Bildungsdialog in Linz: ÖAAB war und ist der Taktgeber für die Schulreform

Der ÖAAB habe die flächendeckende Neue Mittelschule durchgesetzt und werde noch mehr Inhalte seines Bildungskonzepts durchsetzen, so GS Mandl

Wien (OTS) - Im Rahmen seiner Bildungsdialogtour durch alle Bundesländer absolvierte der Generalsekretär des Arbeitnehmerinnen-und Arbeitnehmerbundes ÖAAB in der ÖVP, LAbg. Mag. Lukas Mandl, den siebenten Tour-Stopp. Zum Dialog eingeladen waren die Spitzenvertreterinnen und -vertreter der Schulpartnerschaft, also von Schüler-, Lehrer- und Elternseite. Mehr als 100 Personen fanden sich im Linzer Gleißner Haus ein.

Schulreform: ÖAAB hat Initialzündung gesetzt und Latte gelegt

"Die Bildungslaufbahn beginnt nicht erst mit dem zehnten Lebensjahr, sondern im Kindergarten und davor. Wir müssen dafür sorgen, dass Kinder spätestens im Kindergarten Förderung in Sprachkompetenz und sozialer Kompetenz bekommen", so Mandl in seinem Eröffnungsstatement, mit dem er das Bildungskonzept des ÖAAB vorstellte, das vor einem Dreivierteljahr die Initialzündung für die Schulreform war und für Mandl als "Messlatte" gilt.

"Der ÖAAB ist der Taktgeber für die Schulreform. Ankündigungspolitik für Reformen, die in zehn Jahren kommen sollen, wie die Unterrichtsministerin sie praktiziert, ist unerträglich. Als Vater einer Tochter, die in wenigen Monaten schulpflichtig ist, kann ich das Misstrauen der meisten Eltern gegenüber der Politik von Schmied nachempfinden. Die meisten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer empfinden genauso", so Mandl.

Schulpartner wollen Gymnasium retten und Image der Schulen verbessern

Mag. Karl Aichhorn, Vorsitzender der Fachgruppe der AHS-Lehrerinnen und -Lehrer, erklärte: "Für die geistige Spitze des Landes wäre eine Abschaffung des Gymnasiums fatal. Österreich hat keine Bodenschätze. Umso wichtiger ist es, die Bildungsschätze zu heben. Das ist auch für die Lehrerausbildung unentbehrlich. Wir brauchen engere Kooperationen zwischen Volksschulen und Gymnasien. Wir müssen die Durchlässigkeit des Bildungssystems verbessern."

Aus Sicht des Landesobmanns der Union Höherer Schülerinnen und Schüler (UHS), Lukas Holter, ist das Mitspracherecht der Schülerinnen und Schüler einer der Schlüssel. "Der Lebensraum Schule muss verbessert werden. Wenn die Ganztagsschule forciert wird, dann müssen auch die räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer sollen sich in der Schule wohl fühlen", so Holter.

"Ein gutes Klima in der Schule und ein System, in das die Eltern Vertrauen entwickeln können, ist die Basis für die Schulreform", so Dir. Wolfgang Pfeil, Präsident der Elternvereine der Mittleren und Höheren Schulen Oberösterreichs. "Das Image der Schulen muss gefördert werden. Wir brauchen Anreize, damit wirklich nur die Besten Lehrerinnen und Lehrer werden. Wir brauchen sowohl Frauen als auch Männer in pädagogischen Berufen", so Pfeil.

Enzenhofer: Mir geht es um Qualität, Chancen, Menschenbildung

"Eine Schulreform muss den regionalen Unterschieden Rechnung tragen. Während am Land die Hauptschulen funktionieren, gibt es mit diesem Schultyp in Ballungsräumen Probleme. Eine Differenzierung des Schulsystems ist unabdingbar", so Fritz Enzenhofer, Präsident des Landesschulrates für Oberösterreich. "Es geht mir daher um die Qualität der Bildung, um Chancengerechtigkeit, Menschenbildung und Wertevermittlung", so Enzenhofer.

Mandl: Wir haben flächendeckende Neue Mittelschule durchgesetzt

"Wir waren die Ersten, die eine flächendeckende Ausweitung der Neuen Mittelschule verlangt haben. Wir haben uns durchgesetzt. Wir werden uns auch in Zukunft durchsetzen mit unserer Arbeit für die Förderung von Sprache und sozialer Kompetenz, für mehr Schulsozialarbeit und Schulpsychologie, und in den Lehrinhalten für mehr Orientierung an Ethik und Werten, an Gesundheit und Sport sowie am Umgang mit Geld", ist der Generalsekretär zuversichtlich.

Der nächste Tour-Stopp der Bildungsdialogtour des ÖAAB-Generalsekretärs findet am Dienstag, 1. März 2011, in Wien statt.

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