- 14.01.2011, 14:40:43
- /
- OTS0201 OTW0201
Gleichbehandlungsgesetz - Binder-Maier: Wichtiger Schritt in Richtung gerechtere Gehälter
Wien (OTS/SK) - "Die verpflichtenden Einkommensberichte sind ein
wichtiger Schritt, dass sich endlich die Einkommensschere
verkleinert", zeigt sich SPÖ-Familiensprecherin und Frauenvorsitzende
der SPÖ-Niederösterreich, Gabriele Binder-Maier, über den Beschluss
des neuen Gleichbehandlungsgesetzes im Ausschuss erfreut. Unternehmen
sind künftig verpflichtet, die durchschnittlichen Einkommen von
Frauen und Männern betriebsintern offen zu legen. "Das heißt, es gibt
keine Geheimniskrämereien mehr, Betriebe müssen sich mit den
Einkommensunterschieden zwischen ihren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern beschäftigen und das österreichische Tabu über Gehälter
nicht zu reden, wird endlich aufgebrochen", so Binder-Maier. Immerhin
verdienen Frauen für die gleiche Arbeit noch immer um bis zu 18
Prozent weniger als Männer, nur weil sie Frauen sind. ****
Binder-Maier fügt hinzu, dass die Berichte alle zwei Jahre von den
Unternehmen zu erstellen sind. Wenn dies nicht geschehe, können
ArbeitnehmerInnen den Einkommensbericht bis zu drei Jahre im
Nachhinein vor Gericht einklagen. Froh zeigt sich Binder-Maier, dass
die Strafe für ArbeitnehmerInnen, wenn Details aus den
Einkommensberichten in den Medien oder im Internet veröffentlicht
werden, in der Höhe von 360 Euro geringer ausfällt, als ursprünglich
vorgesehen und die Behörden bei harmloseren Vergehen von einer Strafe
absehen können.
Verankert wurde im Gesetz auch, dass in Stelleninseraten Betriebe in
Zukunft angeben müssen, welchen Kollektivvertrag sie haben und ob sie
bereit sind, mehr zu zahlen. "Es ist Frauenministerin Heinisch-Hosek
zu gratulieren, dass es ihr gelungen ist, mit den verpflichtenden
Einkommensberichten den Frauen ein starkes Beweismittel gegen
ungerechte Bezahlung in die Hand zu geben", so Binder-Maier.
Bedauerlich sei, dass es jetzt nicht möglich war, den
Diskriminierungsschutz außerhalb der Arbeitswelt auf Diskriminierung
auf Grund von Religion, Weltanschauung, sexueller Orientierung und
Alter auszuweiten. "Ich bin aber überzeugt, dass Frauenministerin
Heinisch-Hosek alles daran setzen wird, dass dies auch noch gelingt",
so Binder-Maier. (Schluss) up/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






