- 17.01.2011, 08:00:13
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Zu erwartende Selbstbeweihräucherung der Pensionskassen unbegründet
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer
Wien (OTS) - In den nächsten Tagen ist wieder einmal mit
Jubelmeldungen des Fachverbands der Pensionskassen zu rechnen, da
aufgrund der voraussichtlichen Veranlagungsergebnisse 2010 den
meisten Pensionskassenopfern wohl - Gott sei Dank! - nach bis zu 45 %
Verlusten in den Jahren seit 2000 diesmal Pensionskürzungen erspart
bleiben könnten. Zum Jubel besteht aber weiterhin kein Anlass:
Denn das für die Pensionskassenberechtigten wirklich relevante
Ergebnis, ihre Pensionsvalorisierung, liegt im Durchschnitt
vermutlich auf einer Null-Linie. Auch höhere einstellige
Prozenterträge bringen keine Pensionserhöhungen, sie sind nur
Voraussetzung für die Vermeidung neuerlicher Kürzungen. Somit werden
die Anwärter und Bezieher von teilweise bereits bis zur Hälfte
geschrumpften Pensionen heuer zwar voraussichtlich mit einem blauen
Auge davonkommen, ihre schweren Verluste aus den letzten Jahren aber
bleiben ihnen unvermindert erhalten.
Politik und Sozialpartner sind den Betroffenen nach wie vor die
längst angekündigte Reparatur der österreichischen Fehlgeburt "Zweite
Säule der Altersvorsorge" schuldig. Auch das von immer mehr Experten
prophezeite Scheitern des ASVG-Systems ist offensichtlich kein
Anreiz, bei der Zweiten Säule, im Pensionskassensystem, endlich Nägel
mit Köpfen zu machen. Im Gegenteil, die sogenannte Reformkommission
unter Vorsitz von Staatssekretär Lopatka ist nunmehr schon seit zwei
Jahren ergebnislos in ihrer Pattstellung festgefahren.
Stattdessen übernimmt die Regierung milliardenschwere Haftungen
für das notleidende Schulden- und Bankensystem anderer EU-Staaten,
natürlich auf Steuerzahlers Kosten und Risiko! Für jene 100.000en
Österreicherinnen und Österreicher, deren finanzielle Absicherung im
Lebensabend zu einem erheblichen Teil mit dem scheiternden
Pensionskassensystem unwiderruflich verloren gegangen ist, fehlt nach
wie vor jeglicher echter Wille zur Schadensbegrenzung, von Sanierung
ganz zu schweigen.
Rückfragehinweis:
Günter Braun, Pressesprecher des Pekabe - Schutzverband der Pensionskassenberechtigten
Mailto: [email protected]
Tel. 0699 - 111 58 699
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