aus den drei
Ländern "gefährdet sein könnte", 89 % der Befragten haben keine
Arbeitsplatzsorgen.

Die Öffnung des Arbeitsmarktes wird von vielen ÖsterreicherInnen
aber durchaus skeptisch gesehen: 49 % der Befragten erwarten zwar
keinen starken Zuzug von Arbeitskräften aus den drei Ländern. 47 %
Prozent der Befragten gehen jedoch von einem starken Zuzug aus.

Illegaler Beschäftigung und Lohndumping entgegentreten

Die ÖsterreicherInnen sehen in der Arbeitsmarktöffnung auch
positive Aspekte: So glauben 49 % der Befragten, dass die illegale
Beschäftigung zurückgeht, wenn Menschen aus unseren Nachbarländern
auch legal in Österreich arbeiten können. 42 Prozent sind nicht
dieser Meinung.

51 Prozent meinen, dass die Nachfrage nach qualifizierten
Fachkräften befriedigt werden könnte. 38 Prozent sind nicht dieser
Ansicht.

"Die von der Bundesregierung gesetzten Sicherungsmechanismen -
etwa die Übergangsfristen und das zur Beschlussfassung vorliegende
Lohndumpinggesetz sowie verstärkte Kontrolle zur Bekämpfung illegaler
Beschäftigung - werden positiv aufgenommen", so Schmidt.

Für 71 % sind die 7-jährigen Übergangsfristen für die
Arbeitsmarktöffnung richtig gewesen.
75 % meinen, dass auch für Rumänien und Bulgarien die bis 2013
angesetzten Fristen ausgeschöpft werden sollten. 68 % der Befragten
begrüßen Maßnahmen, die dazu führen, Lohndumping zu verhindern und
glauben, dass das im Zuge der Arbeitsmarktöffnung in Kraft tretende
Gesetz gegen Lohndumping hierzu einen wirksamen Schritt darstellt.

Junge sehen Chancen

Rund die Hälfte der befragten Jugendlichen (bis 25 Jahre) kann
sich vorstellen, in Tschechien, der Slowakei oder in Ungarn zu
arbeiten. 61 % sind der Meinung, dass durch die
Arbeitsmarktliberalisierung auch Jobs für ÖsterreicherInnen in den
drei Nachbarländern entstehen.

Panikmache fehl am Platz

"Wir plädieren für eine Entdramatisierung der öffentlichen
Diskussion. Sie soll geführt werden, aber Panikmache ist fehl am
Platz. Wichtig ist jedoch, dass die geplanten Maßnahmen auch
tatsächlich umgesetzt werden", so Schmidt.

Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen
Studiengesellschaft im Auftrag der ÖGfE durchgeführt. Befragt wurden
insgesamt 1.009 ÖsterreicherInnen per Telefon im Jänner und im
Februar 2011.

Rückfragehinweis:
Österreichische Gesellschaft für Europapolitik
Mag. Paul Schmidt
Tel: (+43/1) 533 49 99
E-Mail: [email protected]
www.oegfe.at

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