- 10.02.2011, 09:00:27
- /
- OTS0024 OTW0024
Kadenbach: Bei Plastiksackerln ist die Macht der Konsumenten gefragt
SPÖ-EU-Abgeordnete appelliert an Verbraucher und den Handel, auf ökologische Tragtaschen zu setzen
Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach will
sich in Europa für eine Regelung gegen umweltschädliche
Plastiksackerl einsetzen. Nationalstaatlich ist das aufgrund der
EU-Verpackungsverordnung kaum durchzusetzen. "Ein EU-weites Verbot
von nicht recyclebaren Plastiksackerln ist daher unausweichlich",
sagt Kadenbach am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.
Realistischerweise sei aber aufgrund der Verfahrensdauer erst in
einigen Jahren mit dem Inkrafttreten einer EU-weiten Regelung zu
rechnen. ****
Die Umweltpolitikerin appelliert daher schon jetzt an die
Konsumenten: "Mir ist wichtig, dass die Konsumentinnen und
Konsumenten ihre Macht nutzen. Damit kann man schon heute beginnen.
An der Supermarktkassa muss die Entscheidung klar für eine ökologisch
einwandfreie, recyclebare Tragtasche getroffen werden."
Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit
und Nahrungsmittelsicherheit, fordert vom Handel auch ein klares
Bekenntnis und vor allem mehr Ernsthaftigkeit in Sachen Umweltschutz.
"Es gehört für mich zur Selbstverantwortung des Handels, sich nicht
hinter einem Gesetz zu verstecken, sondern initiativ zu werden und
Plastiktaschen ganz einfach nicht mehr anzubieten", so Kadenbach. Sie
unterstützt dabei auch SPÖ-NÖ-Klubobmann Günther Leichtfried, der ein
Ende der Plastiksackerlflut für Niederösterreich fordert. "Wenn er es
als Bürgermeister von Wieselburg durch direkte Gespräche mit den
Betroffenen schafft, den Ort als ersten in Österreich
plastiksackerlfrei zu bekommen, sind das genau die ersten Schritte,
die jetzt so wichtig sind", sagt Kadenbach.
Beim gestrigen Klimaschutzgespräch im Europäischen Parlament mit der
EU-Spitze Jerzy Buzek (Parlamentspräsident), José Barroso
(Kommissionspräsident) und Herman van Rompuy (Ratspräsident) nahm
Prinz Charles in Sachen Umweltschutz ebenfalls die Verbraucher in die
Pflicht. Sie müssten nachhaltig produzierte Waren verlangen, denn
sonst sähen Politik und Wirtschaft niemals ein, dass solche Waren
überhaupt notwendig seien. Außerdem müssten die Menschen lernen, dass
Umweltschutz nicht immer gleichzeitig auch Verzicht bedeute. "Wenn
umweltfreundliches Leben bedeuten soll, dass wir auf alles verzichten
müssen, was das Leben angenehm macht, möchten wir natürlich nicht
umweltfreundlich leben", sagte er in seiner Rede. (Schluss) bj
Rückfragehinweis:
Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






