• 01.02.2011, 10:00:20
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4. Februar 2011 - Weltkrebstag: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr

Der richtige Sonneschutz von Kindheit an ist die beste Hautkrebsprävention

Wien (OTS) - Jeder Sonnenbrand in der Kindheit erhöht das
Hautkrebsrisiko signifikant. Sonnenschutz und richtiger Umgang mit
UV-Bestrahlung muss daher schon von klein auf gelernt werden. Die WHO
ruft am diesjährigen Weltkrebstag Eltern und Erziehungsberechtigte
auf, ein Sonnenbewusstsein bei Kindern und Jugendlichen zu wecken.
Die Österreichische Krebshilfe führt dazu im Rahmen ihres
Schwerpunkts "Sonne ohne Reue" eine Vielzahl von Projekten in ganz
Österreich durch.

Die WHO widmet den diesjährigen Weltkrebstag am 4. Februar der
Aufklärung der Jugend über den richtigen Umgang mit der Sonne.
Studien belegen den Zusammenhang zwischen Sonnenbränden in der
Kindheit, die Anzahl von Muttermalen und dem Auftreten von Hautkrebs
(Melanom). "Starke UV-Bestrahlung von Kindheit an erhöht die
Wahrscheinlichkeit, dass aus einem gutartigen Muttermal im Laufe der
Jahre Hautkrebs entsteht", bestätigt auch Univ. Prof. Dr. Hubert
Pehamberger, Vorstand der Universitätsklinik für Dermatologie an der
Medizinischen Universität Wien und wissenschaftlicher Leiter der
Krebshilfe Aktion "Sonne ohne Reue". "Die Haut von Kindern ist
wesentlich empfindlicher als von uns Erwachsenen, da Sonnenschäden
nicht repariert werden können. Wir appellieren an Eltern und
Erziehungsberechtigte, nicht nur auf den richtigen Schutz vor
Sonnenstrahlung bei Kindern zu achten, sondern auch schon bei den
Kleinsten ein Bewusstsein dafür zu schaffen."

Ein weiterer Aspekt betrifft den Besuch im Solarium. Wie schädlich
die "falsche" Bräune aus dem Solarium für Kinder und Jugendliche ist,
wurde bereits im August 2010 mit der Anhebung des Mindestalters auch
"amtlich" verbrieft. Unter 18 Jährigen ist der Gang ins Solarium
verboten. "Je jünger die Person auf der Sonnenbank ist, desto höher
ist das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken," so Pehamberger.
Früherkennung ist auch in punkto Hautkrebs das ein mal eins der
Vorsorge. Ein Problembewusstwein ist bei Jugendlichen jedoch noch
nicht vorhanden: Sie kommen meist aus anderen Gründen zum Hautarzt,
die Sonnenschäden werden oft nur nebenbei entdeckt. "Wir empfehlen
die regelmäßige Selbstuntersuchung der Haut zweimal jährlich. Einmal
im Jahr sollte der Dermatologe die Muttermale bei Risikopatienten mit
Hilfe der (digitalen) Auflichtmikroskopie kontrollieren."

Die Österreichische Krebshilfe informiert seit mehr als 20 Jahren
im Rahmen der Aktion "Sonne ohne Reue" über den richtigen Umgang mit
der Sonne. "Vieles hat sich seit damals geändert. Aber trotzdem
wollen wir den Mut zum hellen Teint noch mehr ins Bewusstsein von -
vor allem - Jugendlichen rücken," erklärt Krebshilfe Präsident Univ.
Prof. Dr. Paul Sevelda. Denn auch bei Hautkrebs gilt: Vorsorge und
Früherkennung sind wichtigsten Faktoren der Risikominimierung.

Krebserkrankungen in Österreich

Im Jahr 2008 erkrankten insgesamt 34.868 Menschen in Österreich an
Krebs, 1.142 davon an einem bösartigen Melanom. Das Melanom betraf
damit 3,3 % aller Krebserkrankungen. 19.744 Menschen starben 2008 an
Krebs, 325 an einem Melanom (Quelle: Statistik Austria).

Früherkennung nicht vergessen!

Eine ganz besondere Bedeutung kommt den
Krebsfrüherkennungsuntersuchungen zu. Diese Untersuchungen haben das
Ziel, Krebs in einem möglichst frühen Stadium zu entdecken. Denn je
früher erkannt, umso höher die Heilungschance. "Bei vielen
Krebserkrankungen gibt es die Möglichkeit, durch einfache und
regelmäßige Untersuchungen eine äußerst wirksame Früherkennung zu
erreichen," informiert Sevelda. "Deshalb erinnert die Österreichische
Krebshilfe seit vielen Jahren Herrn und Frau Österreicher per E-Mail
und/oder SMS an nächst fällige und wichtige Untersuchungen".
Anmeldungen kostenfrei unter www.krebshilfe.net

Empfohlene Krebsfrüherkennungsuntersuchungen für Frauen:

1. Selbstuntersuchung der Brust monatlich, ab dem 20. Lebensjahr
 2. Tastuntersuchung der Brust durch den Arzt/die Ärztin ab dem 20
    Lebensjahr 1x jährlich
 3. Mammographie ab dem 40. Lebensjahr in längstens zweijährigen
    Abstand
 4. Krebsabstrich am Gebärmutterhals ab dem 20. Lebensjahr 1x
    jährlich
 5. Darmkrebs-Okkulttest ab dem 40. Lebensjahr 1x jährlich
 6. Darmspiegelung (Koloskopie) ab dem 50. Lebensjahr alle 7 - 10 
    Jahre
 7. Hautselbstuntersuchung zweimal jährlich

Bei Männern:

 1. Regelmäßige Selbstuntersuchung der Hoden durch Abtasten ab dem
    20. Lebensjahr
 2. Prostatavorsorgeuntersuchung ab dem 45 Lebensjahr 1x jährlich
 3. Darmkrebs-Okkulttest ab dem 40. Lebensjahr 1x jährlich
 4. Darmspiegelung (Koloskopie) ab dem 50. Lebensjahr alle 7 - 10
    Jahre
 5. Hautselbstuntersuchung zweimal jährlich

Rückfragehinweis:
Österreichische Krebshilfe
Tel.: 01/7966450
mailto:[email protected]

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