"Keine Ausbildung zweiter Klasse!"

Lehre ist "ausschlagegebend für den Wirtschafts- und Lebensstandort Kärnten", bekräftigt WK-Präsident Franz Pacher

Klagenfurt (OTS) - Begrüßt hat heute Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher das grundsätzliche Bekenntnis der SPÖ zur Bedeutung der Lehrlingsausbildung. Sie sei für die künftige Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und damit des Lebensstandortes Kärnten ausschlaggebend und brauche die einhellige Unterstützung aller politischen Parteien, betonte Pacher:
"Auch wir kämpfen seit langem dagegen, dass der Weg über die Lehre zur Wirtschaftsfachkraft als Ausbildung zweiter Klasse angesehen wird, und freuen uns über diese Bestätigung durch die SPÖ."

Keine Asubeuter
Eine klare Absage erteilt Pacher allerdings den inhaltlichen Vorstellungen von Kaiser und Lipitsch. Das bestehende duale Prinzip -die Kombination von praxisgerechter Ausbildung in den Lehrbetrieben und ergänzendem Wissenserwerb an den Berufsschulen - habe sich bestens bewährt und sorge seit Jahrzehnten für Spitzenplätze Österreichs bei internationalen Wettbewerben und Rankings. Vorwürfe bezüglich einer Ausbeutung der Lehrlinge wies Pacher entschieden zurück: "Lehrlinge sind keine billigen Arbeitskräfte, sondern gut ausgebildete Facharbeiter der Zukunft, die jeder Betrieb dringend braucht - vor allem angesichts der bedenklichen Geburtenentwicklung." Schwarze Schafe seien bei 3000 Lehrbetrieben nicht völlig auszuschließen, aber auch an den von der SPÖ geforderten öffentlichen Lehrwerkstätten würde es bessere und weniger geeignete Ausbilder geben.

Das TAZ kommt!
Überbetriebliche Lehrwerkstätten seien überdies bereits vorhanden, aber lediglich bei Mangelberufen sinnvoll, unterstrich Pacher: "Sie sollen nicht den Ausbildungsbetrieben Konkurrenz machen, sondern nur dort einspringen, wo zu wenig Jugendliche von der Wirtschaft ausgebildet werden können." Diese Funktion werde auch das Test- und Ausbildungszentrum der Wirtschaftskammer erfüllen, das im Herbst in Klagenfurt seinen Betrieb aufnehme und neben der Ermittlung von Stärkeprofilen für Jugendliche als Hinweis auf erfolgversprechende Ausbildungsvarianten auch eine Lehrwerkstätte für metallbe- und -verarbeitende Berufe beinhalte.

Selbst gemacht ist gut gemacht
Überhaupt nicht zur Diskussion steht für Pacher die "Verstaatlichung" der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer: "Das ist eine Selbstverwaltungseinrichtung der Unternehmer, die von der Zukunft ihrer Betriebe und der Qualifizierung des dafür nötigen Personals mehr verstehen als der private Verein ÖGB." Im Bereich der Hoheitsverwaltung würden ohnehin alle Agenden mit den Sozialpartnern abgestimmt, hier gebe es keinen zusätzlichen Harmonisierungsbedarf. Und eine gute Nachricht hat Pacher für die SPÖ auch: "Ich freue mich, mitteilen zu können, dass die österreichweit einheitliche Regelung der Lehrlingsausbildung durch eine im gesamte Bundesgebiet gültige Prüfungsordnung der Lehrabschlussprüfungen bereits umgesetzt werden konnte."

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