- 18.01.2011, 12:11:41
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Lopatka: Wichtig für Österreich in Zentral- und Osteuropa engagiert zu sein
Finanzstaatssekretär bei "Euromoney", der Konferenz der zentral- und osteuropäischen Staaten zum Thema "Politik nach der Krise"
Wien (OTS) - Osteuropa habe bereits 2010 ein deutlich besseres
Wachstum ausgewiesen, als die westlichen EU-Länder, darum sei es
besonders wichtig, dass Österreichs Unternehmen und Banken in diesen
Ländern engagiert geblieben sind. Das betonte Finanzstaatssekretär
Reinhold Lopatka heute beim Auftakt des "Central & Eastern European
Forum" in Wien. Die Konferenz widmet sich zwei Tage lang den
wichtigen Herausforderungen der Region in den kommenden Jahren.
Eine hochkarätige Runde mit dem Gouverneur der türkischen
Zentralbank, dem polnischen und rumänischen Finanzstaatssekretär und
dem CEO der Citigroup Europe, Middle East and Africa sowie
Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka diskutierte heute zu Beginn des
Forums über das Thema "How far have countries in the region recovered
from the crisis?". Lopatka betonte: "Speziell die Eurozone braucht
aufgrund der Staatsschuldenkrise dringend strukturelle Reformen, um
das Vertrauen der Märkte wiederherzustellen. Aber gerade in diesen
Ländern erleben wir seit Jahren einen Reformstau, da wir vor der
Krise durch hohe Wachstumsraten nicht gezwungen waren, Maßnahmen zu
setzen."
Die Länder Zentral- und Osteuropas seien weiterhin Zukunftsmärkte
für Österreich, so der Finanzstaatssekretär. "Umso wichtiger ist es,
dass österreichische Banken und Investoren weiter auf diese Märkte
setzen und nun von dem - im Vergleich zu Österreich - deutlich
höheren Wachstum profitieren. Österreich kann die damit verbundenen
Chancen nutzen - wie wir das bereits nach dem Fall des Eisernen
Vorhangs getan haben", so Lopatka.
Der türkische Zentralbankgouverneur Durmus Yilmaz verwies auf eine
Wachstumsrate von rund 11 Prozent im Jahr 2010 und der polnische
Finanzstaatssekretär Dominik Radziwill zeigte sich in der Diskussion
darüber erfreut, dass zahllose Investoren vor den Risiken der
Eurozone nach Polen flüchten. Lopatka dazu: "Ich kann dem
Erste-Bank-Chef Andreas Treichl nur zustimmen, dass der Osten den
Westen outperformen wird, weil die Belastungen für Unternehmen und
Banken dort niedriger sind. Daher bin ich was die Region betrifft
heuer viel optimistischer, als noch im vergangenen Jahr".
Abschließend betonte Lopatka, dass es im Hinblick auf die
Staatsschuldenkrise von höchster Wichtigkeit sei, die europäische
Ebene zu stärken und nicht zu schwächen. Denn nur mit verbindlichen
Zielvereinbarungen und echten Sanktionsmöglichkeiten beim
Nicht-Erreichen dieser Ziele könnte die Souveränitätskrise überwunden
werden.
Rückfragehinweis:
Pressesprecherin von Staatssekretär Dr. Reinhold Lopatka Mag. Iris Brüggler Tel.: T: +43 (0)1 51433 500 085, Mob: +43 (0)664 2249512 mailto:[email protected] www.bmf.gv.at Bundesministerium für Finanzen Hintere Zollamtsstraße 2b A-1030 Wien
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