Oligarchentum in der Wirtschaftskammer muss nun ein Ende haben!

Die Landessprecherin der Grünen Wirtschaft, Sabine Jungwirth, fordert von der Wirtschaftskammer nach dem Rücktritt von WK-Präsident Hainzl längst überfällige Reformen ein.

Graz (OTS) - "Der Rücktritt bietet nun eine Chance für einen Neuanfang. Die zahlenden Kammermitglieder haben ein Recht auf eine transparente und sparsame Wirtschaftskammer", kommentiert Sabine Jungwirth den Rücktritt des WK-Präsidenten.

Insbesondere fordert die Grüne Wirtschaft, dass der kritische Rechnungshofbericht endlich ernst genommen und umgesetzt wird:

-Funktionsentschädigungen für das Präsidium dürfen nicht mehr von diesem selbst beschlossen werden.
-Rechnungshofberichte sind von der Wirtschaftskammer zu veröffentlichen.
-Die Wirtschaftskammer muss "sauber" vom Wirtschaftsbund getrennt werden (keine Begünstigung des Wirtschaftsbundes mehr durch z.B. Billigmieten der Kammer)
-Transparente Regelung der Parteienförderung und klare Abrechnungsmodalitäten
-Ausschreibung aller Aufträge der Kammer, damit Kammerfunktionäre nicht mehr zum Schaden der Wirtschaftskammer begünstigt werden können.

"Die Kammer muss sich einer radikalen Demokratiereform unterziehen, damit die Wirtschaftskammer nicht dem ÖVP-Wirtschaftsbund überlassen bleibt. Die Grüne Wirtschaft fordert ein aufgewertetes Wirtschaftsparlament, in dem die wirtschafts- und interessenpolitischen Positionen ausreichend diskutiert und der Kurs der Kammer verbindlich festgelegt wird", verlangt Jungwirth. "Die Politik der Wirtschaftskammer darf nicht am Schreibtisch des Präsidenten entschieden werden. Es kann nicht sein, dass selbstherrliche Oligarchen die Mitgliedsbeiträge der UnternehmerInnen als Selbstbedienungsladen verstehen. Die Kammer muss endlich im modernen Wirtschaftsleben des 21. Jahrhunderts ankommen und sich von der Zunftordnung verabschieden".
"Damit unsaubere Geschäfte der Vergangenheit angehören, werden wir in Zukunft genau das Beschaffungswesen in der Kammer unter die Lupe nehmen und Transparenz und fairen Wettbewerb bei der Vergabe einfordern. Die neue Führung muss diesen Missstand beenden", so Jungwirth. Eine entsprechende Anfrage der Grünen Wirtschaft an das Präsidium der Wirtschaftskammer Steiermark zu den Vergaberichtlinien wurde nur unzureichend beantwortet. Es wurde keine Auskunft erteilt, wer in der Kammer welche Geschäfte macht.

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