- 31.01.2011, 11:12:11
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ÖLI/UG: LehrerInnenbildung NEU braucht bessere wissenschaftliche und praktische Ausbildung mit Master-Abschluss für ALLE LehrerInnen!
Gemeinsame LehrerInnenbildung muss auch VolkschullehrerInnen voll einbeziehen!
Wien (OTS) - Die ÖLI/UG -Österreichische LehrerInnen Initiative
- Unabhängige GewerkschafterInnen fordern von den Ministerinnen
Schmied und Karl zukunftsorientierte konkrete Schritte in Richtung
universitäre Magister/Masterstudien für alle künftigen LehrerInnen
und die Integration der Pädagogischen Hochschulen in Pädagogische
Universitäten oder Pädagogische Fakultäten. Absichtserklärungen, wie
zuletzt am 27. Jänner in Salzburg, sind zu wenig.
Die Unabhängigen GewerkschafterInnen begrüßen das grundsätzliche
Bekenntnis der Ministerinnen Schmied und Karl zur gemeinsamen
universitären Ausbildung aller LehrerInnen und über "Pädagogische
Universitäten am Ende des Weges" (Presse, 29.1.2009). Sie vermissen
aber einmal mehr verbindliche Aussagen zu einer über Umbenennungen
hinausgehenden Reform, d.h.
- für die neue universitäre, wissenschaftliche und schulpraktische
Master/Magister-Ausbildung aller LehrerInnen, auch der
VolksschullehrerInnen,
- für die schrittweise Integration der Pädagogischen Hochschulen,
ihrer Ressourcen und ihres Personals in Pädagogische Universitäten
oder eigene Pädagogische Fakultäten.
Zwt.: Gemeinsame LehrerInnenbildung - nicht ohne
VolkschullehrerInnen!
Die ÖLI-UG kritisiert die anscheinend bereits SPÖ-ÖVP-akkordierte
Beschränkung der gemeinsamen LehrerInnenbildung NEU auf Hauptschule
und AHS-Unterstufe, bei der noch dazu jeder Hinweis auf die Anhebung
der HauptschullehrerInnenausbildung auf Master-Niveau und auf eine
anschließende Berufseinstiegsphase ausgespart bleibt. Diese
Zurückhaltung beider Ministerinnen zeigt, dass die Gefahr eines
verschulten Bachelor-Kurzstudiums für alle SekundarstufenlehrerInnen
weiterhin gegeben ist und dass die VolksschullehrerInnen, denen von
Gesamtschulgegnern gerade erst alle Schuld an den schlechten
PISA-Lese-Ergebnisse zugeschoben worden ist, ohne die notwendige
Anhebung ihrer Grundausbildung auskommen sollen.
Bildung kostet, auch die LehrerInnenbildung. Die Anhebung der
Ausbildung der Volks- und HauptschullehrerInnen auf das international
längst übliche Master-Niveau und die universitäre Ausbildung aller
PädagogInnen sind notwendige Zukunftsinvestition. Dazu braucht es
neue Strukturen: Pädagogische Universitäten bzw. eigene Pädagogische
Fakultäten für Forschung und Lehre. Dazu braucht es im "Jahr der
Bildung" einen Kanzler und einen Finanzminister, denen die Anhebung
der Budgets für Unterricht und Wissenschaft und die dazu
erforderliche bedarfsgerechte Nachadjustierung des Budgets ein
Anliegen ist - im Interesse aller Kinder und Jugendlichen, im
Interesse aller im Bildungsbereich Beschäftigten:
- für bessere Ausbildung und Bezahlung aller LehrerInnen, für bessere
Schulqualität auf allen Schulstufen, für die gemeinsame, ganztägige
Schule, für ein den Anforderungen der Gesellschaft entsprechendes
hochqualitatives Bildungswesen.
- Zusammenführen von PH- und Uni mit ihren unterschiedlichen Stärken
und die jahrzehntelang versäumte Einrichtung von universitären
Forschungszentren und Lehrstühlen für Grundschul- und
Frühkind-Pädagogik und die Ausfinanzierung der LehrerInnenbildung
NEU.
Keine Angst vor Reformen - Her mit den Bildungsmilliarden!
Für die Unabhängigen GewerkschafterInnen der ÖLI/UG
Reinhart Sellner, Ingrid Kalchmair (AHS)
Wilfried Mayr, Gaby Bogdan (APS)
Dietmar Mühl (BS)
Katharina Bachmann, Gary Fuchsbauer (BMHS)
Rückfragehinweis:
Gary Fuchsbauer, e-mail: [email protected],
Tel: O680/212 43 58
Internet: www.oeli-ug.at, www.ugoed.at
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