Ein neues Krankenhaus als Symbol des Wiederaufbaus in Haiti

Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben wurde am 07. Februar 2011 in St.-Louis-du-Nord das neue Hôpital Communautaire Autrichien - Haitien eröffnet.

Wien (OTS) - Das neue Krankenhaus wird die medizinische Grundversorgung von Zehntausenden Menschen im Norden von Haiti sicherstellen. Ermöglicht wurde seine Realisierung durch das Zusammenwirken von mehreren Partnern aus Österreich und Deutschland. Dank der Unterstützung durch die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung, die niederösterreichische Landesregierung und das Land Oberösterreich konnte dieses wichtige humanitäre Hilfsprojekt, ausgehend von einer Initiative des Hilfswerk Austria International und der Aktion "Wir bauen Leben", verwirklicht werden. Partner für die Errichtung des Hospitals ist der international führende Gesundheitsdienstleister VAMED.

(St.-Louis-du-Nord, 7.Februar 2011) - Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti wurde am 7. Februar 2011 das neue Hôpital Communautaire Autrichien - Haitien in St.-Louis-du-Nord feierlich eröffnet und damit ein wichtiges internationales Hilfsprojekt erfolgreich abgeschlossen. Dr. Beaugé Laurent, Directeur Sanitaire du Nord-Ouest, nahm als Vertreter der haitianischen Gesundheitsbehörden an der Eröffnung teil. Aus Österreich waren unter anderem die Geschäftsführerin von Hilfswerk Austria International, Dr. Heidi Burkhart und Vertreter der Errichtergesellschaft VAMED eigens zur Eröffnung nach St.-Louis-du-Nord angereist. Dr. Laurent unterstrich in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung des neuen Krankenhauses für Haiti: "Das neue Hôpital Communautaire Autrichien - Haitien ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Wiederaufbau der medizinischen Infrastruktur nach dem verheerenden Erdbeben in unserem Land. Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir nun beginnen können, von hier aus die medizinische Basisversorgung in einer der am meisten benachteiligten Regionen Haitis wieder aufzubauen und bedanke mich im Namen der Menschen meines Landes bei allen Partnern aus Europa, die uns mit diesem wichtigen Projekt beim Wiederaufbau enorm helfen."

Wirksame Kooperation durch Partner aus Deutschland und Österreich

Die Initiative für das Projekt wurde vom Hilfswerk Austria International gestartet. In weiterer Folge fanden sich eine Reihe von Partnern aus Deutschland und Österreich, die bereit waren das Projekt zu unterstützen und seine Umsetzung damit ermöglichten. Die erforderlichen Mittel für die Finanzierung des Hospitals wurden durch die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung - eine der größten Stiftungen Deutschlands, deren Ziel die Förderung medizinischer Forschung und die Unterstützung notleidender Menschen ist - mit Unterstützung des Landes Niederösterreich, des Landes Oberösterreich und den SpenderInnen der Aktion "Wir bauen Leben" aufgebracht. "Rund 130.000 Menschen im Norden von Haiti, die seit der Katastrophe am 12. Januar 2010 nur unzureichend medizinisch versorgt werden konnten, haben nun wieder die Aussicht auf adäquate medizinische Versorgung. Ich freue mich, dass die Else Kröner-Fresenius-Stiftung zur Realisierung eines so wichtigen humanitären Hilfsprojekts beitragen konnte", so Dr. Carolin Kröner, Beauftragte für humanitäre Projekte der Stiftung.

VAMED unterstützt Hilfsprojekt als Kompetenzpartner für Gesundheitsinfrastruktur

Für die Errichtung des Krankenhauses im schwer zugänglichen Norden von Haiti konnte die VAMED Gruppe, international führender Gesamtanbieter für Gesundheitseinrichtungen mit Sitz in Österreich, als Partner gewonnen werden. Die VAMED hat bis dato in 60 Ländern auf vier Kontinenten insgesamt mehr als 500 Gesundheitsprojekte realisiert und verfügt daher wie kein anderes Unternehmen in diesem Bereich über umfassendes Know-How bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb von Gesundheitseinrichtungen unter den unterschiedlichsten Rahmenbedingungen. Im Rahmen ihrer weltweiten Tätigkeit kooperiert die VAMED als kompetenter Partner in der Umsetzung von humanitären Hilfsprojekten, vornehmlich der Errichtung von Gesundheitsinfrastruktur, mit öffentlichen Einrichtungen und humanitären Hilfsorganisationen. So hat sie z.B. in den Jahren 2006 -2007 im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit dem Hilfswerk Austria International in der vom Tsunami zerstörten Region Banda Aceh in Indonesien in knapp 13-monatiger Bauzeit ein 94-Betten-Hospital errichtet.

Trotz schwieriger Bedingungen in Rekordzeit fertiggestellt

Die Erfahrungen aus diesem und anderen CSR-Projekten aus der Vergangenheit waren für die Projektverantwortlichen der VAMED bei der Realisierung des aktuellen Projekts in Haiti von Vorteil, denn sowohl im Vorfeld als auch während der Errichtung galt es einige Hürden zu überwinden. Es bedurfte einer intensiven Projektdesignphase und umfangreicher Abstimmungsprozesse mit den regionalen Gesundheitsbehörden und dem Bürgermeister der Stadt St.-Louis-du-Nord, bis im Juni 2010 der Vertrag zwischen dem lokalen Gesundheitsministerium und Hilfswerk Austria International unterzeichnet wurde und die Bauarbeiten unter der Führung der VAMED starten konnten. Es folgten vorbereitende Boden- und Wasseranalysen und Rodungsarbeiten. Sieben Schiffsladungen mit Baumaterialien wurden von Europa nach Haiti überstellt und unter extrem schwierigen Bedingungen auf dem Landweg nach St.-Louis-du-Nord gebracht. Auch die gesamte medizintechnische Ausstattung wurde von der VAMED nach Haiti verschifft.

Medizinische Grundversorgung im Norden von Haiti nachhaltig sichern

Das Hospital hat seinen Betrieb bereits aufgenommen. Es wurde in Containerbauweise errichtet und ist als Sanitätsstation für rund 20 Betten ausgelegt. Die medizintechnische Basisausstattung umfasst Röntgengeräte, Labordiagnostik, einen kleinen Eingriffsraum mit entsprechender OP-Ausstattung, ein Beatmungsgerät, ein Generatorhaus zur Sicherung der Stromversorgung und eine Wasseraufbereitungsanlage. Die VAMED wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Errichtung auch den Betrieb des neuen Krankenhauses unterstützen und damit den nachhaltigen Erfolg des Projektes sicherstellen. Sie wird die Verfügbarkeit der Anlage vor Ort gewährleisten und in der wichtigen Anfangsphase ärztliches Personal unter der Führung des international erfahrenen Mediziners Dr. Helmut-Ulrich Hampe zur Unterstützung des lokalen Personals für mehrere Monate nach St.-Louis-du-Nord entsenden. In der ersten Phase des Spitalsbetriebs werden vier Ärzte, drei Krankenschwestern bzw. Pfleger, fünf Hilfskrankenschwestern und drei technische Assistenten für den langfristigen Betrieb eingeschult.

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