- 18.01.2011, 11:06:31
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Schultes erneuert Forderung nach Krisenlagern
Der beste Rat ist der Vorrat - Bei GAP-Reform 2013 die Lehren daraus ziehen
Wien (OTS/aiz) - In einer Aussendung erneuerte heute der
ÖVP-Nationalratsabgeordnete und Präsident der Landwirtschaftskammer
Niederösterreich, Hermann Schultes, die Forderung der Landwirtschaft
nach der Anlage von Krisenlagern für Rohstoffe wie Getreide. "Die
weltweit knappe Versorgung und der von Spekulation getriebene
sprunghafte Anstieg der Preise lehren uns heute mehr denn je die
Richtigkeit der alten Weisheit, 'der beste Rat ist der Vorrat'", so
Schultes, insbesondere weil sich auch zeige, dass es sehr
unwahrscheinlich sei, dass der Spekulation mit Lebensmitteln durch
Regulierung Einhalt geboten werden könne. Insbesondere sollten daraus
die Lehren bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik GAP der EU
nach 2013 gezogen werden.
Schultes erinnerte daran, dass die Anlage von
Getreide-Krisenlagern wegen der damit verbundenen Kosten gerade zu
einer Zeit versäumt worden sei, wo Getreide und andere Agrarrohstoffe
extrem billig gewesen seien. "Mittlerweile hätte sich die Anlage
dieser Lager für den Staat eindeutig gerechnet, aber unsere Hinweise
wurden in den Wind geschlagen. Nunmehr bleibt den Verantwortlichen
nur mehr, sich über die Folgen der Spekulation zu beklagen und über
die Notwendigkeit ihrer Regulierung zu debattieren."
"Jetzt ist Kreativität von allen Verantwortlichen gefordert", so
Schultes weiter. "Insbesondere sollten wir bei der Reform der
Gemeinsamen Agrarpolitik GAP der EU nach 2013 die Lehren daraus
ziehen. Die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln steht jeden Tag
auf dem Spiel. Es wäre daher vermessen, neuerlich gravierende Fehler
zu begehen, indem marktstabilisierende Maßnahmen in der GAP noch
weiter zurückgefahren werden oder unsere Forderung nach Krisenlagern
weiter ignoriert wird. Dies würde sich im Zeitraum bis 2020 auf
Kosten der Lebensmittelrechnungen der Konsumenten oder unserer
Ernährungssouveränität bitter rächen können."
(Schluss)
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