Schultes erneuert Forderung nach Krisenlagern

Der beste Rat ist der Vorrat - Bei GAP-Reform 2013 die Lehren daraus ziehen

Wien (OTS/aiz) - In einer Aussendung erneuerte heute der ÖVP-Nationalratsabgeordnete und Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Hermann Schultes, die Forderung der Landwirtschaft nach der Anlage von Krisenlagern für Rohstoffe wie Getreide. "Die weltweit knappe Versorgung und der von Spekulation getriebene sprunghafte Anstieg der Preise lehren uns heute mehr denn je die Richtigkeit der alten Weisheit, 'der beste Rat ist der Vorrat'", so Schultes, insbesondere weil sich auch zeige, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass der Spekulation mit Lebensmitteln durch Regulierung Einhalt geboten werden könne. Insbesondere sollten daraus die Lehren bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik GAP der EU nach 2013 gezogen werden.

Schultes erinnerte daran, dass die Anlage von Getreide-Krisenlagern wegen der damit verbundenen Kosten gerade zu einer Zeit versäumt worden sei, wo Getreide und andere Agrarrohstoffe extrem billig gewesen seien. "Mittlerweile hätte sich die Anlage dieser Lager für den Staat eindeutig gerechnet, aber unsere Hinweise wurden in den Wind geschlagen. Nunmehr bleibt den Verantwortlichen nur mehr, sich über die Folgen der Spekulation zu beklagen und über die Notwendigkeit ihrer Regulierung zu debattieren."

"Jetzt ist Kreativität von allen Verantwortlichen gefordert", so Schultes weiter. "Insbesondere sollten wir bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik GAP der EU nach 2013 die Lehren daraus ziehen. Die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln steht jeden Tag auf dem Spiel. Es wäre daher vermessen, neuerlich gravierende Fehler zu begehen, indem marktstabilisierende Maßnahmen in der GAP noch weiter zurückgefahren werden oder unsere Forderung nach Krisenlagern weiter ignoriert wird. Dies würde sich im Zeitraum bis 2020 auf Kosten der Lebensmittelrechnungen der Konsumenten oder unserer Ernährungssouveränität bitter rächen können."
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