Neues Volksblatt: "Begehren" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 1. Februar 2011

Linz (OTS) - Niemand kann etwas dagegen haben, wenn die Schule besser wird. Daher stößt auch das vom früheren SPÖ-Vizekanzler und heutigen Industriellen Hannes Androsch initiierte Bildungsvolksbegehren auf breite Zustimmung.
Noch.
Denn außer dem eingängigen Slogan "Österreich darf nicht sitzen bleiben!" ist noch nicht viel bekannt. Was konkret gefordert wird, soll erst in den nächsten Tagen von einem Redaktionsteam erarbeitet werden.
Irgendwie klingt das bekannt.
Hat nicht gerade die SPÖ mit Pauken und Trompeten eine Bundesheerreform vorgeschlagen, von der, wie sich jetzt herausstellt, außer einem Slogan - "Weg mit der Wehrpflicht!" - nichts Konkretes auf dem Tisch liegt? Und das, was vom Verteidigungsminister vorgelegt wurde, ist, wie viele behaupten, von vorn bis hinten falsch.
Wie uns die sogenannte Heeresreform lehrt, sollten wir daher auch beim Bildungsvolksbegehren darauf warten, was nach dem Slogan kommt. Was wird denn wirklich gefordert - außer eine bessere Schule, unter der jeder etwas anderes versteht: Eine Schule im Dienst der Wirtschaft, mehr Allgemein- und Persönlichkeitsbildung, Erziehung zum mündigen Bürger, oder, oder, oder ....? Wer setzt sich durch im Volksbegehrer Androsch: der SPÖ-Politiker oder der Industrielle? Warten wir's ab!

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