• 18.01.2011, 15:32:12
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Alois Hotschnig erster Preisträger des Gert Jonke-Literaturpreises

LR Dobernig: Wichtiger Impuls für Literaturförderung in Kärnten - Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro

Klagenfurt (OTS/LPD) - Der Kärntner Schriftsteller Alois Hotschnig
ist der erste Träger des neu ins Leben gerufenen Gert Jonke-Preises.
Ausgewählt wurde er von einer internationalen Fachjury. Das gaben
Kulturreferent LR Harald Dobernig, Klagenfurts Vizebürgermeister
Albert Gunzer, der Leiter des Robert Musil-Institutes Klaus Amann
sowie Gert Jonkes Lebensgefährtin und Nachlassverwalterin Ingrid
Ahrer heute, Dienstag, in einer gemeinsamen Pressekonferenz im Robert
Musil-Museum bekannt. Am 6. März wird der mit 15.000 Euro dotierte
Preis an Hotschnig verliehen.

Gestiftet wird das Preisgeld seitens des Landes Kärnten. Dobernig
bezeichnete den Gert Jonke-Preis als für Kärnten und Klagenfurt
bedeutenden Preis in Würdigung der literarischen Leistungen des
verstorbenen Schriftstellers. "Der Gert Jonke-Preis hat ein echtes
Potential, sich zu einem ganz großen Preis der deutschsprachigen
Literaturszene zu entwickeln. Er ist aber auch ein wichtiger Impuls
für die Literaturförderung in Kärnten. Mein Dank gilt allen, die zur
Entstehung dieses Preises beigetragen haben", so der Kulturreferent.
Er betonte, dass der Preis keinen Beschränkungen, wie einem
Alterslimit, aktuellen Veröffentlichungen oder Erfolgen, unterliege.
"Das entspricht auch ganz der Lebenssituation und Intention Jonkes",
so Dobernig.

"Durch diesen Preis erhält der im Jänner 2009 verstorbene Jonke, der
1977 den ersten Ingeborg-Bachmann Preis gewonnen hat, eine würdevolle
Anerkennung für seine literarische Leistungen", zeigte sich Gunzer
stolz auf den seitens des Landes und der Stadt Klagenfurt ins Leben
gerufenen Preis, der alle zwei Jahre verliehen wird. Als sehr positiv
beurteilte er auch die gute Zusammenarbeit mit dem Land Kärnten und
die vielen Impuls gebenden Gespräche mit Ingrid Ahrer.

Amann wies darauf hin, dass Jonke mit dem Musil-Haus eng verbunden
war. Er sei stolz darauf, dass hier die größte Nachlasssammlung des
Schriftstellers verwahrt und erforscht wird. Die Kriterien für die
Preisvergabe seien relativ allgemein gehalten und doch dem Geist
Jonkes entsprechend. Es sei ein Preis, der Sprachästhetik würdige,
kein Preis für Unterhaltungsliteratur, so Amann. Es werde versucht
werden, die jeweilige künstlerische Beziehung zwischen den
Preisträgern und Gert Jonke zu dokumentieren.

Ahrer zeigte sich überzeugt davon, dass Jonke mit dem Ergebnis und
der sorgfältigen Vorbereitung des Preises sicher einverstanden und
zufrieden gewesen wäre. Sie dankte der Politik, die das große
Potential eines Gert Jonke-Preises erkannt und schnell reagiert habe.
"Dieser Preis ist für Kärnten und dessen Literatur ein wichtiger
neuer Bestandteil, der dem Kultur- und Literaturland Kärnten noch
stärkeren Bekanntheitsgrad beschert. Ich sehe in Kärnten eine
erkennbare Bewegung nach oben", dankte Ahrer.

Der Preis wurde heuer in der Sparte Prosa vergeben, dem literarischen
Betätigungsfeld Jonkes entsprechend werden alternierend auch Preise
für Lyrik und Dramatik vergeben. Die Jury wird jeweils neu
zusammengestellt. Hotschnig wurde als erster Preisträger von einer
hochkarätigen Jury, bestehend aus Corina Caduff, Professorin an der
Züricher Hochschüle der Künste, Hubert Winkels, Literaturredakteur
von Radio Deutschland und Bachmannpreis-Juror, sowie Klaus Amann
ausgewählt.

Hotschnig wurde 1959 im Berg im Drautal geboren und lebt als freier
Schriftsteller in Innsbruck. 1989 erhielt er den Förderungspreis des
Landes Kärnten für seine Erzählung "Aus". 1992 wurde Hotschnig beim
Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb mit dem Preis des Landes Kärnten
ausgezeichnet und erhielt 1999 das Robert-Musil-Stipendium. Den
Österreichischen Förderpreis für Literatur konnte er 2003
entgegennehmen. Weitere Preise: Anna-Seghers-Preis,
Italo-Svevo-Preis, Tiroler Landespreis für Kunst, Anton
Wildgans-Preis und Erich-Fried-Preis im Jahr 2008.

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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