• 10.02.2011, 11:53:56
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AK Kärnten ersparte Konsumenten 3,8 Millionen Euro

Über 74.000 Kärntner nahmen das kostenlose Service des AK-Konsumentenschutzes in den Jahren 2009 und 2010 in Anspruch. Klagenfurt (OTS) - "Die Arbeiterkammer ist die einzige Konsumentenschutzeinrichtung in Kärnten. Der AK-Konsumentenschutz steht allen Kärntnerinnen und Kärntnern mit Rat und Auskunft zur Verfügung, unabhängig davon, ob sie AK-Mitglieder sind oder nicht!", verwies heute AK-Präsident Günther Goach im Rahmen einer Pressekonferenz auf die Wichtigkeit des AK-Konsumentenschutzes. Über 3,8 Millionen Euro hat der Konsumentenschutz der AK Kärnten in den Jahren 2009 und 2010 den Kärntnern erspart. Mehr als 74.000-mal wurde das kostenlose AK-Service in Anspruch genommen. Insgesamt haben sich mehr als 15.000 Konsumenten mit Problemen zum Thema Miet- und Wohnrecht an die AK gewandt. Gegenüber 2008 hat die Thematik Wohnen damit die Internet-Abzocke - mit rund 12.300 Anfragen - auf den zweiten Platz verwiesen. "Probleme mit Dienstleistern und nach Wareneinkäufen, sowie Gewinnspiele und Werbefahrten stellten weitere Dauerbrenner dar", bilanzierte Mag. Susanne Kalensky, AK-Konsumentenschützerin. Kritisiert wurde von der AK, dass Konsumenten bei Geldgeschäften oft unzureichend über die Risiken aufgeklärt werden. Die AK fordert daher, dass Vermittler von Finanzprodukten künftig eine umfassende Ausbildung erhalten und einen Befähigungsnachweis ablegen müssen. Nur dann sollte eine Gewerbeberechtigung ausgegeben werden. Auch wirksame Regelungen gegen unerbetene Telefonanrufe seien laut AK längst überfällig. Dazu sollte noch heuer eine Regierungsvorlage beschlossen werden. Demnach sollen ungewollte Telefonverträge im Bereich Wetten, Glücksspiel, Lotterie und Gewinnzusagen grundsätzlich für nichtig erklärt werden. Der AK geht diese Vorlage aber noch zu wenig weit. "Sämtliche am Telefon abgeschlossene Verträge sollten erst dann gültig sein, wenn sie durch den Konsumenten schriftlich bestätigt werden", so der AK-Präsident. "Jeder soll per Gesetz das Recht auf ein eigenes Girokonto haben", lautet eine weitere Forderung Goachs. Denn: 150.000 Österreicher haben derzeit kein eigenes Girokonto und zahlen im Schnitt drei Euro pro Bareinzahlung. Bei nur sechs Zahlungen monatlich kommt ein Kunde ohne Konto damit auf 72 Zahlungen im Jahr - also auf 216 Euro. Ein besonderes Augenmerk legt die AK außerdem auf Bankkonditionen. Um zu kontrollieren, dass diese für Kunden nicht übermäßig ansteigen, werden die AK-Konsumentenschützer die Preise der Banken halbjährlich erheben, auswerten und gegebenenfalls publizieren. "Damit können wir ungerechtfertigte oder überhöhte Preissteigerungen aufzeigen", betonte Goach. Auch die unterschiedliche Rechtssprechung und mangelnde Klarstellung des Gesetzgebers zu den Erhaltungs- und Instandhaltungspflichten verunsichert viele Mieter. Die AK verlangt daher, dass sämtliche Erhaltungs- und Instandhaltungsmaßnahmen in Wohnungen endlich klaren gesetzlichen Regelungen unterliegen müssen. Aufgrund der in den vergangenen Jahren vermehrt aufgetretenen Massenschäden sei zudem eine gesetzliche Verankerung von Gruppenklagen aus Sicht der AK unumgänglich. Rückfragehinweis: Arbeiterkammer Kärnten Mag. Alexandra Dohr, Kommunikation Tel.: 050 477-2401, 2402, Fax: 050 477-2400 mailto:[email protected] http://kaernten.arbeiterkammer.at Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/8301/aom *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** OTS0125 2011-02-10/11:53 101153 Feb 11

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