• 15.02.2011, 11:18:36
  • /
  • OTS0115 OTW0115

Lech: Naturschutzbescheid nicht vom Geld abhängig machen!

WWF fordert eigenständige Entscheidung von Naturschutzlandesrat Schwärzler

Wien/Bregenz (OTS) - Mit Verwunderung reagiert der WWF auf heutige
Medienberichte zur Causa Beileitung Ost/Kraftwerk Spullersee. Demnach
wollen die ÖBB immer noch an der Erweiterung des Kraftwerks
festhalten, obwohl die Vorarlberger Landtagsparteien am vergangenen
Wochenende erklärt haben, keine Kraftwerksvorhaben im Lechgebiet in
den nächsten 10 Jahren zuzulassen. "Jetzt muss endlich für klare
Verhältnisse gesorgt und mit den ÖBB Klartext geredet werden",
fordert WWF-Wasserkraftexperte Christoph Walder von Landesrat Erich
Schwärzler. Als zuständiger Naturschutzlandesrat muss er das
Kraftwerk Spullersee aus naturschutzrechtlichen Gründen ablehnen und
seine Entscheidung nicht von Geldflüssen an die betroffenen
Grundeigentümer der Alpgemeinschaften abhängig machen. Der WWF
erwartet sich in den nächsten Tagen klare Worte des Landesrates, dass
das angekündigte Übereinkommen der Landtagsparteien zum Lechschutz
auch Ernst gemeint war.

Die Pläne der Beileitung OST sind aus naturschutzrechtlicher Sicht
nicht genehmigungsfähig. Der Lech ist eines der letzten unversehrten
Wildflusssysteme der gesamten Nordalpen. Auch der Vorarlberger
Naturschutzrat, allen voran Prof. Georg Grabherr, haben mehrfach
erklärt, dass dieses Projekt aus ökologischer Sicht unverträglich
ist. "Die naturschutzrechtliche Genehmigung ist ohne Wenn und Aber zu
abzulehen. Es geht nicht darum, wieviel Geld die Alpgemeinschafen von
den ÖBB erhalten, sondern darum, dass der Naturschutz am Lech
eindeutig ein höheres öffentliches Interesse als die
energiewirtschaftliche Nutzung erhält!", erklärt Walder.

Die Tiroler Landesregierung hat bereits mehrfach erklärt, dass sie
den Lech und seine Seitenbäche nicht mehr nutzen will. "Es wäre doch
eine Blamage ersten Ranges, wenn Tirol den Lech für Kraftwerke zur
Tabuzone erklärt, und Vorarlberg dennoch die Quellbäche in den Rhein
umleitet", so Walder abschließend.

Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, Pressesprecherin WWF-Österreich, e-mail: [email protected], Tel: 01/488 17 250
Mag. Christoph Walder, WWF Flussexperte, e-mail: [email protected], Tel: 0676/92 55 430

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WWF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel