- 20.01.2011, 11:36:47
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Landau zu Armut in Österreich: Kein Grund zur Entwarnung
Caritas fordert mehr Mut bei Armutsbekämpfung
Wien (OTS) - Die Caritas erwartet sich von der Bundesregierung
"mehr Mut und mehr Entschiedenheit" bei der Armutsbekämpfung und
-vermeidung. Rund 1 Million Menschen oder 12 Prozent der Bevölkerung
in Österreich waren 2009 armutsgefährdet. "Die heute präsentierten
Zahlen zu Armut in Österreich zeigen sehr deutlich, dass kein Grund
zur Entwarnung besteht", so Caritasdirektor Michael Landau, "Umso
unverständlicher ist es, dass es beim vor Weihnachten beschlossenen
Sparpaket gerade bei kinderreichen Familien, AlleinerzieherInnen,
pflegebedürftigen Menschen oder Menschen mit Behinderung erhebliche
Kürzungen gab." Landau fordert daher eine
Sozialverträglichkeitsprüfung für jede einzelne Sparmaßnahme der
Regierung. Die Caritas betont, dass es beim Thema Armutsbekämpfung
auch um soziale Sicherheit und soziale Gerechtigkeit geht.
Investitionen im Sozialbereich sind wichtig für das Miteinander der
Menschen und eine gute Zukunft.
Auch die Caritas Zahlen bestätigen, dass der Druck auf die Menschen
unvermindert hoch ist. "Allein im Caritas-Betreuungszentrum Gruft
haben wir im Vorjahr mehr als 87.600 Mahlzeiten ausgegeben - mehr als
je zuvor", so Landau. Wurden im Tageszentrum St. Josef in
Wien-Währing 2009 noch 26.000 warme Mahlzeiten an bedürftige Menschen
verteilt, waren es im Vorjahr insgesamt 34.268 - ein Anstieg von über
30 Prozent.
Rückfragehinweis:
Caritas der Erzdiözese Wien
Mag.(FH) Klaus Schwertner, Pressesprecher
Tel.: +43 (0)1/878 12-221 od. +43 (0)664/848 26 18
mailto:[email protected]
www.caritas-wien.at
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