FP-Hübner: Orbans kulturpolitische Maßnahmen sind allemal nachvollziehbar

Kulturpolitik wird maßgeblich von Weltanschauungen getragen

Wien (OTS) - "Mit großem Interesse verfolge ich die von Ungarns rechtskonservativer Fidesz-Regierung veranlaßten tiefgreifenden Änderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Bevor sich links-linke und liberale Künstler, oder Personen, die sich aus nicht nachvollziehbaren Gründen für solche halten, hysterisch über Viktor Orbans Kulturpolitik alterieren, sollten sie sich einmal ansehen, mit welch ideologisch motivierter Rücksichtslosigkeit ihre ?GenossInnen? in ganz Europa seit Jahrzehnten agieren", stellt der europapolitische Sprecher der FPÖ, NAbg. Dr. Johannes Hübner, anläßlich der jüngsten Aufregungen um Personaländerungen in Ungarns Kulturinstitutionen fest.

Die Linke habe in unseren Breiten spätestens seit 1968 erkannt, welche metapolitische Bedeutung die Kunst habe. Wer, wenn nicht der Erfolg der 68er-Bewegung, mache deutlich, daß kontinuierliche -jahrzehntelange - Arbeit maßgeblich auf die Gesellschaft und die in ihr vertretenen Positionen Einfluß nehmen könne. Welche künstlerischen Richtungen forciert werden würden - sei es in der Literatur, sei es in der bildenden Kunst, sei es in der darstellenden Kunst - sei wesentlich von ideologischen Absichten bestimmt. Es gehe um die Vermittlung eines bestimmten Weltbildes, um die Vermittlung oder Demontage konkreter Werte und somit auch um die Vorherrschaft der Deutung sowie die Hoheit über die Begriffe und deren Inhalt, analysiert Hübner.

"Man braucht sich doch nur die Kulturpolitik hierzulande ansehen. Erinnern wir uns an Helmut Zilks legendäre Wiener Kulturstadträtin Ursula Pasterk, die maßgeblich an der Bestellung Claus Peymanns zum Burgtheaterdirektor beteiligt war und völlig unverhohlen die Kunst als das ?Ideologie-Ressort? bezeichnete. Werfen wir einen Blick auf das Volkstheater, wo für jedermann gut sichtlich ein roter Stern signalisiert, daß in diesem Haus der Wind aus der links-linken Ecke pfeift. Nehmen wir die Kunst- und Kulturberichte aus dem Ministerium der SPÖ-Ministerin Claudia Schmied zur Hand. Wer da aller am Subventionstropf hängt, mit Reise- und Forschungsstipendien über viele Jahre hinweg durchgefüttert wird, fällt - wenn überhaupt - nur durch eines auf: Hasstiraden gegen die Freiheitlichen", legt Hübner die österreichische Situation dar.

"Wie bei Ungarns neuen Mediengesetzen kann ich auch in Viktor Orbans Kulturpolitik nichts erkennen, was nicht im Rahmen eines demokratischen Rechtsstaates legitim ist. Die von der rechtskonservativen Fidesz-Regierung gesetzten kulturpolitischen Impulse wünsche ich mir auch für die Zeit nach der nächsten Nationalratswahl, wenn die FPÖ stimmenstärkste Partei geworden ist. Ein Volkstheaterdirektor Michael Schottenberg, der sich nicht nur äußerlich sondern auch wirtschaftlich am Staatssozialismus orientiert - das haben die katastrophalen Zahlen des jüngsten Rechnungshofberichtes deutlich gemacht -, wird sich vielleicht neue berufliche Herausforderungen suchen dürfen. Ein - von vielen Kulturschaffenden anscheinend verinnerlichter - Ausspruch des großen Poeten und Staatsratsvorsitzenden der verblichenen "DDR" wird dann für Österreich sicher nicht mehr gelten: "Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf?..", kündigte Hübner abschließend an.

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