• 27.01.2011, 15:01:34
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Riesenansturm bei Mitteleuropäischer Biomassekonferenz

Vorreiterrolle der Europäischen Union in Sachen erneuerbarer Energie gefordert - Berlakovich: Energieautarkie ist machbar

Graz (OTS) - "1054 Teilnehmer aus 33 Ländern nehmen an der
Mitteleuro-päischen Biomassekonferenz 2011 teil. Dieser
Besucheransturm unterstreicht die weltweite Bedeutung der
Bioenergie", erklärte Horst Jauschnegg, Vorsitzender des
Österreichischen Biomasse-Verbandes, am 27. Jänner anlässlich einer
Pressekonferenz im Messecongress Graz. Davon profitieren auch
heimische Unternehmen, die sich als globale Technologieführer auf der
Konferenz neue Geschäfte an Land ziehen. Auch der Kampf gegen den
Klimawandel und die Sicherstellung der langfristigen
Energieversorgung muss mit Hilfe von erneuerbaren Energien schneller
vorangetrieben werden. Diesbezüglich richteten die Veranstalter einen
Aufruf an die Regierungen der an der Konferenz teilnehmenden Länder
(Grazer Biomasse-Erklärung, siehe Internetlink unten).

Energieautarkie ist machbar - Jetzt starten!

"Der globale Energiehunger ist groß, der Energieverbrauch wird
rasant ansteigen. Wir müssen unabhängig werden und umdenken. Die
Vergangenheit war umweltbelastend, die Zukunft ist umweltschonend",
so Umweltminister Niki Berlakovich, der betonte: "Der Ausweg heißt
Energieautarkie für Österreich. Sie ist machbar. Wenn wir jetzt
umdenken und die Weichen stellen, können wir unseren heimischen
Energiebedarf mit unseren Ressourcen zur Gänze selbst decken und auf
der ganzen Linie gewinnen: Wir schützen damit nicht nur das Klima,
wir schaffen damit auch neue Jobs - green jobs -, kurbeln das
Wirtschaftswachstum an und machen uns unabhängig von fossilen
Energieträgern."

Wlodkowski: Energiestrategien endlich umsetzen

"Eine sichere Energieversorgung zu stabilen Preisen ist für die
Bevölkerung essentiell. Daher müssen wir die Energieeffizienz
steigern und erneuerbare Energien noch stärker forcieren", betonte
Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski. Und er forderte
die Landes- und Bundesregierung auf: "Die beschlossenen
Energiestrategien - jene des Landes und jene des Bundes - endlich
umzusetzen." Und weiter: "Die Ökoenergie kann allein in der
Steiermark um knapp 60 Prozent ausgebaut werden. Die öffentliche Hand
muss hier klare Signale setzen."

Die heimischen Bauern sind als Energiewirte bereits auf einem
guten Weg. Immer mehr Bauern erwirtschaften zusätzliches Einkommen in
der Wärme- und Stromproduktion aus Biomasse. "Mit den vorhandenen
Biomassepotenzialen aus den Wäldern sowie von Äckern und Wiesen
können in der Steiermark beispielsweise bis 2020 weitere 105.000
private Häuser und 15.000 öffentliche und private
Dienstleistungsgebäude auf komfortable Biowärme umgestellt werden",
illustrierte Wlodkowski das Marktpotenzial.

Im Rahmen der Pressekonferenz informierte auch Adam Brown,
Internationale Energieagentur, über die Zusammenhänge zwischen den
Öl- & Gasmärkten und den erneuerbaren Energiequellen. André Faaij,
Professor für Energiesystem-Analyse an der Universität Utrecht, wies
auf die zunehmenden globalen Warenströme im Bereich der erneuerbaren
Energien hin. Detailinformationen über alle Präsentationen können
online unter den folgenden Links abgerufen werden:
http://www.biomasseverband.at/index.php?id=683 oder
http://www.biomasseverband.at/index.php?id=682

Folgende Presseinformationen stehen zur Verfügung:
Jauschnegg: Heimisches Bioenergie-Know-how für die Welt
Wlodkowski: Energiestrategien endlich umsetzen
Faaij: Welthandel mit Bioenergieträgern wächst rapide
Grazer Biomasse-Erklärung

Rückfragehinweis:

Dipl.-Ing. Antonio Fuljetic
   Österreichischer Biomasse-Verband
   Franz Josefs-Kai 13, 1010 Wien
   Tel.: +43 (0)1 533 0797 - 31
   [email protected], 
   www.biomasseverband.at
   
   Mag. Rosemarie Wilhelm,
   Landwirtschaftskammer Steiermark
   Tel.: +43 (0) 316/8050-1280 
   [email protected]

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