• 18.02.2011, 13:36:36
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Bildungsdialog in Linz: ÖAAB war und ist der Taktgeber für die Schulreform

Der ÖAAB habe die flächendeckende Neue Mittelschule durchgesetzt und werde noch mehr Inhalte seines Bildungskonzepts durchsetzen, so GS Mandl

Wien (OTS) - Im Rahmen seiner Bildungsdialogtour durch alle
Bundesländer absolvierte der Generalsekretär des Arbeitnehmerinnen-
und Arbeitnehmerbundes ÖAAB in der ÖVP, LAbg. Mag. Lukas Mandl, den
siebenten Tour-Stopp. Zum Dialog eingeladen waren die
Spitzenvertreterinnen und -vertreter der Schulpartnerschaft, also von
Schüler-, Lehrer- und Elternseite. Mehr als 100 Personen fanden sich
im Linzer Gleißner Haus ein.

Schulreform: ÖAAB hat Initialzündung gesetzt und Latte gelegt

"Die Bildungslaufbahn beginnt nicht erst mit dem zehnten Lebensjahr,
sondern im Kindergarten und davor. Wir müssen dafür sorgen, dass
Kinder spätestens im Kindergarten Förderung in Sprachkompetenz und
sozialer Kompetenz bekommen", so Mandl in seinem Eröffnungsstatement,
mit dem er das Bildungskonzept des ÖAAB vorstellte, das vor einem
Dreivierteljahr die Initialzündung für die Schulreform war und für
Mandl als "Messlatte" gilt.

"Der ÖAAB ist der Taktgeber für die Schulreform. Ankündigungspolitik
für Reformen, die in zehn Jahren kommen sollen, wie die
Unterrichtsministerin sie praktiziert, ist unerträglich. Als Vater
einer Tochter, die in wenigen Monaten schulpflichtig ist, kann ich
das Misstrauen der meisten Eltern gegenüber der Politik von Schmied
nachempfinden. Die meisten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen
und Lehrer empfinden genauso", so Mandl.

Schulpartner wollen Gymnasium retten und Image der Schulen
verbessern

Mag. Karl Aichhorn, Vorsitzender der Fachgruppe der AHS-Lehrerinnen
und -Lehrer, erklärte: "Für die geistige Spitze des Landes wäre eine
Abschaffung des Gymnasiums fatal. Österreich hat keine Bodenschätze.
Umso wichtiger ist es, die Bildungsschätze zu heben. Das ist auch für
die Lehrerausbildung unentbehrlich. Wir brauchen engere Kooperationen
zwischen Volksschulen und Gymnasien. Wir müssen die Durchlässigkeit
des Bildungssystems verbessern."

Aus Sicht des Landesobmanns der Union Höherer Schülerinnen und
Schüler (UHS), Lukas Holter, ist das Mitspracherecht der Schülerinnen
und Schüler einer der Schlüssel. "Der Lebensraum Schule muss
verbessert werden. Wenn die Ganztagsschule forciert wird, dann müssen
auch die räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Schülerinnen
und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer sollen sich in der Schule
wohl fühlen", so Holter.

"Ein gutes Klima in der Schule und ein System, in das die Eltern
Vertrauen entwickeln können, ist die Basis für die Schulreform", so
Dir. Wolfgang Pfeil, Präsident der Elternvereine der Mittleren und
Höheren Schulen Oberösterreichs. "Das Image der Schulen muss
gefördert werden. Wir brauchen Anreize, damit wirklich nur die Besten
Lehrerinnen und Lehrer werden. Wir brauchen sowohl Frauen als auch
Männer in pädagogischen Berufen", so Pfeil.

Enzenhofer: Mir geht es um Qualität, Chancen, Menschenbildung

"Eine Schulreform muss den regionalen Unterschieden Rechnung tragen.
Während am Land die Hauptschulen funktionieren, gibt es mit diesem
Schultyp in Ballungsräumen Probleme. Eine Differenzierung des
Schulsystems ist unabdingbar", so Fritz Enzenhofer, Präsident des
Landesschulrates für Oberösterreich. "Es geht mir daher um die
Qualität der Bildung, um Chancengerechtigkeit, Menschenbildung und
Wertevermittlung", so Enzenhofer.

Mandl: Wir haben flächendeckende Neue Mittelschule
durchgesetzt

"Wir waren die Ersten, die eine flächendeckende Ausweitung der Neuen
Mittelschule verlangt haben. Wir haben uns durchgesetzt. Wir werden
uns auch in Zukunft durchsetzen mit unserer Arbeit für die Förderung
von Sprache und sozialer Kompetenz, für mehr Schulsozialarbeit und
Schulpsychologie, und in den Lehrinhalten für mehr Orientierung an
Ethik und Werten, an Gesundheit und Sport sowie am Umgang mit Geld",
ist der Generalsekretär zuversichtlich.

Der nächste Tour-Stopp der Bildungsdialogtour des
ÖAAB-Generalsekretärs findet am Dienstag, 1. März 2011, in Wien
statt.

Rückfragehinweis:

ÖAAB-Generalsekretariat
   Mag. Nikola König
   PR & Kommunikation
   Tel.: Tel.: +43 (1) 40 141 216, Fax: +43 (1) 40 141 229
   mailto:[email protected]
   www.oeaab.com

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