- 18.02.2011, 10:46:10
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Brunner für rasches Plastiksackerlverbot
Grüne gegen krampfhafte Müllerzeugung, damit Müllverbrennungsanlagen etwas zu heizen haben
Wien (OTS) - "Natürlich ist klar, dass ein Plastiksackerlverbot
nicht die Lösung aller umweltpolitischen Probleme ist. Aber wenn es
um Abfallvermeidung geht, müssen alle Möglichkeiten genutzt werden
und Plastiksackerl sind nun wirklich die unnötigste
Umweltverschmutzung und können leicht vermieden werden. Darüber
hinaus befürworten 73 Prozent der ÖsterreicherInnen ein
Plastiksackerlverbot", erklärt Christiane Brunner, Umweltsprecherin
der Grünen, zur Stellungnahme der Wirtschaftskammer gegen ein
generelles Verbot der Kunststoff-Tragehilfen.
Wenn sich der Handel auf die KonsumentInnen und deren Wahlfreiheit
ausredet, wundert das schon sehr. Denn in der Frage von
Mehrwegflaschen verhindert der Handel die Wahlfreiheit und bietet
fast nur noch Einwegflaschen an. "Wenn es um Wahlfreiheit geht, ist
es Zeit, dass der gesetzeswidrige Zustand in Österreich beendet wird
und es wieder verbindliche Mehrwegquoten gibt. Da muss auch
Landwirtschaftsminister Berlakovich endlich handeln", fordert
Brunner.
Um Plastiksackerl zu rechtfertigen, verwenden Befürworter und
Minister Berlakovich das Argument der Müllverbrennung. Diese ist aber
aus umwelt- und abfallpolitischer Sicht mehr als bedenklich. "Wie
haben jetzt schon einen Wildwuchs von Müllverbrennungsanlagen in
Österreich. Es darf nicht sein, dass wir in Österreich krampfhaft
Müll erzeugen, damit die Müllverbrennungsanlagen etwas zu heizen
haben", kritisiert Brunner.
Wenn Studien von Vertretern der europäischen Plastikindustrie, wie
von PlasticsEurope, finanziert werden, zu dem Schluss kommen,
Plastiksackerln sind kein Problem, kann sich jede/r selbst einen Reim
drauf machen. "Plastiksackerl sind unnötig und die Grünen kämpfen
weiter für ein Verbot in Österreich", erklärt Brunner.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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