Zu erwartende Selbstbeweihräucherung der Pensionskassen unbegründet

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Wien (OTS) - In den nächsten Tagen ist wieder einmal mit Jubelmeldungen des Fachverbands der Pensionskassen zu rechnen, da aufgrund der voraussichtlichen Veranlagungsergebnisse 2010 den meisten Pensionskassenopfern wohl - Gott sei Dank! - nach bis zu 45 % Verlusten in den Jahren seit 2000 diesmal Pensionskürzungen erspart bleiben könnten. Zum Jubel besteht aber weiterhin kein Anlass:

Denn das für die Pensionskassenberechtigten wirklich relevante Ergebnis, ihre Pensionsvalorisierung, liegt im Durchschnitt vermutlich auf einer Null-Linie. Auch höhere einstellige Prozenterträge bringen keine Pensionserhöhungen, sie sind nur Voraussetzung für die Vermeidung neuerlicher Kürzungen. Somit werden die Anwärter und Bezieher von teilweise bereits bis zur Hälfte geschrumpften Pensionen heuer zwar voraussichtlich mit einem blauen Auge davonkommen, ihre schweren Verluste aus den letzten Jahren aber bleiben ihnen unvermindert erhalten.

Politik und Sozialpartner sind den Betroffenen nach wie vor die längst angekündigte Reparatur der österreichischen Fehlgeburt "Zweite Säule der Altersvorsorge" schuldig. Auch das von immer mehr Experten prophezeite Scheitern des ASVG-Systems ist offensichtlich kein Anreiz, bei der Zweiten Säule, im Pensionskassensystem, endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Im Gegenteil, die sogenannte Reformkommission unter Vorsitz von Staatssekretär Lopatka ist nunmehr schon seit zwei Jahren ergebnislos in ihrer Pattstellung festgefahren.

Stattdessen übernimmt die Regierung milliardenschwere Haftungen für das notleidende Schulden- und Bankensystem anderer EU-Staaten, natürlich auf Steuerzahlers Kosten und Risiko! Für jene 100.000en Österreicherinnen und Österreicher, deren finanzielle Absicherung im Lebensabend zu einem erheblichen Teil mit dem scheiternden Pensionskassensystem unwiderruflich verloren gegangen ist, fehlt nach wie vor jeglicher echter Wille zur Schadensbegrenzung, von Sanierung ganz zu schweigen.

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Günter Braun, Pressesprecher des Pekabe - Schutzverband der Pensionskassenberechtigten
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Tel. 0699 - 111 58 699

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