Khol: Höhere Zuverdienstgrenzen für Frühpensionisten auch in Österreich!

Was die Deutschen können, können auch wir Österreicher!

Wien (OTS) - "Wenn Sie in Österreich im gesetzlichen
Pensionssystem (ASVG, Gewerbe, Bauern) irgend eine vorzeitige Pension antreten - sei dies freiwillig oder nicht - so dürfen Sie bis zur Erreichung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters nur bis zur Geringfügigkeitsgrenze dazu verdienen. Wenn Sie also nur einen einzigen Euro über dieser Grenze liegen, verlieren Sie die ganze Pension (oder in Sonderfällen zumindest einen großen Teil). Damit muss Schluss sein, für's Arbeiten darf man nicht länger bestraft werden", erklärt Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes und Präsident des Österreichischen Seniorenrates.

"Die Deutsche Bundesregierung hat nun einen praktikablen Lösungsvorschlag unterbreitet (denn auch bei unseren Nachbarn gelten dzt ähnliche Bestimmungen): Die Zuverdienstgrenzen sollten angehoben werden. Künftig soll man so viel dazuverdienen dürfen, bis das vorherige Bruttoeinkommen erreicht ist. Diesen Vorschlag sollten nun auch Österreichs Zuständige prüfen und ehest möglich umsetzen", so Khol weiter.

Problematisch ist die Regelung auch deshalb, weil sie für Beamte im Gegensatz zu den gesetzlichen Pensionen nicht gilt: Beamte dürfen sofort unbeschränkt dazuverdienen! Und in vielen Berufen liegt mit nur einem einzigen Auftrag schnell über den Grenzen - wer in diesen Berufen jedoch bis zu 5 Jahre pausiert, findet danach keinen Anschluss mehr.

Besonders schwierig ist die Situation auch für so manchen Bürgermeister, der im Zivilberuf in einem gesetzlichen Pensionssystem versichert war:

"In Österreich wird es in manchen Gebieten immer schwieriger, überhaupt Bürgermeister zu finden. Wenn einem Bürgermeister dann eine ASVG-Pension zugesprochen wird, muss er entweder auf die Pension oder auf den Bürgermeisterbezug verzichten. Erhält dieselbe Pension jedoch eine Beamten-Pension bleibt der Bürgermeisterbezug uneingeschränkt erhalten. Fair ist das nicht", so Khol abschließend.

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Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler, 0650-581-78-82, skofler@seniorenbund.at; www.seniorenbund.at

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