- 17.01.2011, 15:54:00
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"Keine Ausbildung zweiter Klasse!"
Lehre ist "ausschlagegebend für den Wirtschafts- und Lebensstandort Kärnten", bekräftigt WK-Präsident Franz Pacher
Klagenfurt (OTS) - Begrüßt hat heute Kärntens
Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher das grundsätzliche Bekenntnis
der SPÖ zur Bedeutung der Lehrlingsausbildung. Sie sei für die
künftige Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und damit
des Lebensstandortes Kärnten ausschlaggebend und brauche die
einhellige Unterstützung aller politischen Parteien, betonte Pacher:
"Auch wir kämpfen seit langem dagegen, dass der Weg über die Lehre
zur Wirtschaftsfachkraft als Ausbildung zweiter Klasse angesehen
wird, und freuen uns über diese Bestätigung durch die SPÖ."
Keine Asubeuter
Eine klare Absage erteilt Pacher allerdings den inhaltlichen
Vorstellungen von Kaiser und Lipitsch. Das bestehende duale Prinzip -
die Kombination von praxisgerechter Ausbildung in den Lehrbetrieben
und ergänzendem Wissenserwerb an den Berufsschulen - habe sich
bestens bewährt und sorge seit Jahrzehnten für Spitzenplätze
Österreichs bei internationalen Wettbewerben und Rankings. Vorwürfe
bezüglich einer Ausbeutung der Lehrlinge wies Pacher entschieden
zurück: "Lehrlinge sind keine billigen Arbeitskräfte, sondern gut
ausgebildete Facharbeiter der Zukunft, die jeder Betrieb dringend
braucht - vor allem angesichts der bedenklichen Geburtenentwicklung."
Schwarze Schafe seien bei 3000 Lehrbetrieben nicht völlig
auszuschließen, aber auch an den von der SPÖ geforderten öffentlichen
Lehrwerkstätten würde es bessere und weniger geeignete Ausbilder
geben.
Das TAZ kommt!
Überbetriebliche Lehrwerkstätten seien überdies bereits vorhanden,
aber lediglich bei Mangelberufen sinnvoll, unterstrich Pacher: "Sie
sollen nicht den Ausbildungsbetrieben Konkurrenz machen, sondern nur
dort einspringen, wo zu wenig Jugendliche von der Wirtschaft
ausgebildet werden können." Diese Funktion werde auch das Test- und
Ausbildungszentrum der Wirtschaftskammer erfüllen, das im Herbst in
Klagenfurt seinen Betrieb aufnehme und neben der Ermittlung von
Stärkeprofilen für Jugendliche als Hinweis auf erfolgversprechende
Ausbildungsvarianten auch eine Lehrwerkstätte für metallbe- und
-verarbeitende Berufe beinhalte.
Selbst gemacht ist gut gemacht
Überhaupt nicht zur Diskussion steht für Pacher die
"Verstaatlichung" der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer: "Das
ist eine Selbstverwaltungseinrichtung der Unternehmer, die von der
Zukunft ihrer Betriebe und der Qualifizierung des dafür nötigen
Personals mehr verstehen als der private Verein ÖGB." Im Bereich der
Hoheitsverwaltung würden ohnehin alle Agenden mit den Sozialpartnern
abgestimmt, hier gebe es keinen zusätzlichen Harmonisierungsbedarf.
Und eine gute Nachricht hat Pacher für die SPÖ auch: "Ich freue mich,
mitteilen zu können, dass die österreichweit einheitliche Regelung
der Lehrlingsausbildung durch eine im gesamte Bundesgebiet gültige
Prüfungsordnung der Lehrabschlussprüfungen bereits umgesetzt werden
konnte."
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Kärnten
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 05/90 90 4-660
mailto:[email protected]
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