- 01.02.2011, 11:09:27
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Khol: Höhere Zuverdienstgrenzen für Frühpensionisten auch in Österreich!
Was die Deutschen können, können auch wir Österreicher!
Wien (OTS) - "Wenn Sie in Österreich im gesetzlichen
Pensionssystem (ASVG, Gewerbe, Bauern) irgend eine vorzeitige Pension
antreten - sei dies freiwillig oder nicht - so dürfen Sie bis zur
Erreichung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters nur bis zur
Geringfügigkeitsgrenze dazu verdienen. Wenn Sie also nur einen
einzigen Euro über dieser Grenze liegen, verlieren Sie die ganze
Pension (oder in Sonderfällen zumindest einen großen Teil). Damit
muss Schluss sein, für's Arbeiten darf man nicht länger bestraft
werden", erklärt Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen
Seniorenbundes und Präsident des Österreichischen Seniorenrates.
"Die Deutsche Bundesregierung hat nun einen praktikablen
Lösungsvorschlag unterbreitet (denn auch bei unseren Nachbarn gelten
dzt ähnliche Bestimmungen): Die Zuverdienstgrenzen sollten angehoben
werden. Künftig soll man so viel dazuverdienen dürfen, bis das
vorherige Bruttoeinkommen erreicht ist. Diesen Vorschlag sollten nun
auch Österreichs Zuständige prüfen und ehest möglich umsetzen", so
Khol weiter.
Problematisch ist die Regelung auch deshalb, weil sie für Beamte
im Gegensatz zu den gesetzlichen Pensionen nicht gilt: Beamte dürfen
sofort unbeschränkt dazuverdienen! Und in vielen Berufen liegt mit
nur einem einzigen Auftrag schnell über den Grenzen - wer in diesen
Berufen jedoch bis zu 5 Jahre pausiert, findet danach keinen
Anschluss mehr.
Besonders schwierig ist die Situation auch für so manchen
Bürgermeister, der im Zivilberuf in einem gesetzlichen Pensionssystem
versichert war:
"In Österreich wird es in manchen Gebieten immer schwieriger,
überhaupt Bürgermeister zu finden. Wenn einem Bürgermeister dann eine
ASVG-Pension zugesprochen wird, muss er entweder auf die Pension oder
auf den Bürgermeisterbezug verzichten. Erhält dieselbe Pension jedoch
eine Beamten-Pension bleibt der Bürgermeisterbezug uneingeschränkt
erhalten. Fair ist das nicht", so Khol abschließend.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler, 0650-581-78-82, [email protected]; www.seniorenbund.at
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