• 20.01.2011, 10:28:43
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  • OTS0076 OTW0076

Windbüchler-Souschill: Leitls Zwangsdienst-Vorschlag ist abzulehnen

Betreuung muss durch engagierte, gut ausgebildete Fachkräfte erfolgen

Wien (OTS) - Die Idee von Wirtschaftskammerpräsident Leitl, bei
Wegfall der Wehrpflicht den Zivildienst durch verpflichtenden
Sozialdienst für 18-jährige Männer und Frauen zu ersetzen, ist für
die Zivildienstsprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler-Souschill,
ein "gänzlich abzulehnender Zwangsdienst-Vorschlag".
"Diese Zwangsdienste bringen niemandem etwas. Es ist im Gegenteil
sogar unverantwortlich, Personen, die sich nicht bewusst dafür
entschieden haben, in sozialen Diensten einzusetzen. Pflege und
Betreuung sollen von engagierten, gut ausgebildeten und gut bezahlten
Fachkräften getragen werden, das sind wir den PatientInnen und
betreuten Personen schuldig".

Aus einer Studie von Gudrun Biffl geht auch ganz klar hervor, dass
volkswirtschaftlich gesehen eine aktive Arbeitsmarktpolitik viel mehr
bringt als zwangsverpflichtete Jugendliche. "Nur weil das
Sozialsystem derzeit auf diese wichtige Stütze der Zivildiener
angewiesen ist, kann es doch nicht sein, dass durch fehlende
Maßnahmen im Sozial- und Gesundheitsbereich Jugendliche dafür büßen
müssen". Für Windbüchler-Souschill ist daher das von Leitl
vorgeschlagene Modell neben den verfassungsrechtlichen Problemen auch
inhaltlich völlig verfehlt.
Einmal mehr fordert Windbüchler-Souschill einen Runden Tisch im
Parlament mit den Zivildienst-Trägerorganisationen und VertreterInnen
der Fraktion, um eine gemeinsame Lösung zu finden.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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