Gleichbehandlungsgesetz - Binder-Maier: Wichtiger Schritt in Richtung gerechtere Gehälter

Wien (OTS/SK) - "Die verpflichtenden Einkommensberichte sind ein wichtiger Schritt, dass sich endlich die Einkommensschere verkleinert", zeigt sich SPÖ-Familiensprecherin und Frauenvorsitzende der SPÖ-Niederösterreich, Gabriele Binder-Maier, über den Beschluss des neuen Gleichbehandlungsgesetzes im Ausschuss erfreut. Unternehmen sind künftig verpflichtet, die durchschnittlichen Einkommen von Frauen und Männern betriebsintern offen zu legen. "Das heißt, es gibt keine Geheimniskrämereien mehr, Betriebe müssen sich mit den Einkommensunterschieden zwischen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigen und das österreichische Tabu über Gehälter nicht zu reden, wird endlich aufgebrochen", so Binder-Maier. Immerhin verdienen Frauen für die gleiche Arbeit noch immer um bis zu 18 Prozent weniger als Männer, nur weil sie Frauen sind. ****

Binder-Maier fügt hinzu, dass die Berichte alle zwei Jahre von den Unternehmen zu erstellen sind. Wenn dies nicht geschehe, können ArbeitnehmerInnen den Einkommensbericht bis zu drei Jahre im Nachhinein vor Gericht einklagen. Froh zeigt sich Binder-Maier, dass die Strafe für ArbeitnehmerInnen, wenn Details aus den Einkommensberichten in den Medien oder im Internet veröffentlicht werden, in der Höhe von 360 Euro geringer ausfällt, als ursprünglich vorgesehen und die Behörden bei harmloseren Vergehen von einer Strafe absehen können.

Verankert wurde im Gesetz auch, dass in Stelleninseraten Betriebe in Zukunft angeben müssen, welchen Kollektivvertrag sie haben und ob sie bereit sind, mehr zu zahlen. "Es ist Frauenministerin Heinisch-Hosek zu gratulieren, dass es ihr gelungen ist, mit den verpflichtenden Einkommensberichten den Frauen ein starkes Beweismittel gegen ungerechte Bezahlung in die Hand zu geben", so Binder-Maier.

Bedauerlich sei, dass es jetzt nicht möglich war, den Diskriminierungsschutz außerhalb der Arbeitswelt auf Diskriminierung auf Grund von Religion, Weltanschauung, sexueller Orientierung und Alter auszuweiten. "Ich bin aber überzeugt, dass Frauenministerin Heinisch-Hosek alles daran setzen wird, dass dies auch noch gelingt", so Binder-Maier. (Schluss) up/mp

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